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Vergleichstest Sportwagen

Verschiedene Richtungen

Fahrkomfort

Dass Sportwagen über knüppelharte Fahrwerke verfügen müssen, ist ein allgemeiner Trugschluss. Und Audi beweist mit dem R8 5.2, was möglich ist. In der Komfortstufe absorbiert die adaptive Dämpfung alle Fahrbahnunebenheiten schon fast in Limousinen-Manier. Der straffere, ebenfalls variabel dämpfende Porsche lässt die Insassen eher spüren, wie die Fahrbahnoberfläche beschaffen ist.

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Besonders bei kurz aufeinander folgenden Wellen neigt er zum Stuckern. Generell kann auf Langstrecken aber hier wie dort niemand über fehlenden Komfort klagen – zumal die Sportsitze der beiden Topsportler überaus komfortabel sind und zugleich mit ausreichend Seitenhalt aufwarten. Die Sitze des Audi sind allerdings etwas größer und besser einstellbar.

Bei der Geräuschentwicklung im Innenraum kann der Audi punkten – und zwar nicht nur mit den niedrigeren Messwerten. Auch das subjektive Geräuschempfinden ist angenehmer. Das kernige Schreien seines Triebwerks ist zwar deutlich vernehmbar, aber nicht übertrieben, während der Porsche eher getragen klingt und die Passagiere zum Teil mit einem Zischen des Turbos nervt. Die leicht bessere Ergonomie bringt dem Audi zusätzliche Zähler, der in diesem
Kapitel somit Punkt um Punkt sammelt und die Nase vorn hat.

FahrkomfortMax. PunktePorsche 911 TurboAudi R8 5.2 FSI quattro
Sitzkomfort vorn150138140
Sitzkomfort hinten100100
Ergonomie150128130
Innengeräusche501024
Geräuscheindruck1008688
Klimatisierung504040
Federung leer200105112
Federung beladen200105112
Kapitelbewertung1000622646
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Motor & Getriebe

V10-Sauger gegen Sechszylinder-Boxer-Biturbo, Mittelmotor gegen Heckmotor, 5,2 Liter Hubraum mit 525 PS gegen 3,6 Liter Hubraum mit 480 PS. Das sind die Eckdaten des technischen
Duells auf Seiten der Triebwerke. Fühlen wir den beiden also auf den Zahn und prüfen, was die
Aggregate wirklich können. Am wichtigsten ist dabei immer der Beschleunigungswert von null auf 100 km/h. Und da herrscht absolute Einigkeit. Kurze 3,7 Sekunden benötigen beide, um den Standardsprint zu erledigen. Einen marginalen Unterschied gibt es erst beim Knacken der 200-km/h-Marke. Beim Porsche registriert das Messgerät 11,9 Sekunden, beim Audi 12,1 Sekunden. Beide geben sich aber mit derartigen Geschwindigkeiten noch längst nicht zufrieden und beschleunigen fröhlich und vehement weiter. Der Vortrieb endet beim 911 Turbo bei 310 km/h, beim R8 sogar erst bei 316 km/h. In Sachen Fahrleistungen können wir also ein Unentschieden attestieren. Mehr Arbeit, um in diese Geschwindigkeitsregionen vorzudringen, hat dabei allerdings der Porsche-Fahrer, der eine normale Sechsgangschaltung, die
exakt und knackig geführt ist, zu bedienen hat. Im Audi ist das
automatisierte R tronic-Getriebe für 7400 Euro installiert, das über Wippen am Lenkrad oder den Schalthebel durch einfaches Drücken betätigt wird. Die einzelnen Gangwechsel erfolgen erfreulich schnell und ohne große Zugkraftunterbrechung. Warum man zum Hochschalten den Schalthebel allerdings nach vorn und zum Herunterschalten nach hinten ziehen muss, bleibt ein
Geheimnis der Audi-Ingenieure. Diese Schaltweise ist gewöhnungsbedürftig.

Aber auch wer es nicht auf die reinen Sprintfähigkeiten abgesehen hat, kommt mit diesen Supersportlern auf seine Kosten. Beide Triebwerke sind überaus durchzugsstark und problemlos mit niedrigen Drehzahlen zu fahren. 620 Newtonmeter liegen beim Porsche schon ab 1950 Touren an, beim Audi sind es 530 Newtonmeter, allerdings erst ab 6500 Umdrehungen. Trotzdem begeistert der Ingolstädter mit einer gleichmäßigen Kraftentfaltung, während beim Stuttgarter deutlich der Einsatz der Turbolader zu spüren ist – die Insassen werden mit Vehemenz in die Rückenlehnen der Sitze gepresst. Im ersten Moment ein erschreckendes Gefühl, dann aber umso faszinierender.

Der gravierendste Unterschied der beiden verschiedenen Motorenkonzepte zeigt sich an der Tankstelle. Selbstverständlich verlangen diese Triebwerke teures Super Plus. Aber während der Porsche im Test mit verhältnismäßig sparsamen 12,6 Litern pro 100 Kilometer auskommt, muss der Audi-Fahrer für die gleiche Distanz 15,4 Liter bezahlen. Dieser Vorteil beschert dem Porsche den Sieg im Motor-Kapitel.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche 911 TurboAudi R8 5.2 FSI quattro
Beschleunigung150149149
Elastizität10000
Höchstgeschwindigkeit150135140
Getriebeabstufung1009694
Kraftentfaltung504548
Laufkultur1009094
Verbrauch32514390
Reichweite251010
Kapitelbewertung1000668625
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 Turbo

PS/KW 480/353

0-100 km/h in 3.70s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 310 km/h

Preis 140.152,00 €

Audi R8 5.2 FSI quattro

PS/KW 525/386

0-100 km/h in 3.70s

Allradantrieb, permanent, 6-Gang, automatisiert

Spitze 316 km/h

Preis 149.800,00 €