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Roadster: SLK, TT & Z4 im Vergleichstest

Auf der Sonnenseite

Mercedes hat den SLK für die Sommersaison fit gemacht. Mit deutlich geschärftem Profil soll der SLK 350 den Audi TT Roadster 3.2 quattro und den BMW Z4 3.0si Roadster in den Schatten stellen

Roadster fahren heißt offen fahren. Das Verdeck ist dabei eigentlich Nebensache. Dennoch ist der Klappdachstar Mercedes SLK äußerst beliebt, vor allem wegen seines praktischen, unter allen Bedingungen wetterfesten Dachs. Jetzt hat Mercedes nachgelegt, mehr denn je zielt der SLK in Richtung Sport. Vor allem der SLK 350 mit Sportmotor soll den Sechszylindermodellen Audi TT Roadster 3.2 quattro und BMW Z4 3.0si Roadster einheizen.

Karosserie

Dass ein Roadster nur Platz für zwei Personen bietet, liegt in der Natur der Sache. Dass er dabei auch eng sein muss, stimmt indes nicht. Vor allem der Audi zeigt sich hier recht großzügig – er bietet Frischluftfans viel Bewegungsfreiheit. Mercedes und BMW sind schmaler geschnitten, sie lassen Fahrer und Beifahrer dichter an die Türen rücken. Dafür können selbst sehr großgewachsene Passagiere ihre langen Beine lässig in den tiefen Fußraum des Mercedes strecken.
Bei der Kopffreiheit herrscht Gleichstand – zumindest mit geöffnetem Verdeck. Geschlossen bleibt unter der hoch aufbauenden Stoffhaube des Z4 ein Hauch mehr Luft über dem Scheitel des Fahrers, als es unter der feinen Kapuze des TT und dem Variodach des SLK der Fall ist. Auch sonst wirkt der BMW nicht zu eng. Er sitzt wie ein feiner Maßanzug und integriert seinen Piloten tief auf dem Bodenblech kurz vor der Hinterachse ins Fahrzeug – genau so sollte sich ein Roadster anfühlen.
Nur die Übersichtlichkeit könnte besser sein. Denn der Blick über die unendlich wirkende Motorhaube lässt das wirkliche Ende des Vorderwagens nur erahnen. Das trifft auch auf den rundlichen Vorbau des TT zu. Der SLK kann hier ebenfalls nicht glänzen. Erst der Blick zurück bringt ihm dank der kleinen hinteren Dreiecksfenster und der großen Heckscheibe Vorteile beim rückwärtigen Einparken. In Audi und BMW verbauen breite Stoffbahnen die Sicht über die Schulter. Ein Grund mehr, möglichst oft offen zu fahren.
Während die beiden Bayern TT und Z4 auch bei versenkter Stoffmütze nahezu uneingeschränkten Zugang zum Gepäckabteil freigeben, legt sich beim Mercedes das Dach über Koffer und Taschen. Wer also den Weg zum Ziel macht und offen in den Urlaub fährt, hat nichts vom volumenmäßig größten Gepäckabteil des Schwaben. Im Cabrio-Modus stehen lediglich 208 Liter Platz für Reiseutensilien zur Verfügung, die zudem sehr eingeschränkt zugänglich sind.
Sicherheit genießt auch bei Roadstern einen hohen Stellenwert. Audi offeriert hier bereits ab Werk ein umfangreiches Repertoire an Vorsorge. Mercedes und BMW sorgen ebenfalls für eine sichere Fahrt, lassen sich jedoch Details, zum Beispiel das Xenonlicht, extra bezahlen. Auch bei der Verarbeitung liegen die Unterschiede im Detail. Sicher ist der Z4 sehr solide zusammengebaut, im Vergleich zum Audi fallen jedoch die unlackierten Flächen des inneren Kofferraumdeckels unangenehm auf. Auch der Mercedes erreicht nicht die hohe Materialgüte des TT, obwohl er durch das aktuelle Facelift gewonnen hat.

KarosserieMax. PunkteAudi TT Roadster 3.2 quattroMercedes SLK 350BMW Z4 3.0si Roadster
Raumangebot vorn100706967
Raumangebot hinten100---
Übersichtlichkeit70454841
Bedienung/ Funktion100818177
Kofferraumvolumen100121813
Variabilität100-5-
Zuladung/ Anhängelast80697
Sicherheit150887382
Qualität/ Verarbeitung200180177172
Kapitelbewertung1000482480459
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi TT Roadster 3.2 quattro

PS/KW 250/184

0-100 km/h in 6.00s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 43.800,00 €

Mercedes SLK 350

PS/KW 305/224

0-100 km/h in 5.40s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 46.975,00 €

BMW Z4 3.0si Roadster

PS/KW 265/195

0-100 km/h in 6.00s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 42.250,00 €