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Oberklasse: Audi A6, BMW 5er und Mercedes E

Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse

Fahrkomfort

So reist man sowohl im Audi als auch im BMW und im Mercedes in gediegenem Ambiente und mit dem heimeligen Gefühl, gut behütet zu sein. Großen Anteil daran hat natürlich der Federungskomfort. Den verbessert im Audi-Testwagen die adaptive Luftfederung (adaptive air suspension, 1950 Euro), die im Komfort-Modus sehr harmonisch zu Werke geht und lediglich auf kurzen Stößen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stößt.

Auch Mercedes bietet für die E-Klasse ein solches System an. 1999 Euro kostet die Airmatic, doch nach ausgiebigen Testfahrten mit dem E 350 CGI in der Avantgarde-Ausstattung und hier serienmäßigem Sportfahrwerk scheint sie durchaus verzichtbar. Wie der Audi und der BMW, der auf derbem Geläuf mit Lenkradzittern und unruhiger Vorderachse Federn lässt, quittiert der Mercedes tiefliegende Kanaldeckel und ähnliche Stolpersteine zwar deutlich. Schlechte Landstraßen mit Wellen und Buckeln nimmt er aber kaum weniger souverän als etwa ausgesprochene Luxusliner à la S-Klasse.

Mit zunehmender Beladung verliert er naturgemäß, wie auch der BMW, an Restfederweg, während der luftgefederte Audi unter diesen Umständen noch an Komfort gewinnt. Doch wer öfters mal einen Tag im Auto zubringt und dabei nicht nur topfebene Pisten unter die Räder nimmt, kann in dieser Klasse nichts Besseres kaufen als den neuen Mercedes.

Einen Teil des durch den Airmatic-Verzicht gesparten Geldes ist wiederum bestens angelegt in Multikontursitze (619 Euro), die sich sehr gut auf den Körperbau von Fahrer und Beifahrer einstellen lassen. Die schmalen Bedienrädchen liegen zwar ungünstig zwischen Sitz und Mitteltunnel, doch dafür ist ja die normale elektrische Sitzeinstellung der E-Klasse in der Türverkleidung eindeutig besser platziert als die Hebel im 5er und im A6.

Auch der A6- und der 5er-Testwagen traten mit aufpreispflichtigen Sitzen an: Die Komfortsitze des 530i stehen den Mercedes-Sitzen in nichts nach, sind aber mit  2050 Euro schmerzhaft teuer. Die Sportsitze des Audi wiederum kosten nur 619 Euro, erlauben aber keine sonderlich tiefe Sitzposition und sind im Bereich der Sitzfläche so schmal ausgeführt, dass nicht jede Statur in ihnen glücklich wird.
Beim Geräuschkomfort hat das  deutsche Oberklasse-Trio ein Niveau erreicht, das nur mit immens viel Aufwand noch einmal deutlich verbessert werden kann. Beim vollen Ausdrehen sind die Motoren zwar hier wie da zu hören. Doch bei konstantem Tempo selbst jenseits der 200 km/h unterlegt allein zurückhaltendes Windrauschen die Bilder der vorbeiziehenden Landschaft

FahrkomfortMax. PunkteMercedes E 350 CGIAudi A6 3.0 TFSI quattroBMW 530i
Sitzkomfort vorn150128120128
Sitzkomfort hinten100818083
Ergonomie150121118115
Innengeräusche50484749
Geräuscheindruck100837478
Klimatisierung50434041
Federung leer200155147143
Federung beladen200150151141
Kapitelbewertung1000809777778
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Motor & Getriebe

Der per Kompressor zwangsbeatmete Audi-V6 setzt sich prächtig in Szene. Er hat nicht nur bei den Fahrleistungen den schwächeren BMW, sondern auch den fast gleichstarken Mercedes im Griff. Leider befindet sich die Audi-Sechsstufenautomatik immer in Lauerstellung. Sie reagiert auf nahezu jeden Gasbefehl mit überstürztem Zurückschalten und verharrt deutlich länger in den einzelnen Stufen als die Schaltboxen von Mercedes und insbesondere BMW.

Vor allem die Automatik des 5er ist jeder Herausforderung gewachsen. Im Vergleich zu der des Audi fallen die Schaltvorgänge nicht nur schneller, sondern auch weicher aus. Ohnehin präsentiert sich der gesamte Antriebsstrang des 530i in diesem Trio als ausgesprochen souverän. Zum einen begeistert der Motor mit einer sehr spontanen Gasannahme und ungenierter Drehfreude. Zum anderen beweist der Münchner auch in diesem Feld der Direkteinspritzer den effizientesten Umgang mit Treibstoff. Durchschnittlich 10,8 Liter – allerdings teures Super Plus – verbraucht der 530i auf 100 km und benötigt damit 0,7 Liter weniger als der Audi und einen halben Liter weniger als der Mercedes.

Die Stärken des großvolumigen V6 der E-Klasse liegen in seiner Gelassenheit. Selbst bei Kickdown und vollem Leistungseinsatz kommt keine Hektik auf. Die neue E-Klasse wirkt beruhigend, ohne langsam zu sein. Der laufruhige Motor und die butterweich schaltende Siebengangautomatik harmonieren exzellent. Lediglich das im Vergleich zu Audi und BMW zögerliche Ansprechverhalten des Antriebs auf Gasbefehle stört ein wenig.

Motor und getriebeMax. PunkteMercedes E 350 CGIAudi A6 3.0 TFSI quattroBMW 530i
Beschleunigung150127131124
Elastizität100000
Höchstgeschwindigkeit150909090
Getriebeabstufung100848590
Kraftentfaltung50424242
Laufkultur100858085
Verbrauch325167163176
Reichweite25131211
Kapitelbewertung1000608603618
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes E 350 CGI

PS/KW 292/215

0-100 km/h in 6.60s

Hinterrad, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 51.944,00 €

Audi A6 3.0 TFSI quattro

PS/KW 290/213

0-100 km/h in 6.00s

Allradantrieb, permanent, 6-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 48.600,00 €

BMW 530i

PS/KW 272/200

0-100 km/h in 7.00s

Hinterrad, 6-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 46.500,00 €