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Auto Vergleichstest Fünfkampf der Kombinierer

Vergleichstest Mittelklasse-Kombis

Ford Mondeo 2.0 TDCi | Mazda 6 Sport Kombi 2.2 CD | Peugeot 407 SW HDi FAP 140 | Toyota Avensis Combi 2.2 D-4D | VW Passat Variant 2.0 TDI
Der neue Toyota Avensis und der Mazda 6 mit neuem Turbodiesel bringen frischen Wind in die Kaste der Mittelklasse-Kombis. Im ersten Vergleichstest der Diesel mit rund 150 PS treffen sie auf Ford Mondeo Turnier, Peugeot 407 SW und VW Passat Variant

Möglichst in jede Parklücke passen, aber vier Personen samt Gepäck genügend Platz bieten. Spaß machen beim Gasgeben, Bremsen und Lenken. Aber trotzdem komfortabel und preiswert im Unterhalt sein – und sicher. Und umweltfreundlich, natürlich.

Wir gehen heute mit viel höheren Erwartungen an ein neues Auto heran – und wie gut ein Auto diesen Erwartungen gerecht wird, ergründet die AUTO ZEITUNG in ihren Vergleichstests. Hier treffen fünf Kombis aufeinander, die mit Basispreisen zwischen 26 750 Euro (Peugeot 407 SW) und 29 150 Euro (Ford Mondeo) nicht ganz billig, aber durchaus für viele Käufer erschwinglich sind. Sie messen sich im Fünfkampf der Kombinierer mit Dieselmotoren.

Das Leistungsspektrum reicht von 140 PS (Ford, Peugeot und VW) über 150 PS im flammneuen Toyota Avensis Combi 2.2 D-4D bis zu den 163 PS des Mazda 6 Sport Kombi 2.2 CD. Autos der Vernunft also, denn saubere Diesel passen in die Zeit – und mit reichlich Drehmoment gelingt es ihnen auch, am Steuer keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Karosserie

Dafür sorgt der Peugeot 407 SW, ausgerechnet das dienstälteste Auto dieser Runde, auch mit seiner Optik. Der entgegen der Fahrtrichtung verlaufende Bogen der letzten Dachsäule, die weit in die Flanken gezogene Heckscheibe und auch die sehr weit nach vorn reichende Windschutzscheibe bescheren ihm eine Sonderstellung, für die er aber unerbittlich Tribut fordert: Er ist nach vorn und auch nach schräg hinten am unübersichtlichsten, wobei der neue Toyota Avensis mit seinen eher kleinen Fensterfl ächen auch nicht erheblich besser ist.

Auch beim Kofferraumvolumen fällt der Peugeot aus dem Rahmen. Mit 448 bis 1365 Litern bei umgeklappten Rücksitzen zeigt er unmissverständlich, dass er den Kombi-Gedanken eher im Stil der Lifestyle-Vertreter interpretiert. Denn im Grunde sind dies Werte, die ein guter Kompakt-Kombi bei deutlich geringer Länge realisiert.

Wie es anders geht, zeigen die Konkurrenten, allen voran der Passat. Beim Maximal-Volumen muss er sich zwar mit 1731 Litern knapp dem Ford Mondeo Turnier und dem Mazda 6 Sport Kombi geschlagen geben. Doch unter dem geschlossenen Gepäckraumrollo des Wolfsburger Erfolgsmodells bleiben bei nicht umgeklappten Rücksitzen mindestens 603 Liter Ladevolumen.

Das schafft keiner der Rivalen auch nur ansatzweise; mit 519 (Mazda) bis 543 Litern (Toyota) ist eine Familie allerdings selbst auf der Fahrt in den Urlaub gut bedient. Große Sorgen, die erlaubte Zuladung zu überschreiten, sind im Grunde nur beim Passat berechtigt: Der üppig mit Extras augestattete Testwagen
brachte 1623 Kilogramm auf die Waage, so dass bei 517 Kilogramm Zuladung das Limit erreicht ist.

Die Konkurrenz bietet da mehr Reserven, die beim Mondeo besonders üppig ausgefallen sind: 695 Kilogramm kommen wohl kaum einmal zusammen. Wenn doch, sollte man den Ford sicherheitshalber mit einer Hinterachs-Niveauregulierung (665 Euro) bestellen. Auch VW hat dieses sinnvolle Extra im Proramm (730 Euro); die internationale Konkurrenz dagegen muss in diesem Punkt passen.

Die Japan-Kombis gefallen dafür allerdings mit ausgeklügelten Klapp-Mechanismen der Rücksitze. Beim Toyota genügt zum Beispiel nur ein Handgriff, schon falten sich die Lehnen zusammen. Beim Mazda kann man die federbelasteten Lehnen sogar entriegeln, wenn man schon unter der geöffneten Heckklappe steht: Mit einem sanften Plopp legen sie sich flach und ermöglichen eine ebene Ladefl äche von knapp zwei Meter Länge.

Noch mehr bietet der VW – wenngleich nur gegen Zuzahlung von 86 Euro. Dann nämlich lässt sich die Beifahrersitzlehne flach nach vorn klappen, so dass man Langholz bis vor das Handschuhfach durchladen kann.

Erhebliche Unterschiede zeigt auch der Blick auf das Raumangebot im Innenraum. Wer angesicht
rund 4,80 Meter Länge üppige Platzverhältnisse erwartet, wird vom Peugeot 407 SW eines Besseren belehrt. Speziell auf der Rücksitzbank geht es eng zu für normal dimensionierte Erwachsene, denn Bein- und Kopfraum sind stark begrenzt. Auch vorn wirkt der Peugeot trotz stattlich bemessener Ellbogenfreiheit nicht eben großzügig geschnitten.

Vier lange Kerls reisen am besten im Ford Mondeo. Weder Vordernoch Hintermänner müssen sich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlen. Der Mazda und auch der VW schneiden beim Platzangebot allerdings nicht wesentlich schlechter ab. Der Toyota erreicht dieses Maß ebenfalls und verfügt in der zweiten Reihe über spürbar mehr Platz für lange Beine als der 407 SW.

Bei der Sicherheitsausstattung punktet der Passat am besten. Airbags für die Beine des Fahrers wie der Ford, der Peugeot und der Toyota hat er zwar nicht, doch er lässt sich – wie der Peugeot – mit Seitenairbags hinten ausrüsten. Wie der Mondeo bietet er gegen Aufpreis auch integrierte Kindersitze auf der Rücksitzbank, die den Alltag einer jungen Familie oft kolossal vereinfachen.

Was moderne Fahrerassistenzsysteme angeht, muss der Peugeot komplett passen. Abstandsregeltempomat (optional bei Ford, Toyota und VW), Toter-Winkel- Warner oder Spurhalteassistent sind für den 407 nicht erhältlich. Der Passat wiederum alarmiert den Fahrer gegen Aufpreis beim ungewollten Verlassen der Fahrspur, der Mazda (ebenso aufpreispflichtig) meldet sich, wenn ein Fahrspurwechsel wegen schnelleren Parallelverkehrs auf der Nebenspur gefährlich wäre.

Und der Avensis? Er verfügt prinzipiell über das komplette Paket bis hin zu Precrash-Funktionalitäten, erlaubt sich dabei aber einen sehr kundenfeindlichen Lapsus: Alle diese unfallvermeidenden Systeme gibt es nur im Top-Modell TEC-Edition, das mit Komplettausstattung inklusive Getriebeautomatik satte 38 950 Euro kostet und damit wohl kaum auf nennenswertes Käuferinteresse stoßen dürfte.

karosserie
  Max.
Punkte
VW Passat Variant 2.0 TDI Mazda 6 Sport Kombi 2.2 CD
Raumangebot vorn 1007980
Raumangebot hinten 1007676
Übersichtlichkeit 703231
Bedienung/ Funktion 1008380
Kofferraumvolumen 1006556
Variabilität 1004845
Zuladung/ Anhängelast 804043
Sicherheit 15010185
Qualität/ Verarbeitung 200180176
Kapitelbewertung 1000704672
 

Autos im Test


Vergleichstest Mittelklasse-Kombis
VW Passat Variant 2.0 TDI
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.00s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 206 km/h
Preis 29025 €
mehr
Vergleichstest Mittelklasse-Kombis
Mazda 6 Sport Kombi 2.2 CD
PS/KW 163/120
0-100 km/h in 8.80s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 210 km/h
Preis 29100 €
mehr
Vergleichstest Mittelklasse-Kombis
Ford Mondeo 2.0 TDCi
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.30s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 205 km/h
Preis 29150 €
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Vergleichstest Mittelklasse-Kombis
Toyota Avensis Combi 2.2 D-4D
PS/KW 150/110
0-100 km/h in 9.60s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 210 km/h
Preis 28950 €
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Vergleichstest Mittelklasse-Kombis
Peugeot 407 SW HDi FAP 140
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.70s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 203 km/h
Preis 26750 €
mehr