Die Könige der Stadt
Vergleich Kleinwagen
Aus AUTO ZEITUNG 22 / 2008
Ford Fiesta 1.4 Eine bullige Front und eine steil ansteigende Seitenlinie: Der Ford Fiesta mimt jetzt auch optisch den Dynamiker unter den Kleinwagen
Mehr Komfort und Sicherheit – der neue Ford Fiesta ist da. Nun muss er gegen VW Polo und Opel Corsa zeigen, was er kann. Im Test: die Fünftürer
Der ewige Kampf um die deutsche Kleinwagen-Krone geht in eine neue Runde: Der brandneue Ford Fiesta tritt zum traditionellen Dreikampf gegen seine härtesten Gegner Opel Corsa und VW Polo an, will sie in der Gunst der Käufer ausstechen. Die Rezeptur für einen Erfolg scheint stimmig – mit bulliger Front, keilförmig ansteigender Seitenlinie und keckem Heck. Doch wie steht es um die inneren Qualitäten des Kölner Beaus?
Karosserie
Durch Betätigen der massiven Bügelgriffe gelangt man in den Innenraum des Kölners. Wie beim Corsa vermittelt der große Abstand zur Windschutzscheibe ein vanartiges Raumgefühl mit großzügiger Bewegungsfreiheit. Obwohl der Fiesta die größte Innenbreite bietet, kann er den Vorteil gegenüber dem Opel nicht ganz ausspielen, da die breiten Türauflagen die Bewegungsfreiheit einschränken.
Nicht ganz so gut, aber immer noch wacker schlägt sich der Dienstälteste in diesem Vergleich, der VW Polo. Zwar kann der seit 2001 gebaute und 2005 überarbeitete Volkswagen vorn nur wenig gegen die modernere Konkurrenz ausrichten, dafür liegt er im Fond mit respektablen Innenabmessungen gleichauf mit dem Corsa. Zwar gibt auch der Ford keinen Grund zur Klage, doch beeinträchtigt das stark eingezogene Dach die Kopffreiheit von Großgewachsenen. Für einen Kleinwagen erweist sich der Fiesta außerdem als etwas zu unübersichtlich, zudem erschwert die hohe Ladekante das Beladen des Schönlings.
Wer im durchgestylten Innenraum des Kölners Platz nimmt, hat das Gefühl, in einem Raumschiff zu sitzen: Das Cockpit samt sehr gut ablesbarer Instrumente und haptisch ansprechender Soft-Touch-Oberflächen mutet futuristisch an. Die Sicherheitsausstattung umfasst neben ESP (bei Corsa und Polo gegen Aufpreis) sogar einen Knieairbag für den Fahrer. Nur beim Opel kosten Kopfairbags keinen Cent extra. Darüber hinaus hat er viele – wenn auch optionale – Features zu bieten.
So gibt es ein Kurvenlicht, eine Berganfahrhilfe und sogar Notlaufreifen. Auch ist er variabler. Denn neben den bei Ford ebenfalls serienmäßigen geteilten Rücksitzlehnen gibt es bei ihm einen doppelten Ladeboden gleich mit dazu. Darüber hinaus wartet er als einziger mit einem pfiffig integrierten Fahrradträger (530 Euro) auf, der aber knapp 30 Kilogramm wiegt.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | VW Polo 1.4 | Ford Fiesta 1.4 | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 60 | 62 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 40 | 39 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 43 | 39 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 86 | 83 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 18 | 20 | ||||||
| Variabilität | 100 | 20 | 20 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 30 | 24 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 55 | 65 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 135 | 138 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 487 | 490 | ||||||
Autos im Test
VW Polo 1.4
Ford Fiesta 1.4
Opel Corsa 1.4

























































