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Skoda Superb 2.0 TDI vs. VW Passat 2.0 TDI

Kein Wasserträger

Mit dem Skoda Superb der zweiten Generation erwächst dem bisherigen Klassenprimus VW Passat ein ausgesprochen starker Gegner – aus den Reihen des eigenen Konzerns. Erstes Kräftemessen der Common-Rail-Diesel

Der erste Skoda Superb der Neuzeit erwies sich nach seinem Debüt 2001 schnell als eine Art Universalantwort auf die Frage nach einer Alternative zu den etablierten Vertretern der Mittelklasse. Und sogar gegen die Modelle der Oberklasse konnte sich das Raumwunder aus Tschechien behaupten. Doch das Image des Emporkömmlings und die biedere Optik haben dem Top-Skoda den ganz großen Durchbruch bisher verwehrt.

Mittlerweile strahlt das grüne Markenlogo heller, als es manchen Vertretern des Volkswagen-Konzerns lieb ist, da es selbst Produkte teurerer Marken zuweilen in den Schatten stellt. Außerdem tritt der Superb der zweiten Generation nicht mehr als gestreckter Passat auf, sondern folgt selbstbewusst einer eigenen, durchaus gefälligen Liniengebung. Zum ersten Kräftemessen treten VW Passat und Skoda Superb mit Common-Rail-Dieselmotor an. Auf gehts.

Karosserie

Dass der Neuling dank längerem Radstand (52 Millimeter) und größerer Karosserie (plus 73 Millimeter) mehr Platz bietet als der Routinier von VW, ist logisch. Dass er allerdings das großzügige Raumgefühl des Wolfsburgers derart deutlich toppt, überrascht dennoch. Fahrer und Beifahrer profitieren von schmaleren Türen und einer etwas zierlicheren Mittelkonsole, die Passagiere im Fond schwelgen in einem wahrhaft verschwenderischen Platzangebot. Nicht, dass der Passat eng geschnitten wäre, aber so raumgreifend herumlümmeln wie im Superb kann man ansonsten allenfalls in einer S-Klasse mit langem Radstand.

Wer Gepäck verstauen möchte, dem steht in beiden Fahrzeugen ein Kofferraum mit üppigen 565 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Das Stummelheck des Skoda lässt sich jedoch dank des trickreichen TwinDoor-Kofferraumdeckels entweder wie ein konventionelles Stufenheck öffnen oder gibt auf Tastendruck den Weg durch eine riesige Heckklappe frei.

Außerdem lässt sich das Ladevolumen dank asymmetrisch geteilter Rücksitze auf maximal 1670 Liter erhöhen. Eine Durchreiche in der Lehne ist ebenfalls Standard. Der Passat kann ebenfalls die Rücksitze umlegen und verfügt auf Wunsch über eine separate Durchladeluke. Ferner stehen ein umlegbarer Beifahrersitz (86 Euro) und integrierte Kindersitze (rechts und links: 725 Euro) in der Aufpreisliste.

Damit sind wir auch schon bei der Sicherheitsausstattung, die beim Skoda marginal besser ausfällt (alle Details siehe Tabelle auf Seite 65). Zu den Highlights im Superb zählen der Knie-Airbag und die optionalen Bi-Xenonscheinwerfer mit intelligenter Steuerung (AFS), die neben einer Kurven- und Abbiegelicht-Funktion auch auf Regenwitterung und auf Autobahnfahrt reagiert sowie einen Sondermodus für Linksverkehr enthält. Absolut tadellos präsentiert sich zudem die Verarbeitungsgüte des Tschechen, der seinen deutschen Rivalen mit hochwertigerer Materialanmutung aussticht.

KarosserieMax. PunkteSkoda Superb 2.0 TDIVW Passat 2.0 TDI
Raumangebot vorn1008179
Raumangebot hinten1009479
Übersichtlichkeit703532
Bedienung/ Funktion1008583
Kofferraumvolumen1005639
Variabilität1002520
Zuladung/ Anhängelast804045
Sicherheit1509596
Qualität/ Verarbeitung200188182
Kapitelbewertung1000699655
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Skoda Superb 2.0 TDI

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 9.10s

Vorderrad, 6 Gang Automatik

Spitze 220 km/h

Preis 29.090,00 €

VW Passat 2.0 TDI

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.40s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 209 km/h

Preis 27.600,00 €