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3-Türer im Vergleich: VW Polo und Ford Fiesta

VW Polo 1.2 TSI und Ford Fiesta 1.4

Fahrkomfort

Während der Wolfsburger in der Highline-Variante mit Standard- Fahrwerk sowie -Bereifung zum Vergleich antrat, schickte Ford den Fiesta mit Sportfahrwerk und 16- Zoll-Rädern mit 45er Querschnitt ins Rennen. Das bleibt nicht ohne Folgen für den Komfort. Zwar sprechen die Federelemente des Kölners feinfühlig an, grobe Verwerfungen werden aber recht deutlich an die Insassen weitergegeben. Dass sich damit dennoch durchaus leben lässt liegt an der gelungenen Dämpfung sowie den geringen Karosseriebewegungen.

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Der Polo hingegen ist weicher abgestimmt und schluckt die meisten Unebenheiten klaglos. Bei voller Beladung und starken Bodenwellen gerät der Aufbau infolge der schwächeren Dämpfung stärker in Bewegung, ohne dabei jedoch taumelig zu wirken. Auch beim Geräuschkomfort haben sich die VW-Ingenieure große Mühe gegeben: Was die Ohren vernehmen, bestätigt das Messgerät – er erweist sich besonders bei höheren Geschwindigkeiten als das leisere Auto.

Beide Fahrzeuge waren mit Sportsitzen ausgerüstet, die alles andere als Kleinwagenformat haben und die Vornsitzenden auch nach langen Strecken ermüdungsfrei aussteigen lassen. Das werden die Fondpassagiere nur zum Teil bestätigen können – besonders die Rückbank des Ford ist zu weich gepolstert und nicht genug konturiert.

FahrkomfortMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.4
Sitzkomfort vorn1509088
Sitzkomfort hinten1005045
Ergonomie150125121
Innengeräusche504133
Geräuscheindruck1007060
Klimatisierung503422
Federung leer200114108
Federung beladen200110106
Kapitelbewertung1000634583
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Motor & Getriebe

Erstmals kommt im Polo der neue TSI-Motor mit Abgasturbolader und Direkteinspritzung zum Einsatz. Das Downsizing-Aggregat schöpft aus geradezu kümmerlichen 1,2 Liter Hubraum 105 PS und ein stattliches Drehmoment von 175 Nm, das in einem weiten Bereich von 1550 bis 4100 Touren anliegt. Trotz der turbotypischen, leichten Ansprechverzögerung auf Gasbefehle ermöglicht dies eine schaltfaule und entspannte Fahrweise. Auch der 96-PS-Fiesta-Motor kann durchaus überzeugen.

Er hängt gut am Gas, dreht leichtfüßig hoch und läuft kultiviert. Bei den Fahrleistungen steht er jedoch auf verlorenem Posten. Beim Standardsprint auf 100 km/h verliert er bereits 2,5 Sekunden, bei der Elastizität von 80 bis 120 km/h im höchsten Gang beträgt die Differenz sogar vier Sekunden – obwohl der VW diese Disziplin einen Gang höher absolviert. Das Drehmoment des 1,4-Liter-Saugers fällt mit 128 Nm nicht nur niedriger aus, es liegt auch erst bei späten 4200 Touren an. Dieses Zugkraft-Handicap kann selbst die kurze Übersetzung der knackigen Fünfgangschaltung des Fiesta nicht kompensieren.

Das Sechsganggetriebe im Polo ist sehr lang übersetzt, senkt die Motordrehzahl – bei 150 km/h: Polo 3000 /min, Fiesta 4000 /min – eklatant und leistet damit seinen Beitrag zum geringen Testverbrauch von 6,6 pro100 km. Auch der Kölner erweist sich als erfreulich genügsam und benötigt nur 0,2 Liter mehr.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.4
Beschleunigung15011091
Elastizität1007061
Höchstgeschwindigkeit1504634
Getriebeabstufung1009087
Kraftentfaltung502225
Laufkultur1006466
Verbrauch325256253
Reichweite251210
Kapitelbewertung1000670627
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Polo 1.2 TSI

PS/KW 105/77

0-100 km/h in 8.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 16.425,00 €

Ford Fiesta 1.4

PS/KW 97/71

0-100 km/h in 11.40s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 175 km/h

Preis 13.500,00 €