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Peugeot 5008 im ersten Vergleichstest

Peugeot 5008 HDi FAP 150 gegen die Konkurrenz

Die Kompaktvans haben Nachwuchs bekommen: Der Peugeot 5008 stellt sich den Familienmitgliedern von Opel, Renault, Toyota und VW im Test

Sie sind die wahren Helden unseres Alltags. Sie erledigen klaglos heikle Transportaufgaben nach einem nervenaufreibenden Baumarktbesuch, bringen ganze Familien reibungslos und günstig in das gewünschte Urlaubsparadies – solange eine Straße dorthin führt. Die Rede ist von Vans – einst eine Mode aus den USA, von Renault aufgeschnappt und auf das europäische Maß reduziert. Heute führt jeder Großserienhersteller ein entsprechendes Modell im Portfolio, der Konkurrenzdruck ist entsprechend hoch.

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Neu im Clan der Familienfreunde ist der Peugeot 5008. Der geräumige Franzose tritt gleich gegen vier gut gewappnete Mitstreiter an, allesamt mit sparsamen Turbodiesel-Aggregaten ausgestattet. Das Leistungs-Spektrum reicht von 130 PS (Renault Grand Scénic), über 140 PS (VW Touran) bis zu 150 PS (Opel, Peugeot, Toyota). Und bis auf den Japaner sind alle Fahrzeuge mit einem manuellen Sechsganggetriebe ausgestattet. Den Verso bietet Toyota in der 150 PS-Version ausschließlich mit einer Sechsstufenautomatik an.

Karosserie

Viel Raum wollen alle fünf Kandidaten bieten, doch sieben Sitzplätze serienmäßig findet man nur im Opel Zafira. Das Flex7-Sitzsystem vereint eine durchgehende, verschiebbare Sitzbank mit drei einzelnen Lehnen in der zweiten Reihe mit zwei Einzelsitzen in der dritten Reihe, die sich in den Boden klappen lassen. Das gelingt aber nur mit erheblichem Kraftaufwand, da vorher die Fond-Sitzbank zusammengeklappt und nach vorn geschoben werden muss. Das gleiche Prozedere verlangt der Einstieg in die dritte Sitzreihe. Der Zugang gelingt ohne Verrenkungen oder Stolperfallen. Das Platzangebot reicht allerdings bestenfalls für Teenager.

Besonders positiv fallen im Opel der ebene Laderaumboden und die niedrige Ladekante am Heck auf. Mit bis zu 1820 Liter Ladevolumen und einer Zuladung von 589 Kilogramm ordnet sich der Zafira im Mittelfeld dieses Tests ein. Beim Aufpreis für zwei zusätzliche Sitzplätze scheint man sich bei der Konkurrenz im Stillen auf 700 Euro geeinigt zu haben. Da macht auch der neue Peugeot keine Ausnahme. Der 5008 bietet dann fünf voll versenkbare Einzelsitze im Fond. Ausklappbare, kleine Platten an den Fondsitzlehnen ermöglichen einen durchgehend ebenen Laderaumboden.

Ist die dritte Sitzreihe aufgestellt, ergibt sich ein gut nutzbares Fach unter diesen beiden Sitzen. Sie bieten sogar eine auch für Erwachsene akzeptable Kniefreiheit. Nur die fummelig zu montierende Laderaumabdeckung, das unverkleidete Heckklappenschloss und die teilweise nicht eben hochwertige Materialqualität mindern den guten Gesamteindruck. Auch bei der erlaubten Zuladung (618 kg) und der Ladekapazität (bis zu 1754 l im Fünfsitzer) kann sich der Peugeot nicht von der Konkurrenz absetzen.

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Renault geht beim Grand Scénic einen anderen Weg der Variabilität: Die drei verschieb- und klappbaren Einzelsitze der zweiten Reihe sind zusätzlich auch demontierbar. Dies verhindert jedoch einen ebenen Laderaumboden. Renault und Peugeot offerieren Isofix-Halterungen an allen drei Fondsitzen. Die optionale dritte Reihe im Renault besteht aus zwei leicht herausziehbaren Einzelsitzen. Der angenehm tiefe Fußraum in der dritten Reihe steht im Gegensatz zu dem kaum akzeptablen engen Zugang. Der qualitativ hochwertige und sorgsam verarbeitete Renault fasst bis zu 2083 Liter Gepäck (7-Sitzer: 2063 l), darf aber nur 542 kg schultern. Positiv: Ein Zusatzfach im Ladeboden nimmt die Laderaumabdeckung auf. Toyota bietet den Verso grundsätzlich mit sieben Sitzen an.

Ein Verzicht auf die beiden Einzelsitze in der dritten Reihe wird jedoch mit einer Ersparnis von 700 Euro belohnt. Im geräumigen Verso überrascht nicht nur die gute Ellenbogenfreiheit auf allen Plätzen, sondern auch die beste Handhabung der Einzelsitze im Fond. Sie klappen sich mit minimalem Kraftaufwand in den Boden. Die dritte Sitzreihe ist für Erwachsene aber nicht nutzbar, weil dann der Knieraum in der zweiten Reihe gegen null tendiert. 635 Kilo Zuladung stehen im Gegensatz zum geringsten Ladevolumen von maximal 1740 Litern (7-Sitzer: bis zu 1696 l).

Der VW hat mehr zu bieten: Er fasst bis zu 1989 Liter (7-Sitzer: 1913 l) bei einer Zuladung von 619 kg. Jeder der drei verschieb- und klappbaren Einzelsitze in der zweiten Reihe ist nur mit einigem Kraftaufwand demontierbar. Die optionale dritte Sitzreihe faltet
sich wie bei der Konkurrenz in den Laderaumboden. Das Platzangebot in dem kastenförmigen, vergleichsweise kurzen Karosserieaufbau ist ebenso ansprechend wie die gebotene Materialqualität. Auch bei der verfügbaren Sicherheitsausstattung markiert der Touran zusammen mit dem neuen Peu-geot die Spitze.

KarosserieMax. PunkteRenault Grand Scénic dCi 130VW Touran 2.0 TDIPeugeot 5008 HDi FAP 150Toyota Verso 2.2 D-4DOpel Zafira 1.9 CDTI
Raumangebot vorn1007572707369
Raumangebot hinten1007670687470
Übersichtlichkeit704446434646
Bedienung/ Funktion1008892898886
Kofferraumvolumen1007879747171
Variabilität1008583838063
Zuladung/ Anhängelast803744444342
Sicherheit1508688887582
Qualität/ Verarbeitung200178176172172174
Kapitelbewertung1000747750731722703
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Renault Grand Scénic dCi 130

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 24.500,00 €

VW Touran 2.0 TDI

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.60s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 28.525,00 €

Peugeot 5008 HDi FAP 150

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 27.650,00 €

Toyota Verso 2.2 D-4D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.80s

Vorderrad, Sperrdiff., 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 195 km/h

Preis 27.800,00 €

Opel Zafira 1.9 CDTI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.60s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 202 km/h

Preis 28.080,00 €