Auto Vergleichstest Prestige-Frage
Vergleichstest Diesel-Limousinen Prestige-Frage AZ 20/2008 Audi A6 2.0 TDIe gegen Skoda Superb 2.0 TDI
Aus AUTO ZEITUNG 20 / 2008
Im neuen A6-Einsteiger-Diesel soll so sparsam sein wie nie – deshalb sind die Gänge fünf und sechs auch länger übersetzt
Mit aufgefrischtem Make-up und neuen inneren Werten startet der Audi A6 durch. Als 2.0 TDI e kombiniert er Image und Luxus der Oberklasse mit geringem Verbrauch. Doch tut es der billigere und stärkere Skoda Superb 2.0 TDI nicht ebenso gut oder gar besser?
Da weiß man, was man hat – und zeigt es auch. Gründe, sich für die Oberklasse zu entscheiden, gibt es viele. Design, Qualität und Sicherheit gehören ebenso dazu wie das Image. Wer etwa Audi A6 kauft, muss dem Nachbarn nichts erklären.
Nun erfuhr der A6 eine kleine Modellpflege. Dank einigen Designretuschen samt optionalem LED-Tagfahrlicht, neuen Motoren, erweiterter Multimedia- und Sicherheitselektronik sowie verbessertem Komfort soll er so attraktiv sein wie nie zuvor.
So sparsam wie nie soll er auch sein – vor allem der neue Einsteiger-Diesel 2.0 TDI e mit einer bedarfsgerecht betriebenen Servopumpe der Lenkung, in Beschleunigungsphasen abgekoppelter Lichtmaschine und länger übersetzten Gängen fünf und sechs.
Ketzerische Frage vieler, die 35100 Euro Grundpreis für happig halten:Was kann dieser Audi besser als der Skoda Superb, der bekanntlich mehr als genügend Platz bietet, auch sonst nichts anbrennen lässt und mit Preisen aufwartet, als habe es die letzen Jahre keine Inflation gegeben?
Selbst mit dem Top-Diesel, dem 170-PS-Zweiliter, kostet der Superb rund 8000 Euro weniger als der 136 PS starke A6. Das reicht für einen unbeschwerten Bummel durch die Sonderausstattungs-Abteilung nach dem Motto „Einmal Superb mit allem bitte“ oder einen kleinen gebrauchten Zweitwagen. Also doch gar nicht so ketzerisch, die Frage. Oder?
Karosserie
Taxifahrer und all jene, deren Kinder im Basketball-Verein alle Mitspieler um Haupteslänge überragen, werden im Audi keine Alternative zum Skoda sehen. Denn der Superb wartet im Fond mit einer Raumfülle auf, die sprachlos macht.
Doch auch im Audi reicht der Beinraum gut für erwachsene Mitfahrer. Die sind dank spürbar mehr Innenbreite auch eher gewillt, einen Dritten in die Mitte zu nehmen. Durch die große Heckklappe, die sich jedoch nur umständlich öffnen lässt, ist der Skoda allerdings leichter zu beladen und hat bei geklappten Rücksitzen auch mehr Potenzial für kleinere Möbeltransporte als der Audi.
Doch was Übersichtlichkeit und Rundumsicht angeht, punktet der Premium-Ingolstädter dank schmalerer Dachsäulen. Er rechtfertigt seinen Preis auch durch die nochmals bessere Verarbeitung und zeigt Kompetenz im Bereich der Sicherheit: Seit der Modellpflege gibt es gegen Aufpreis Totwinkel-Warnung und Spurhalteassistenz.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Audi A6 2.0 TDI e | Skoda Superb 2.0 TDI | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 88 | 81 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 84 | 94 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 39 | 35 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 86 | 85 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 46 | 56 | ||||||
| Variabilität | 100 | 10 | 25 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 37 | 39 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 100 | 95 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 189 | 180 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 679 | 690 | ||||||
























































