Neuheiten von VW und Audi bis 2018 Familiensache

06.04.2015
Inhalt
  1. VW-Neuheiten: Touran als Fünf- oder Siebensitzer
  2. VW Sharan Facelift: Mehr Assistenzsysteme
  3. Passat CC-Neuauflage und Audi prologue als A8-Ausblick

VW sorgt für Stimmung in der Van-Kurve. Mit dem Touran II und dem verfeinerten Sharan starten in Genf gleich zwei Neue mit Platzvorteil. Die noble Verwandtschaft von Audi enthüllt den prologue Avant – einen Luxuskombi vom Feinsten. Dazu: exklusiver Neuheitenausblick

Man mag es glauben oder auch nicht: Der Golf unter den Vans bekommt einen Nachfolger. Im September wird es soweit sein, dann rollt der neue VW Touran zu den Händlern. Das sehr seltene Ereignis einer leibhaftigen Touran-Erscheinung war Anfang März auf dem Genfer Autosalon zu bestaunen. Wir verraten die Details. Und noch weitere neue Volks- und „Audi-Wagen“ kommen auf uns zu.

 

VW-Neuheiten: Touran als Fünf- oder Siebensitzer

Grund genug, dem bodenständigen und dem noblen Familienzweig des VW-Konzerns einen Besuch abzustatten. Was haben die Niedersachsen und Bayern vor? Beginnen wollen wir mit einer Reihe von Messeneuheiten mit WOB-Kennzeichen und einem Designerstück namens Audi prologue Avant. Zudem erfahren Sie mehr über die geheimen Pläne des europäischen Mega-Konzerns.

Doch zunächst zurück zum VW Touran. Sage und schreibe zwölf Jahre liegen zwischen dem Debüt des multifunktionalen, inzwischen 1,9 Millionen Mal gebauten Kompaktvans auf Golf-Basis und seiner Ablösung. Rein optisch sortiert sich der Neue fein säuberlich in die Riege der Klaren aus dem Norden ein. Dazu gehört die ausgeprägte Breitenbetonung durch Elemente wie die Front-Zierstäbe, die seitlich in LED-Tagfahrlichtern münden.

Die scharfe Kante auf der Seitenlinie kennen wir ebenso vom Golf Sportsvan wie die Aufteilung der Fenstergrafik mit insgesamt fünf Scheiben. Im direkten Vergleich mit dem vor knapp einem Jahr eingeführten Spezial-Golf fällt der wahlweise fünf- oder siebensitzige Touran II größer aus. Mit knapp 4,53 Metern ist er 19 Zentimeter länger und mit 1,63 Metern rund fünf Zentimeter höher als der Sportsvan. Auch seinen wackeren Vorgänger lässt der neue, erstmals auf dem Modularen Querbaukasten des Konzerns fußende Touran hinter sich.

Das Längenplus lautet 13 Zentimeter. Entsprechend luftiger soll es auch im Innenraum zugehen. Das Kofferraumvolumen steigt auf Werte von 917 bis 1980 Liter. Neu an Bord ist die weiterentwickelte sogenannte Fold-Flat-Sitzanlage. Hierbei können die drei Lehnen der zweiten und die zwei Lehnen der dritten Sitzreihe einfach per Lasche umgeklappt werden. Die kompletten Sitze lassen sich dabei flach im Kofferraumboden versenken und ergeben eine durchgehende, ebene Ladefläche.

Ein Ausbau ist nicht erforderlich. Erstmals im Touran können Smartphone-Inhalte via MirrorLink oder Apple CarPlay (iPhone) in das Fahrzeug integriert werden. Diese sind dann über den berührungsempfindlichen Monitor des Infotainmentsytems steuerbar. Zu den Touran-Neuerungen gehören Assistenzsysteme wie die Multikollisionsbremse (Serie), der Front-Assist mit City-Notbremsfunktion, die automatische Distanzregelung (ACC), Park- und Ausparkassistenten, Müdigkeitserkennung und der „Trailer Assist“ getaufte Anhängerrangier-Assistent.

 

VW Sharan Facelift: Mehr Assistenzsysteme

Das Motorenangebot umfasst sechs Varianten, bei denen es sich ausschließlich um Vierzylinder mit Turboaufladung handelt, die mit manuellen Sechsgang-Getrieben sowie Sechs- und Siebengang-Doppelkupplungsgetrieben kombiniert werden. Benziner: 1.2 TSI (110 PS), 1.4 TSI (150 PS), 1.8 TSI (180 PS); Diesel: 1.6 TDI (110 PS), 2.0 TDI (150 und 190 PS). Die Preise stehen noch nicht fest. Das aktuelle Basismodell kostet 22.825 Euro.

Wem der Touran zu klein ist, der kann auch künftig zum VW Sharan greifen. Der wird – bestellbar ab April, Auslieferung ab Juli – zwar nicht größer, aber raffinierter und sparsamer. Um bis zu 15 Prozent, wie VW betont. Wie beim Touran kommen durchgängig vierzylindrige Turbotriebwerke zu Einsatz,die sämtlich die Abgasnorm Euro 6 erfüllen.

Benziner: 1.4 TSI (150 PS), 2.0 TSI (220 PS); Diesel: 2.0 TDI (115, 150 und 184 PS). Mit Ausnahme des Basisdiesels können alle Motoren mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden. Neu an Bord des Sharan sind die beim Touran beschriebenen Fahrerassistenzsysteme. Äußerliche Erkennungszeichen des neuen Jahrgangs sind eine schärfere Lichtsignatur der LED-Rückleuchten, zwei neue Außenfarben sowie frische Dekore und Polsterstoffe.

Den emotionalen Teil des Genfer VW-Auftritts bestreitet das Sport Coupé Concept GTE, das nichts weniger ist als ein sehr deutlicher Vorgeschmack auf den neuen, im nächsten Jahr serienreifen VW CC. Mit der Erneuerung stößt die nach dem Prinzip des viertürigen Coupés konzipierte Sportlimousine in einen neuen Bereich vor. Mit einer Länge von fast 4,90 Metern und einem gegenüber dem Passat nochmals um eine Handbreit gestreckten Radstand zielt der elegante, unterhalb des Phaeton angesiedelte CC II auf die Oberklasse.

Entsprechend selbstbewusst fällt der große, üppig verchromte Grill aus. Am anderen Ende befindet sich eine große Heckklappe – ein praktisches Unterscheidungsmerkmal etwa zum Mercedes CLS. Technisch zieht VW beim Vorabmodell alle Register. Hinter der Bezeichnung GTE verbirgt sich ein Plug-in-Hybridantrieb – im vorliegenden Fall mit V6-Benziner sowie zwei Elektromotoren, die eine Systemleistung von fast 390 PS erreichen.

 

Passat CC-Neuauflage und Audi prologue als A8-Ausblick

Wie bei der in Detroit gezeigten SUV-Studie Cross Blue verfügt der Sport Coupé Concept GTE über VWs sogenannte „elektrische Kardanwelle“. Damit ist gemeint: Sollte es die Situation erfordern, wird der Fronttriebler zum Allradler. Der Verbrennungsmotor treibt die Vorderräder an und versorgt dabei den vorderen E-Motor mit Energie. Dieser dient dann nur als Generator für den an der Hinterachse platzierten zweiten E-Motor. Weil die Energie via Kabel und nicht mechanisch nach hinten gelangt, sprechen die Techniker von einer elektrischen Kardanwelle.

Das Thema Plug-in-Hybrid wird auch bei VW immer wichtiger – so darf man im neuen CC mit einem entsprechenden Serienangebot rechnen. Wie ausdrucksstark sich das Design von Audi weiterentwickeln soll, zeigte bereits auf der Los Angeles Auto Show im November die Studie Audi prologue, das erste Werk aus der Feder des neuen Designchefs Marc Lichte. Er hat abermals zum Zeichenblock gegriffen und ein fünftüriges Kombi-Coupé geschaffen. Ein großes: 5,11 Meter lang, 1,97 Meter breit, 1,40 Meter flach und mit 3,04 Meter Radstand.

Die Dimensionen des edlen Kombis machen deutlich, auf welche Baureihe die Studien hindeuten – auf den neuen A8. Die größten Unterschiede zur Coupé-Studie zeigen das lange, weit nach hinten gezogene Dach, die sehr flach stehenden D-Säulen und der verfeinerte Grill mit Querstegen aus gebürstetem Aluminium. Und Audi setzt ebenfalls auf den Plug-in-Hybrid. Im Avant kommt der Antriebsstrang aus dem Q7 e-tron quattro zum Einsatz, der im Sommer startet.

Ein 3,0-Liter-V6-Turbodiesel (353 PS) arbeitet dabei mit einem 136 PS kräftigen E-Motor zusammen (Systemleistung: 455 PS). So gerüstet soll der luftgefederte Luxus-Kombi in 5,1 Sekunden von null auf 100 km/h stürmen – und nach NEFZ-Norm mit nur 1,6 Liter Diesel auskommen. „Avantissimo“ könnte man sagen. Aber das war noch längst nicht alles. Klicken Sie sich doch mal durch die Bildergalerie.

VW Touran II
Kaum wartet man zwölf Jahre, schon kommt ein neuer Touran. Die Neuauflage des ewigen Besten startet im September – wieder als Fünf- oder Siebensitzer und mit dem größten Kofferraum seiner Klasse, verspricht VW. Trotz 13 Zentimeter größerer Außenlänge soll der Neue um bis zu 62 Kilo leichter sein und nicht weniger als 47 Ablagen in seinem Innern bereithalten.

VW Sharan
Sparsamer und „vernetzter“ – so lassen sich die Verbesserungen des neuen Jahrgangs zusammenfassen. Die TDI und TSI-Motoren sollen bis zu 15 Prozent weniger verbrauchen. Neue Infotainmentsysteme und die Integration von Android Auto (Google), MirrorLink und CarPlay (Apple) ins Bordnetz sind jetzt möglich.

VW CC
Der für 2016 geplante neue CC stößt in die Oberklasse vor. Coupéhaft geschnitten, mit flacher Motorhaube, sportlichen, bis zu 21 Zoll großen Rädern und einem sehr langen Radstand von 2,85 Metern wirkt der unterhalb des Phaeton angesiedelte Wolfsburger ausgesprochen dynamisch. Wie beim noblen Konzern-Kollegen Audi A7 verfügt das in Genf gezeigte Vorabmodell über eine große Heckklappe. Eine gute Idee.

VW Passat Alltrack
Im Unterschied zum Variant verfügt der Alltrack über zünftige Anbauteile wie spezielle Stoßfänger, Unterfahrschutz, Schweller- und Radlaufverkleidungen. Das Motorenprogramm reicht von 150 bis 240 PS. Genug Kraft für Anhängelasten von bis zu 2200 Kilogramm. Markteinführung ist im September.

Audi prologue Avant
Mit seinen 5,11 Metern ist der Avant rund 16 Zentimeter länger als der Mercedes CLS Shooting Brake. Fünfspeichige Alu-Räder mit Reifen der Dimension 285/30 R 22. Der graue Farbeindruck täuscht – die Studie ist in „Fusionblau“ lackiert.

Audi A6 Avant
Wer den prologue Avant sieht, hat den nächsten A6 im Kopf. Ganz so groß und expressiv kommt es aber denn doch nicht – Ende 2017. Audis Oberklasse-Kombi ist eines der beliebtesten Business-Modelle und darf nicht zu glamourös vorfahren – er muss aber Platz bieten. Der Größenzuwachs auf rund 4,95 Meter fällt maßvoll aus. Das Ladevolumen steigt auf knapp über 1700 Liter. Neu im Programm sind ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner (180 PS) und ein 2.0 TDI (190 PS). Der V6-Biturbodiesel mit Turbo und elektrischem Verdichter bringt es auf bis zu 385 PS. Interessant: Audi stellt auf ein 48-Volt-Bordnetz um, da der elektrische Leistungsbedarf stetig zunimmt.

Audi A4 Limousine
Die Ablösung für den beliebten Mittelklässler steht vor der Tür – Debüt ist auf der IAA im September. Basis: Modularer Längsbaukasten (MLB), ganz wie beim neuen Q5. Nochmals bessere Material- und Anfassqualität, um bis zu 100 Kilo reduziertes Gewicht und ein sehr breites Antriebsportfolio sollen den neuen A4 weit nach vorn bringen. Motoren: vom 125 PS starken 1,4-Liter-Benziner mit Zylinderabschaltung bis zum mehr als 500 PS kräftigen 3,0-Liter-V6-Biturbo im RS 4. Besonders attraktiv sind die 2,0-Liter-Turbodiesel mit 136, 163 und 190 PS. Geplant sind auch eine CNG-Variante (Erdgas) sowie ein Plug-in-Hybrid – 2,0-Liter-Benziner plus E-Motor – mit einer elektrischen Reichweite von 50 Kilometern

Audi Q5
Auch die für Anfang 2017 terminierte zweite Generation des Mittelklasse-SUV zeigt den prägnanten dreidimensionalen Grill. Geplant sind neue Multime-dia-Systeme und mindestens ein Plug-in-Hybrid. Auch der Superdiesel SQ5 (bislang 313 PS) wird einen Nachfolger bekommen. Besser noch: Angedacht ist ein RS Q5 mit dem 3,0-Liter-V6-Biturbo-Benziner, der rund 450 PS leisten dürfte

VW Golf VIII
Bis zum Debüt der achten Generation Ende 2018 ist noch Zeit für ein großes Facelift, das im Sommer 2016 auf dem Plan steht. Der Nachfolger wird dann noch eine Idee flacher und etwas breiter – und auch neu motorisiert. Basistriebwerk wird ein Einliter-Dreizylinder-Turbo (90 und 110 PS) sein. Diesel-Freunde können den 1,4 Liter großen Dreizylinder-TDI wählen (ebenfalls 90 und 110 PS). Der Sport-Diesel Golf GTD legt auf 190 PS zu, und auch eine besonders starke R-Version mit Biturboaufladung (240 PS) ist in Sicht.

VW Touareg
Die dritte Generation des Luxus-Offroaders wird im Frühjahr 2017 vorgestellt. Interessant: Neuer Top-Diesel soll der von Audi präsentierte V6 e-TDI mit zwei Turboladern, elektrischem Verdichter und einer Leistung von bis zu 385 PS sein. Auch der Touareg bekommt die automatische Rangierhilfe „Trailer Assist“ aus dem Passat.

VW Tiguan II
Nach dem Dauerbrenner Touran löst VW in diesem Jahr auch den seit 2007 gebauten Bestseller ab. Premiere ist auf der IAA im September. Der Tiguan II ist mit 4,48 Metern rund fünf Zentimeter länger und legt auch im Radstand zu. Neue Assistenzsysteme wie beim kompakten Van – z.B. City-Notbremsfunktion, Rangierhilfe „Trailer Assist“. Für Ende 2016 ist eine verlängerte Version in Planung mit Platz für bis zu sieben Offroad-Freunde.

VW Caddy
Noch so ein Dauerbrenner. Zehn Jahre nach seiner Markteinführung liftet VW den praktischen Raumwagen, der als Pkw-Variante ab 18.242 Euro angeboten wird. Benziner: 1,2-Liter-Vierzylinder (84 PS), 1,0-Liter-Dreizylinder (102 PS), 1,4-Liter-Vierzylinder (125 PS). Diesel: 2,0-Liter-Vierzylinder (75 bis 150 PS). Neue Assistenzsysteme auf Wunsch (Distanzregelung, Einparkassistent, Müdigkeitswarner).

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