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Scharf gemacht: Mini gegen Fiat Grande Punto

Scharf gemacht

Fahrkomfort

Um den sportlichen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde das Fahrwerk hier wie dort nochmals eine Spur straffer gewählt. Beim Ritt über die Marterstrecken lässt der ruppig ansprechende Punto seine Insassen nie über den Fahrbahnzustand im Unklaren. Seine harte Feder-Dämpfer-Einheit mit kurzen Wegen speziell auf der Vorderachse regt die Karosserie zu ständigen Vertikalbewegungen an. Kommt es dann richtig derb, schlägt der Italiener sogar durch.

Sensibler und wesentlich rückenfreundlicher ist dagegen der Mini. Nur seine kurzen Sitze könnten mehr Seitenhalt haben. Auch lassen sich die Rücklehnen nicht wie beim Punto stufenlos verstellen. Der nennt spezielle Abarth-Sportsitze sein Eigen, die den Körper insgesamt gut abstützen, aber im Schulterbereich leicht drücken, was auf Dauer zu Unbehagen führt. Trotzdem, wegen des besseren Sitzkomforts, besonders im Fond, und der serienmäßigen Klimaanlage liegt der Abarth leicht vorn.

FahrkomfortMax. PunkteMini John Cooper WorksFiat Grande Punto Abarth esseesse
Sitzkomfort vorn1508590
Sitzkomfort hinten1003353
Ergonomie150110118
Innengeräusche502817
Geräuscheindruck1005248
Klimatisierung501933
Federung leer20011096
Federung beladen20010598
Kapitelbewertung1000542553
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Motor & Getriebe

Das Plus an Leistung beim Grande Punto Abarth esseesse wird im wesentlichen mittels Software-Eingriff ins Motormanagment sowie einer Erhöhung des Ladedrucks des Garrett-Turboladers (1,3 auf 1,8 bar) erzielt. Eine Overboost-Funktion lässt das maximale Drehmoment von 230 kurzfristig auf 272 Newtonmeter ansteigen. So begeistert der esseesse-Motor mit druckvollem Antritt und sprintet innerhalb von 7,3 Sekunden auf Tempo 100, das reicht für 215 km/h in der Spitze. Weniger überzeugen kann dagegen das Sechsganggetriebe, dass sich bei schnellen Schaltvorgängen recht hakelig und kratzend bemerkbar macht.

Ganz anders die extra für den John Cooper Works modifizierte Sechsgang-Box mit kurzen, knackigen Wegen sowie perfekter Abstufung. Auch die Maßnahmen zur Leistungssteigerung gestalten sich wesentlich aufwendiger. Sie reichen vom modifizierten Turbo mit mehr Ladedruck, einem überarbeitetem Zylinderkopf, den neuen Kolben bis hin zur Entdrosselung auf der Ansaug- und der Abgasseite. Dementsprechend lustvoll und drehfreudig schießt der Mini los, hat schon bei frühen 1850 Touren seinen Drehmomentgipfel (260 Nm; Overboost 280 Nm bei 2000 /min) erreicht. Der vehemente Druck steht gleichmäßig bis 5600 Umdrehungen zur Verfügung. Für Sportwagenfahrer mutiert das JCW-Modell zum ernsthaften Gegner, der in nur 6,4 Sekunden die 100er Marke erklimmt und locker bis 238 km/h rennt. Dabei konsumiert der Mini mit 9,4 Liter Super Plus im Schnitt noch einen halben Liter weniger als der Punto.

Motor und getriebeMax. PunkteMini John Cooper WorksFiat Grande Punto Abarth esseesse
Beschleunigung200171162
Elastizität0--
Höchstgeschwindigkeit20010885
Getriebeabstufung1009077
Kraftentfaltung504235
Laufkultur1006862
Verbrauch250170164
Reichweite2586
Kapitelbewertung925657591
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mini John Cooper Works

PS/KW 211/155

0-100 km/h in 6.40s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 238 km/h

Preis 27.700,00 €

Fiat Grande Punto Abarth esseesse

PS/KW 179/132

0-100 km/h in 7.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 215 km/h

Preis 23.400,00 €