VW 2013: Krise in Europa und Ärger wegen VfL Wolfsburg Dunkle Wolken über Wolfsburg

25.04.2013

Die Euro-Krise macht auch vor Volkswagen nicht Halt: Die Produktion müsse in den Monaten besonders flexibel an die Nachfrage angepasst werden

Auch am größten Autobauer Europas geht die Krise auf dem heimischen Kontinent nicht spurlos vorbei: Die europäischen Volkswagen-Werke könnten die Auswirkungen der Flaute schon bald zu spüren bekommen. Man brauche in den kommenden Monaten "viel Flexibilität in der Produktion und auf den weltweiten Märkten", sagte Konzernchef Martin Winterkorn auf der VW-Hauptversammlung am Donnerstag in Hannover. Zwar war der weltweite Absatz der Wolfsburger in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch um knapp 5 Prozent gestiegen - in Europa musste aber auch VW kräftig Federn lassen.

 

Euro-Krise macht VW-Werken in Europa 2013 zu schaffen

Viele Massenhersteller leiden unter teuren Überkapazitäten in Europa - Ford, Opel oder Peugeot Citroen planen bereits, einzelne Werke dichtzumachen. VW hatte zuletzt bei seinem Werk in Emden erneut die Passat-Produktion zurückgefahren. Nachdem die Beschäftigten im Dezember bereits eine Woche mehr Weihnachtsurlaub bekommen hatten, wurde auch die Osterpause verlängert. In den USA müssen 500 Leiharbeiter aus der Passat-Produktion im Werk in Chattanooga gehen.

Und schnelle Besserung sieht auch VW nicht. Nach einem Jahresauftakt mit einigen Rückschlägen rechnet der Konzern für die nächste Zeit mit heftigem Gegenwind. "Die nächsten Monate werden alles andere als leicht", sagte Winterkorn. Allen voran der Heimatkontinent bereitet Kopfschmerzen. "Insbesondere Europa bleibt ein Wackelkandidat", sagte er. "Die Märkte hier bleiben auf absehbare Zeit sehr schwach." Seit eineinhalb Jahren sind die Neuzulassungen in der EU auf Talfahrt, 2012 war das schwächste Jahr seit 20 Jahren.

Und die Flaute in Europa dürfte den Wolfsburgern auch künftig auf die Profite drücken. "Der Wettbewerbsdruck ist unverändert hoch und steigt weiter", sagte Winterkorn. Im ersten Quartal war der operative Gewinn deutlich unter dem Niveau der ersten Monate von 2012 geblieben. Selbst der Umsatz war trotz gestiegener Auslieferungen und dem Beitrag der erstmals vollkonsolidierten Sportwagenschmiede Porsche leicht gesunken. "Negative Effekte resultieren insbesondere aus den rückläufigen Märkten in Europa", sagte Winterkorn.

 

Volkswagen: Ärger wegen Sponsoring beim VfL Wolfsburg

Außerdem steht dem Volkswagen-Konzern Ärger im Zusammenhang mit dem VfL Wolfsburg ins Haus: Im Streit um das Sponsoring der Telekom für den Fußball-Erstligisten hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun noch ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Ermittelt werde gegen Volkswagen und einen Einkaufsvorstand, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Es besteht der Verdacht, dass sowohl der Manager, der im Aufsichtsrat des Werkclubs VfL Wolfsburg sitzt, als auch der Konzern ihre Kontrollpflichten verletzt haben. Derzeit liefen die Untersuchungen noch, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

Das Landgericht Stuttgart hatte Ende März Anklage gegen zwei VW-Manager und drei ehemalige Mitarbeiter der Telekom zugelassen. Laut Staatsanwaltschaft sollen die VW-Führungskräfte die Verlängerung eines Sponsoringvertrags gefordert haben, um ihrerseits einen hoch dotierten Vertrag mit T-Systems weiterzuführen.

AUTO ZEITUNG

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