VW, Audi, Porsche, Skoda und Seat: 33 neue Modelle aus dem VW-Konzern Appetithappen

06.01.2014
Inhalt
  1. AUDI: MUT IM DESIGN, MEHR SPORT, MEHR SUV
  2. NEUER AUDI-SPORTLER RS 3 MIT 400 PS LEISTUNG
  3. SKODA: DREI NEUE SUVMODELLE IN SICHT
  4. VW: NEUE E-GOLF, SUV UND EIN SUPER-PASSAT
  5. PORSCHE: EIN NEUES LIMOUSINEN-PROJEKT

Die Kauflust-Offensive: Mit diesen 33 neuen Modellen will der VW-Konzern in den nächsten Jahren den etwas schwächelnden Absatz ankurbeln. Alle Marken forcieren ihre Modellpläne

Auch bei VW wachsen nicht alle Bäume in den Himmel. Die strebsamen Wolfsburger, die bis 2018 zum weltweit größten Autohersteller aufsteigen wollen, müssen derzeit beim Absatz einige Dämpfer verdauen. Bis Oktober gab es weltweit mit 4,88 Millionen ausgelieferten Autos nur einen Zuwachs von 3,4 Prozent. Zum Vergleich: 2012 jubelte man noch über einen Zuwachs von gut elf Prozent. In Europa, das noch unter den Folgen der Schuldenkrise ächzt, sind die Verkäufe bis Oktober um 5,3 Prozent abgesackt, in Deutschland mit 501.000 ausgelieferten Autos um 7,4 Prozent. Auch im boomenden US-Markt ging es abwärts (357.000 / - 4,0 Prozent). Aber in China brummt das Geschäft weiter: 2,02 Millionen Autos per Oktober – ein Plus von 17,9 Prozent.

VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch fordert bereits „konsequente Kosten- und Investitionsdisziplin“. Schon deshalb, weil es auch bei den anderen Konzerntöchtern finanziell nicht ganz wie gewohnt läuft. Audi und Porsche werden durch hohe Investitionen gebremst, Seat schreibt ohnehin noch rote Zahlen, und selbst die Vorzeigemarke Skoda hat schon mal besser verdient.

Ergo wechselt das Zwölf-Marken-Imperium sicherheitshalber in den Sparmodus. Aber bei wichtigen Modellneuheiten, von denen sich VW höhere Marktanteile oder saftige Renditen verspricht, soll es definitiv keine Abstriche geben.

 

AUDI: MUT IM DESIGN, MEHR SPORT, MEHR SUV

Zum Beispiel bei Audi. Die Ingolstädter, die sich unter dem neuen Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg wieder sortiert haben, wollen mit Macht zurück zum „Vorsprung-durch-Technik“-Image. Nebenbei soll das in letzter Zeit festgefahrene Design „emotionalisiert“ werden, dabei geht es vor allem um mehr Stil und Stimmung im Frontbereich.

Nein, nicht nur Kosmetik. Audi hat offenbar auch den Mut für krassere Lösungen, hören wir gerade exklusiv aus Ingolstadt. So wird nun in geheimen Kundenbefragungen („Car Clinics“) ein ganz neues Grill-Design gezeigt – siehe Abbildung. Das geht in die Italo-Richtung von Maserati, und in Abhängigkeit von den Testergebnissen könnte es diesen ziemlichen Schwenk tatsächlich geben. Heißer Kandidat fürs neue Audi-Gesicht ist der A6 Shooting Brake, der nach der für Herbst 2017 geplanten Neuauflage der Limousine startet. Designideen gibt es schon für diesen lifestyligen, 4,98 Meter langen Coupé-Kombi – ein natürlicher Feind des Mercedes CLS.

Auch der neue Audi A4 bekommt ein verschärftes Gesicht, erste Vorschläge wurden aber verworfen, deshalb startet das Auto jetzt erst im März 2015 (Kombi Avant im Herbst). Seitlich zeigt der Mittelklässler eine neue messerscharfe Doppelbügelfalte, technisch basiert er auf der neuen Evo-Version des modularen Längsbaukastens (MLB). Er bietet mehr Platz und Ladevolumen sowie kurz nach dem Start schon einen Benzin-Plug-in-Hybrid, der einen Zweiliter-Vierzylinder-TFSI mit einem Elektromotor kombiniert: rund 225 PS Systemleistung, 50 Kilometer elektrische Reichweite.

Früher und nun auch viel auffälliger kommt im Oktober nächsten Jahres des Nachfolger des Topsportlers Audi R8. Der Neue setzt auf eine Kohlefaser-Alu-Karosse, mit rund 1500 Kilo soll er der Leichteste seiner Klasse sein und sich ergo spürbar sportlicher fahren.

Motorisch bleibt es auf alle Fälle beim V10, der mit 550 PS das Level des aktuellen Plus-Modells erreicht. Dazu quattro-Allradantrieb und ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Einstiegspreis fürs V10-Modell: über 160.000 Euro.

 

NEUER AUDI-SPORTLER RS 3 MIT 400 PS LEISTUNG

Ebenso reizvoll, aber günstiger sind die frischen Ableger der A3-Reihe. So startet im März das neue, nun 4,42 Meter lange, aber 50 Kilo leichtere Audi A3 Cabrio mit viel mehr Platz als bisher. In der 125 PS starken 1.4-Basis-Benzinversion kostet es 30.500 Euro. Erstmals gegen Aufpreis: ein massiv gedämmtes Akustikverdeck.

Zweiter Kompakt-Neuling ist der neue Obersportler RS 3, der im Frühjahr 2015 anrollt. Der Allrad-Kracher rangiert natürlich deutlich oberhalb der 300 PS starken S3-Modelle (Fahrbericht der Limousine Seite 44). Das heißt: bekannter 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo, der aber für die Euro-6-Norm komplett überarbeitet wird. Noch geheim: Seine Leistung steigt von 340 auf gleich 400 PS – damit ist der Mercedes-Rivale A 45 AMG schon mal klar abgehängt.

Power hat auch der TT-Nachfolger, der im November 2014 erscheint. Seine Front erinnert an die Quattro Sport-Studie. Der 300-PS-TTS ist gleich mit dabei, der neue TT Roadster kommt im Frühjahr 2015. Dazu gibt es die geballte SUV-Offensive. Der neue Audi Q1, gut 4,20 Meter lang, startet Mitte 2015 als Inkarnation der smarten Studie Crosslane Coupé: ein Fünftürer mit Front- und Allradantrieb, Motoren zwischen 105 und gut 200 PS. Der Q5-Nachfolger rollt dann im Herbst 2015 vor, er bleibt ein klassischer Allrounder mit voller Familientauglichkeit. Darüber rangiert ab Frühjahr 2016 der Q6 (rund 4,90 m), der als coupéhafter Dynamiker die Lücke zum Audi Q7 schließt. Für ihn sind auch S- und RS-Varianten mit bis zu 550 PS geplant sowie ein 240 PS starker Biturbo-TDI und ein Plug-in-Hybrid. Der Q7 indes ist schon im Frühjahr 2015 zu haben: Er bleibt beim runden 5,10-Meter-Format und wird bis zu 350 Kilo leichter als bisher. 2016 bekommt er mit dem Q8 noch einen Coupé-Bruder.

 

SKODA: DREI NEUE SUVMODELLE IN SICHT

Auch Skoda ist nun stark genug, um auf der SUV-Party zu tanzen. Gleich drei Autos sind in Sicht. Kleinster ist der Citifun, ein 3,85-m-Ableger des künftigen VW Taigun, der Mitte 2016 starten dürfte – mit Drei-und Vierzylinderturbos von 85 bis 180 PS. Dazu startet oberhalb des Bestsellers Yeti ein Mittelklasse-SUV (rund 4,62 m), das für Herbst 2015 als Fünf- und Siebensitzer mit flexiblem Laderaum avisiert ist. Zu ihm gesellt sich 2016 noch eine flachere Coupé-Version. Beide wird es auch als Fronttriebler geben.

Zudem kommen neue Scouts. Nummer eins ist im April der Skoda Octavia Combi Scout: Schlechtwegefahrwerk mit 18 cm Bodenfreiheit, Allradantrieb, Offroad-Look. Motoren: 1.4 TSI (140 PS), 2.0 TDI (150 PS). Und im Frühjahr 2015 erscheint auch der Rapid Spaceback als Scout. Der neue Fabia indes kommt im November nächsten Jahres – mit frecherem Design und erstmals auf dem modularen Querbaukasten: mehr Platz und Ladevolumen, 50 Kilo weniger Gewicht, aufgeladene Dreizylinder (85/110 PS) als Einsteiger. Der Fabia Combi folgt März 2015.

Noch einmal Octavia: Skoda plant hier erstmals eine viertürige, flachere Coupéversion, die 2016 starten könnte, Vorbild ist der CC-Ableger des VW Passat. Und als sportliche Sahnehaube ist der wilde Skoda Bonneville geplant – mit einem über 230 PS starken, vierzylindrigen Biturbodiesel und einem 300-PS-Turbobenziner. Fehlt noch der Superb-Nachfolger: Er startet zum Jahreswechsel 2015/2016 mit neuem Charakterdesign und hat dank des um acht Zentimeter längeren Radstands noch mehr Platz.

 

VW: NEUE E-GOLF, SUV UND EIN SUPER-PASSAT

Die Wolfsburger fahren 2014 die Elektro-Offensive. Im Mai kommt der lautlose e-Golf: 115 PS, 140 km/h, 190 km Reichweite. Im Herbst folgt der Plug-in-Hybrid-Golf: 204 PS Systemleistung, 7,6 s bis Tempo 100, maximal 217 km/h, 939 km Gesamt- und 50 km Elektroradius (E-Spitze 130 km/h). Bleiben wir beim Golf. Erstmals gibt es Ende 2014 für seine Kombiversion Variant à la Passat eine höhergelegte Alltrack-Version im Offroad-Styling und der Qualifikation für leichtes Gelände.

Apropos Passat: Die neue Familie gibt’s ab November, Limousine und Variant gleichzeitig. Beide MQB-Autos werden 100 Kilo leichter und offerieren noch mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Dazu sind neue Diesel im Angebot: Zweiliter-TDI mit 150/184 PS, Zweiliter-Biturbo (230 PS).

Schon im Juni nächsten Jahres kommt der neue VW Golf Sportsvan als Nachfolger des Golf Plus (Vorstellung, Heft 20/2013). Der neue Touran lässt sich hingegen noch etwas Zeit, er ist erst für Mitte 2015 geplant – kein Aufreger, aber mit rund fünf Zentimeter mehr Radstand noch geräumiger und wieder mit den klassischen Klapptüren. Klar, dass auch VW eine SUV-Offensive zündet. Von unten nach oben: Frühjahr 2016 erscheint der kleine 3,86-m-Cityflitzer Taigun auf maximal gestreckter Up-Basis. Im gleichen Jahr könnte das schon oft diskutierte Polo-SUV (4,20 m, MQB-Basis) starten, das offenbar wieder grünes Licht hat.

Schon im September 2015 rollt der stark wachsende neue VW Tiguan an (rund 4,70 m), der immerhin bis zu 100 kg leichter werden soll. Seine etwas kürzere viertürige Coupé-Version nach dem Vorbild der Studie CrossCoupé folgt im Frühjahr 2016 – und im selben Jahr noch der XXL-Tiguan (4,80 m) mit bis zu sieben Plätzen, den wir als Studie CrossBlue (Heft 21/2013) schon gefahren haben. Er erhält noch einen eigenen Namen – und wie alle künftigen VW-SUV auch einen Plug-in-Hybrid-Antrieb.

Wir wechseln zum Scirocco: Der Volkssportler bekommt zum August nächsten Jahres ein neues Tempo-Gesicht – siehe Seite 19. Auch im Cockpit gibt es ein Update: neues Armaturenbrett mit allen Golf-Feinheiten und aktueller Navi-Multimedia-Technik.

Und dann wird es noch eine Überraschung geben: VW plant einen repräsentativen Über-Passat, der zuerst in China, später auch in den USA und in Deutschland starten soll. Gut 4,85 Meter lang mit coupéhaften Zügen und standesgemäßen Sechszylinder-Motoren.


SEAT: EIN KOMPAKT-SUV UND EIN CITY-FLITZER

Das erste Kompakt-SUV (4,46 m, MQB-Basis) ist bei Seat so gut wie beschlossen, sein flottes Design wird noch verfeinert, Ähnlichkeiten zum Leon sind unverkennbar, auch dessen Motoren werden im SUV auftauchen, das 2016 startet. Vorstandschef Jürgen Stackmann: „Ein spannendes Thema für die Marke.“ Reizvoll ist auch das zweite SUV-Projekt der Spanier, denn sie planen bis spätestens 2017 ein kleines City-SUV auf VW-Taigun-Up-Basis. Technisch können sie sich im Konzernregal bedienen, Front und Heck tragen aber das schnittige Seat-Kleid.

 

PORSCHE: EIN NEUES LIMOUSINEN-PROJEKT

Bei Porsche konzentriert sich alles auf den Start des Macan im April – siehe Seite 30. Schon im März gibt es den 911 Targa, erstmals wieder klassisch mit breitem Bügel und herausnehmbaren Dachhälften. Zum Juni kommen Boxster und Cayman in den schärferen GTS-Versionen mit einem PS-Plus von je 20 PS, im Frühjahr 2015 folgt der Porsche Cayman GT4 mit neuen Sechszylinder-Biturboboxer.

Der Panamera-Nachfolger startet wie schon berichtet 2016, ein Jahr später folgt der Sport Turismo als neues Topmodell der Reihe: kombiartige Shooting Brake-Karosse mit Heckklappe. Über die viertürige Cabrio-Version des Panamera wird noch diskutiert. Neu ist das Projekt einer rasanten Mittelmotor-Limousine – „möglicherweise darstellbar“. Ein 2+2-Sitzer, Arbeitscode 984, mit einem über 750 PS starken Achtzylinder-Biturbo-Boxer. Den gleichen Motor gibt es im schon öfter erwähnten Mittelmotor-Supersportler 960, der bis 2017 starten könnte.

Wolfgang Eschment

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