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Sportlimousinen von Audi, BMW, Jaguar, Mercedes und Porsche

Sportlimousinen von Audi, BMW, Jaguar, Mercedes und Porsche

Fahrkomfort

Wegen eingeschlafener Glieder dürfte die allerdings kaum einmal erforderlich sein, denn die aktiven Multikontursitze des E 63 (1488Euro) gehören zum Besten, was ein Autofahrer sich gönnen kann. Die Sportsitze des Audi RS 6, der bei aller Straffheit dank adaptiver Dämpfer mit ordentlichem Federungskomfort aufwartet, und die des M5 sind aber nahe dran. Die sehr bequemen Porsche-Sitze wiederum sind ein wenig schmal geschnitten und die des Jaguar (serienmäßig heiz- und lüftbar vorn) etwas zu zierlich geraten.

Der vorn und hinten luftgefederte Panamera wirkt auf mäßig gepflegten Landstraßen zittrig und lässt Fahrwerksgeräusche hören. Die sind auch dem an der Hinterachse luftgefederten Mercedes nicht gänzlich fremd. Der AMGTestwagen war mit dem aufpreispflichtigen Performance-Paket inklusive Sportfahrwerk ausgerüstet, das speziell auf kurzen Querfugen Komfortdefizite erkennen lässt.

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Die zeigt auch der BMW M5, der mit steigender Beladung zwar geschmeidiger federt, im Extrem aber an der Hinterachse durchschlägt. Keine solche Blößen kennt der Jaguar, der sehr geschmeidig abrollt und zudem mit der angenehmsten Akustik verwöhnt. Außer Windgeräuschen ist nicht viel zu hören in der englischen Katze, während der Mercedes mit seinem bollernden Auspuffton auf Langstrecken früher oder später ebenso nervt wie der beim Ausdrehen metallisch krakeelende M5.

Beim Klima-Komfort setzt der Porsche die Maßstäbe: Sitzheizung serienmäßig auf allen Plätzen, Vier-Zonen-Klimaautomatik mit umfassender Regelung für jeden Platz sowie Sitzbelüftung vorn und hinten prädestinieren ihn fast zur Chauffeurs-Limousine.

FahrkomfortMax. PunktePorsche Panamera TurboAudi RS6Mercedes E 63 AMGJaguar XFRBMW M5
Sitzkomfort vorn150137141143134138
Sitzkomfort hinten1008578837383
Ergonomie150111113121109115
Innengeräusche504026324134
Geräuscheindruck1007778758173
Klimatisierung504740414538
Federung leer200130137130144133
Federung beladen200128135125139123
Kapitelbewertung1000755748750766737
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Motor & Getriebe

Wer sich für eines dieser fünf Geschosse interessiert, wird jedoch in erster Linie nach den Leistungsdaten fragen. Und da schlägt die Stunde des Audi: 580 PS sind nicht zu toppen. Zumal, wenn sie so lässig bereitgestellt werden wie vom RS 6. Das V10-Triebwerk mit Direkteinspritzung und zwei Turboladern schiebt in annähernd jedem Drehzahlbereich mit unbändiger Wucht an. Begleitet von einem tiefen Brummen sprintet der Allrad-Audi in 4,5 Sekunden von null auf 100. In nur 14,6 Sekunden erreicht er 200 km/h. Wer kann’s besser?

Der Porsche! Trotz der relativ geringen Power von 500 PS rennt er noch rasanter: 3,9 auf 100, 13,5 auf 200 km/h. Noch Fragen? Möglich machen dies unter anderem das irrsinnige Drehmoment von 770 Nm im Overboost und die Launch Control – beides im Sport Chrono Paket (1892 Euro) gebündelt. Außerdem sind die unteren Gänge des automatisierten Doppelkupplungsgetriebes beim Turbo kürzer übersetzt als bei der harmonischen Wandler-Automatik des RS 6.

Die bezaubernden Messehostossen der IAA 2009 finden Sie hier:
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Ein echter Sprinter (4,6 s/14,2 s) ist auch der M5, der seine Leistung von „nur“ 507 PS im Power-Modus (sonst 400 PS) mit schier grenzenloser Drehfreude und dem niedrigsten Gewicht (1740 kg) ausgleicht. Gegen Aufpreis lässt sich sein elektronisches Tempolimit zudem auf 305 km/h anheben, womit er gar den Porsche bürstet. Das sequenzielle Siebenganggetriebe ist aber mit seinen verzögerten und manchmal harten Gangwechseln nicht mehr konkurrenzfähig. Dafür senken neuerdings Leichtlauföl im Differenzial, ein bedarfsgesteuerter Klimakompressor und ein optimierter Generator den EU-Verbrauch um 0,4 Liter. Im Test benötigten wir mit 16,3 Litern sogar 1,1 Liter weniger als früher.

Sparsamster im Test ist aber der AMG mit 14,3 Litern – für ein Auto mit gut 1,8 Tonnen und 525 PS aus 6,2 Liter Hubraum, wohlgemerkt. Außerdem bietet der V8- Sauger ein wahrhaft ergreifendes Sounderlebnis. Die Automatik mit Nasskupplung anstatt eines konventionellen Wandlers arbeitet sehr effizient, neigt aber zu harschen Rucken beim Zurückschalten.

Der Kompressor-geladene V8 im Jaguar wirkt vollkommen unspektakulär. Seine Automatik arbeitet schmuseweich, aber blitzschnell. Der Motor ist ebenso kultiviert wie elastisch: Im manuellen Modus etwa benötigt der Brite 6,4 s für den Spurt von 60 auf 100 km/h im Fünften, wofür sich der zweitbeste in dieser Disziplin, der Porsche, 8,8 s (6. Gang) Zeit nimmt.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche Panamera TurboAudi RS6Mercedes E 63 AMGJaguar XFRBMW M5
Beschleunigung150147143141140142
Elastizität100-----
Höchstgeschwindigkeit15013010210990111
Getriebeabstufung1009094949885
Kraftentfaltung504748454837
Laufkultur1008387849376
Verbrauch3251027711010871
Reichweite25128876
Kapitelbewertung1000611559591584528
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche Panamera Turbo

PS/KW 500/368

0-100 km/h in 3.90s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 303 km/h

Preis 135.154,00 €

Audi RS6

PS/KW 579/426

0-100 km/h in 4.50s

Allradantrieb, permanent, 6-Stufen-Automatik

Spitze 280 km/h

Preis 107.200,00 €

Mercedes E 63 AMG

PS/KW 525/386

0-100 km/h in 4.70s

Hinterrad, 7-Stufen-Automatik

Spitze 300 km/h

Preis 105.791,00 €

Jaguar XFR

PS/KW 510/375

0-100 km/h in 4.80s

Hinterrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 250 km/h

Preis 89.900,00 €

BMW M5

PS/KW 507/373

0-100 km/h in 4.60s

Hinterrad, 7 Gang Automatik

Spitze 305 km/h

Preis 94.700,00 €