Auto Vergleichstest Kia cee'd, Opel Astra, Peugeot 208 und VW Golf
Vier Kompaktklasse-Benziner im Vergleich
Aus AUTO ZEITUNG 5 / 2010
Als Herausforderer bei den Kompakten misst sich der neue Opel Astra mit der Konkurrenz. Wer hat den besten Benziner zwischen 120 und 150 PS?
Bislang hat sich der neue Hoffnungsträger aus Rüsselsheim achtbar geschlagen: Mit einem kräftigen Diesel unter der Haube brachte es der Opel Astra in den beiden zurückliegenden Vergleichstests der AUTO ZEITUNG auf die Plätze zwei und drei. Weil sich aber Selbstzünder nicht für jeden rechnen, ist es an der Zeit, die Qualitäten eines Benziner-Astra auszuloten – hier in Gestalt des 1,4-Liter-Turbos mit 140 PS. Das klingt nach Vernunftmotor, und auch der Preis scheint mit gut 19 000 Euro fair kalkuliert.
Dem Opel stehen ambitionierte Rivalen gegenüber: der Wolfsburger Dauerbrenner VW Golf, ebenfalls als 1,4-Liter-Turbo, aber mit nur 122 PS der schwächste im Testquartett. Da mit Doppelkupplungsgetriebe ausgerüstet, ist er mit 23 465 Euro auch der teuerste. Für fast 2500 Euro weniger gitb es den Peugeot 308, der mit einem 1,6-Liter-Turbo und 150 PS das obere Ende der Leistungsskala markiert.
Und um der Frage nachzugehen, ob es zwingend ein aufgeladenes Aggregat sein muss, steht der Kia cee’d am Start – mit einem 1,6-Liter-Saugmotor, der mit 125 PS leistungsmäßig auf dem Niveau des Golf liegt, aber mit nur 16 715 Euro Schnäppchen-Alarm auslöst.
Karosserie
Wegen ihrer großen Fensterflächen vermitteln Opel, Peugeot und VW vorn ein deutlich großzügigeres Raumgefühl als der Kia. Dafür ist dessen Karosse etwas übersichtlicher. Auch bei der Bedienung gibt sich der Kia cee’d keine Blöße – mit Ausnahme der Bedientaste für den Bordcomputer in der unteren Lenkradspeiche.
Nahezu perfekt ist auch der Golf, sieht man von dem nun schwarzen Ölpeilstab ab, der das Erkennen des Ölstands erschwert. Im Peugeot wiederum fällt die zu großzügige Tachoskalierung auf, die das genaue Ablesen der Geschwindigkeit mühselig macht. Die umständliche Bedienung des Bordcomputers im Opel per Drehschalter am linken Lenkstock ist ebenso gewöhnungsbedürftig wie die Bestätigungsfunktion im Navigationssystem per Druck auf den Außenring des Multifunktionsknopfes.
Nach Umklappen der Rücksitzbank bieten Kia und Opel eine vollständig ebene Ladefläche – letzterer aber nur, wenn der „Flex-Floor“-Laderaumboden (90 Euro) in der mittleren von drei möglichen Stufen montiert ist. Dafür verträgt der Astra mit 580 Kilogramm die höchste Zuladung des Quartetts.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | VW Golf 1.4 TSI | Opel Astra 1.4 Turbo | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 70 | 70 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 57 | 55 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 38 | 35 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 90 | 85 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 30 | 32 | ||||||
| Variabilität | 100 | 25 | 33 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 39 | 40 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 94 | 88 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 185 | 178 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 628 | 616 | ||||||
Autos im Test
VW Golf 1.4 TSI
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Opel Astra 1.4 Turbo
Peugeot 308 150 THP
Kia cee'd 1.6 CVVT


























































