Noble Sparer
Sparen mit High-Tech
Aus AUTO ZEITUNG 18 / 2008
Auf der "Auto Mobil International" (AMI) in Leipzig präsentierte Mercedes …
Es gibt billigere Kompakte als den BMW 116i oder den Mercedes A 170 BlueEfficiency. Dafür versprechen die höchst unterschiedlichen Fünfsitzer erfreulich niedrige Tankrechnungen, da intelligente Start-Stopp-Automatiken ihren Motoren bei jedem Halt eine Nulldiät verordnen
Das kleine Glücksgefühl kommt an jeder Ampel: Während die Nachbar-Autos leise grummelnd Benzin verschwenden, fällt die Drehzahlmessernadel im BMW 116i und im Mercedes A 170 BlueEfficiency auf null, und ein kleines Symbol im Cockpit signalisiert: Jetzt verbrauchst du nichts, keinen Tropfen. Und keine Bange: Beim Treten der Kupplung springt der Motor so schnell wieder an, dass du ganz normal anfahren kannst.
Bei BMW ist die Start-Stopp-Automatik bei allen handgeschalteten Vierzylindern Bestandteil des serienmäßigen Efficient-Dynamics-Pakets, das den Verbrauch auch durch bedarfsgerecht gesteuerte Zusatzaggregate und verschließbare Kühllufteinlässe minimiert. Mercedes bietet das System nun gegen 298 Euro Aufpreis in der A-Klasse an und verspricht für den A 170 BlueEfficiency bis zu 0,5 Liter Minderverbrauch gegenüber dem Normal-Modell. Den sollen neben der Leerlauf-Abschaltung zusätzlich rollwiderstandsoptimierte Reifen und eine Schaltanzeige bringen, über die auch der BMW verfügt.
Karosserie
Abgesehen von diesen Spar-Technologien präsentieren sich die zwei als Kompakte für sehr unterschiedliche Bedürfnisse: fast schon opulente, durch große Seitenscheiben subjektiv verstärkte Raumfülle im Mercedes, coupéhaftintime, hinten sehr intime Enge im BMW.
Keine Frage, welchen der zwei Kandidaten drei oder gar vier Erwachsene für eine längere Ausfahrt wählen würden, zumal der Mercedes mehr Gepäck schluckt und viel variabler ist: Gegen Zuzahlung lässt sich der Beifahrersitz flachlegen oder gar ausbauen. Dann passen knapp zwei Kubikmeter Gepäck an Bord, wobei das Verladen dank ebenem Ladeboden und niedriger Ladekante auch leichter vonstatten geht als im 1er BMW.
Der hat in diesem Kapitel wenig zu melden, toppt die A-Klasse aber bei der Übersichtlichkeit, der Zuladung und der Sicherheitsausstattung: Denn wieso Mercedes sich Kopfairbags extra bezahlen lässt, obwohl Sicherheit als Kernwert der Marke gilt, bleibt schleierhaft.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | BMW 116i | Mercedes A 170 BlueEfficiency | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 56 | 65 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 47 | 57 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 57 | 36 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 82 | 86 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 45 | 49 | ||||||
| Variabilität | 100 | 23 | 39 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 26 | 23 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 100 | 89 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 175 | 183 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 611 | 627 | ||||||
Autos im Test
BMW 116i
Mercedes A 170 BlueEfficiency


















































