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Weltpremiere: Der neue Opel Astra gegen acht Konkurrenten

Opel Astra im ersten Mega-Test

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Der neue Astra ist Opels Hoffnungsträger. Wir haben acht Konkurrenten vom noblen Audi A3 bis zum Klassenprimus VW Golf gegen den Rüsselsheimer antreten lassen. Wie gut schlägt sich der Astra?

Die Zeiten, in denen sich ein Kompaktklasse-Opel nur gegen den VW Golf und einen Vertreter der Kölner Ford-Werke behaupten muss, sind vorbei. Die Konkurrenz ist kräftig gewachsen. Neben VW Golf und Ford Focus heißen die heutigen Rivalen Audi A3, Honda Civic, Mazda 3, Renault Mégane und Skoda Octavia. Um den gestiegenen Herausforderungen gewachsen zu sein, hat sich Opel bei der Neuaufl age des Astra mächtig ins Zeug gelegt. Nicht nur die coupéhafte Karosserie, sondern auch die verbesserte Technik signalisieren, dass bei Opel ein frischer Wind durch die Hallen weht.

BELIEBTE DIESELMOTOREN
Für das erste Aufeinandertreffen haben wir uns für die beliebten Dieselmotoren entschieden. Hier liegt der 160 PS starke Astra – zusammen mit dem Renault Mégane – am oberen Ende des Leistungsspektrums, der Ford Focus mit 136 PS am unteren Ende. Die Konkurrenz von Audi bis VW sortiert sich dazwischen ein. Ring frei für die erste große Test-Runde.

AUDI A3 SPORTBACK 2.0 TDI
Klein, aber fein. Das trifft den Kern des Audi A3 Sportback ganz gut. Zumindest, was die inneren Werte angeht. Er bietet sowohl in der ersten als auch in der zweiten Reihe ein eher durchschnittliches Platzangebot – und das, obwohl er fast zehn Zentimeter länger ist als der merklich geräumigere Golf. Und mit seinem Kofferraum, der ein Stauvolumen von 370 bis maximal 1100 Liter bietet, gehört er ebenfalls nicht gerade zu den Lademeistern. Dafür entschädigt der Ingolstädter im Innenraum mit der im Vergleich besten Qualitätsanmutung. Die Auswahl der verwendeten Materialien setzt ebenso Maßstäbe wie die äußerst penible Verarbeitung.

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Das Cockpit erfreut das Auge des Betrachters mit schickem Design, bestens ablesbaren Rundinstrumenten und weitgehend problemloser Bedienung. Dass der Ingolstädter allerdings nicht mehr das taufrischeste Auto ist, merkt man an einigen Unzulänglichkeiten wie der umständlichen Klimabedienung, der schlecht erreichbaren Schalter für die Sitzheizung sowie der geringen Anzahl an Ablagen.

Beim Fahrkomfort kann der Audi, der zum Test in der Ausstattung Ambition antrat, keine Glanzpunkte setzen. Das serienmäßige Sportfahrwerk mit seiner straffen Auslegung gibt Straßenunebenheiten recht trocken an die Fahrgäste weiter, entschädigt jedoch mit gutem Abrollkomfort.

AGILES FAHRVERHALTEN
Dafür erreicht der flinke A3 beim Tanz um die Pylonen die höchste Geschwindigkeit und punktet dank seiner rückmeldungsfreudigen Lenkung sowie des knackigen Fahrwerks mit überzeugender Handlichkeit. Die Bremsanlage erweist sich als vollkommen fadingfrei, mit Messwerten knapp unter 37 Metern liegt der A3 aber nur im Mittelfeld. Für Vortrieb sorgt der bekannte Zweiliter-TDI, der wie im Golf mittlerweile über ein Common- Rail-Einspritzsystem verfügt, den Audi in 8,9 Sekunden auf Landstraßentempo befördert und eine Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h ermöglicht.

Zwar fehlt ihm dadurch die explosive Leistungsentfaltung aus dem Stand wie zu Pumpe-Düse-Zeiten, dafür entschädigt der Diesel mit ordentlicher Laufkultur und homogenem Drehmomentverlauf. Die Schaltwechsel übernimmt das 1750 Euro teure Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Übersetzungen fast unmerklich wechselt.

Die fast schon sprichwörtliche Audi- Qualität lässt sich der Sportback fürstlich entlohnen: Er gehört mit dem BMW 118d zu den teuersten im Vergleich, zudem kosten Selbstverständlichkeiten wie eine Klimaanlage noch extra.

TECHNISCHE DATEN
Motor: 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel - Hubraum: 1968 cm3 - Leistung: 140 PS - 0-100 km/h in 8,9 Sekunden - Test-Verbrauch: 6,5 l D / 100 km - Grundpreis: 27.600 €

PLATZIERUNG: 6 (2992 Punkte)