Spanische Offerte
Vergleichstest Mittelklasse
Aus AUTO ZEITUNG 11 / 2009
In der Mittelklasse waren die Spanier bisher nicht sonderlich erfolgreich. Der neue Seat Exeo soll’s nun richten mit bewährter Audi A4-Technik. Reicht das für die Konkurrenz?
Ein kluger Schachzug: Man baut ein neues Auto, das eigentlich ein altes ist, sich aber in einer Liga bewährt hat, in der man selbst als Hersteller bislang nicht präsent war. Man versehe es mit dem neuen Markengesicht, modernen Motoren und einem günstigen Preis. Nach diesem Rezept verfuhr Seat beim neuen Exeo, der eigentlich die iberische Ausgabe des letzten Audi A4 darstellt, der seinerzeit in der Mittelklasse die Premium-Fahne trug.
Da stellt sich die Frage, wie das Kräftemessen mit Konzernkonkurrenten wie VW Passat, Skoda Superb in der besonders populären 140-PS-Diesel-Klasse und dem neuen Rivalen aus Rüsselsheim, dem 160 PS starken Opel Insignia, ausgeht.
Karosserie
Der wuchtige Armaturenträger im Exeo trägt dazu bei, dass er sich vorne spürbar enger anfühlt als die Konkurrenz. Im Fond mangelt es ihm etwas an Kniefreiheit, was aber weit weniger schwer wiegt, als etwa das stark nach innen eingezogene coupéhafte Insignia-Dach, weshalb das Raumgefühl hier schlechter ausfällt als bei den Testgegnern.
Im Passat und erst recht im Skoda fühlen sich die Passagiere weitaus besser untergebracht. Das gilt auch fürs Gepäck. Der Superb-Kofferraum kann dank des Twin- Door-Prinzips entweder über den klassischen Kofferraumdeckel oder eine Heckklappe erreicht werden. Dort stehen zwischen 565 und 1670 Liter bei umgelegter Rücksitzlehne zur Verfügung. Am anderen Ende liegt der Seat mit 460 bis 833 Liter.
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Bei Qualität und Verarbeitung kann der Seat dafür mit hoher Materialgüte und peniblen Passungen punkten. Offenbar haben die Spanier nicht nur die Fertigungsanlagen, sondern auch das Qualitätsverständnis aus Ingolstadt importiert.
An der Bedienung der Testkandidaten gibt es kaum etwas auszusetzen. Im Opel wirkt die Rastung des Drehknopfes für die Navigationsbedienung eine Spur zu leichtgängig, und im Passat fällt das hakelige Handling des bartlosen Zündschlüssels auf.
Dafür lässt sich der VW als einziger mit integrierten Kindersitzen im Fond ausstatten (725 Euro). Dazu bekam der Mittelklässler auf seine alten Tage noch einen Spurassistent spendiert (515 Euro). Beim Insignia verfügt er als „Opel Eye“ für 525 Euro noch zusätzlich über eine Verkehrsschilderkennung.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Opel Insignia 2.0 CDTI | Skoda Superb 2.0 TDI | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 79 | 81 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 67 | 94 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 32 | 35 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 83 | 85 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 44 | 60 | ||||||
| Variabilität | 100 | 23 | 27 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 39 | 44 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 93 | 94 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 176 | 180 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 636 | 700 | ||||||
Autos im Test
Opel Insignia 2.0 CDTI
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VW Passat 2.0 TDI
Seat Exeo 2.0 TDI




















































