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Vergleichstest Sportwagen: Mercedes SLK | Porsche Cayman

Kampf der Kulturen

Fahrkomfort

Die Stunde des kleinen Mercedes-Sportlers schlägt im Komfortkapitel. Zwar ist der SLK keine Sänfte, doch er federt deutlich besser als der Porsche, dessen Abrollkomfort zudem unter den optionalen 19-Zöllern leidet. Selbst in der Normalstellung des adaptiven Dämpfersystems (PASM, 1547 Euro) holpert der Cayman viel unbeholfener über Unebenheiten. Die Sportposition des aktiven Fahrwerks ist so straff, dass sie für normale Straßen kaum tauglich ist. Derbe Stöße und permanente Karosseriebewegungen verleiden dann den Spaß am Porsche. In beiden Sportlern leidet der Sitzkomfort unter dem eher knapp bemessen Gestühl. Vor allem im Porsche fühlen sich großgewachsene Fahrer ein wenig eingeengt.

Dafür bieten dessen – natürlich aufpreispflichtigen – Leder-Sport-Sessel deutlich mehr Seitenhalt. Weitere Punkte büßt der Cayman S bei der Geräuschbewertung ein. Die richtet sich strikt nach dem im Innenraum gemessenen Schalldruck. Eine B-Note für den künstlerischen Wert gibt es nicht. Speziell bei Volllast ab 4000 Umdrehungen trompetet der Boxer lustvoll und wohltönend, was aber wenig daran ändert, dass die Geräuschkulisse auf Dauer auch durchaus als lästig empfunden werden kann. Da gibt sich der SLK 350 etwas zurückhaltender, auch wenn der V6 kein ausgesprochener Leisetreter ist. Windgeräusche von der Dachkonstruktion drängen sich erst ab hohem Autobahntempo in den Vordergrund.

FahrkomfortMax. PunktePorsche Cayman SMercedes SLK 350
Sitzkomfort vorn150102105
Sitzkomfort hinten10000
Ergonomie150118120
Innengeräusche501225
Geräuscheindruck1008684
Klimatisierung503842
Federung leer200102115
Federung beladen200102115
Kapitelbewertung1000560606
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Motor & Getriebe

Das Herz eines Sportwagens ist natürlich der Motor, und in kaum einem Konkurrenten schlägt es so präsent wie im Cayman. Der neue 3,4-Liter-Boxer mit Direkteinspritzung ist in Kombination mit dem Doppelkupplungsgetriebe (PDK) ein fast perfekter Sportwagenantrieb. Er liefert Fahrleistungen, die die Frage aufwerfen, wozu man noch einen 911 braucht, ist bissig, drehfreudig und zudem vergleichsweise sparsam. Die Launch Control des „Sport Chrono Plus“-Pakets schießt ihn in 4,7 Sekunden auf 100 km/h, erst bei 275 km/h ist Schluss. Wobei übrigens die Tachonadel tapfer in Richtung 300 marschiert. Der SLK, selbst kein Kind von Traurigkeit – Tempo 100 erreicht er in 5,5 Sekunden –, ist eine gefühlte Klasse langsamer.

Allerdings harmoniert die 7GTronic perfekt mit dem V6, während sich der Cayman-Fahrer mit dem – sagen wir mal unorthodoxen – Schaltschema herumärgern muss. Lästig ist auch, dass das PDK in vielen Situationen die unteren Gänge zu lange hält. Und das Herumrollen im ellenlangen siebten Gang bei Stadttempo wird ebenfalls nicht jedem gefallen. Erfreulicher ist da schon das Konsumverhalten der Porsche- Antriebseinheit. 10,7 Liter Super Plus pro 100 Kilometer für einen 320-PS-Sportler sind aller Ehren wert. So viel schlechter (11,2 Liter Super) schneidet der SLK jedoch auch nicht ab.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche Cayman SMercedes SLK 350
Beschleunigung150141135
Elastizität10000
Höchstgeschwindigkeit15010990
Getriebeabstufung1008892
Kraftentfaltung504642
Laufkultur1009284
Verbrauch325178169
Reichweite251011
Kapitelbewertung1000664623
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche Cayman S

PS/KW 320/235

0-100 km/h in 4.70s

Hinterrad, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 275 km/h

Preis 64.438,00 €

Mercedes SLK 350

PS/KW 305/224

0-100 km/h in 5.50s

Hinterrad, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 49.986,00 €