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Oberklasse-Kombis

Der Neue steht schon in den Startlöchern. Mitte Januar wird die nächste Generation der Mercedes E-Klasse offiziell vorgestellt. Zunächst kommt die Limousine, etwas später dann auch das T-Modell. Die aktuelle Modellreihe darf daher als ausgereift gelten. Das  ist kein Makel, sondern eher eine Auszeichnung. Im Test tritt der Mercedes mit dem stärksten V6 an, einem 3,5 Liter großen Benzin-Direkteinspritzer mit 292 PS, kombiniert mit der Siebenstufen-Automatik. Preis: 56049 Euro

Von Audi kommt ein würdiger Gegner. Der A6 erfuhr gerade ein dezentes Facelift und demonstriert dies mit LED-Tagfahrlicht, größerem Multimediaangebot, verbessertem Komfort und neuen Motoren. Zu diesen gehört der per Kompressor aufgeladene 3,0-Liter-V6, ebenfalls mit Direkteinspritzung. Der 290 PS starke Allradler kostet mindestens 50150 Euro, setzt aber zusätzlich auf ein fahrdynamisch wertvolles S-Line-Paket, für das 3000 Euro fällig werden.

Karosserie

Es ist ein Kampf der Schwergewichte: Der Audi bringt 1917 Kilo auf die Waage, der Mercedes immerhin noch 1858 Kilo. Damit liegen beide deutlich über den Werksangaben. Die Folge: Die  erlaubte Zuladung schrumpft. Beim A6 bleiben rund 500 Kilo übrig, die E-Klasse darf knapp 60 Kilo mehr schultern. Dabei beweisen beide Hersteller viel Phantasie in der Gestaltung der Laderäume. Doppelte Ladeböden, die sich als Raumteiler in verschiedenen Positionen aufstellen lassen, besitzen beide Kombis. Das gilt auch für zusätzliche Schienensysteme im Ladeboden, die Verankerungsmöglichkeiten für Gurte oder Raumteiler aus Alu (Audi) bieten. Entsprechende Fix-Kits kosten 155 Euro (Audi) und 286 Euro (Mercedes).

Gegenüber dem fließend gestalteten Avant-Heck kann das eckigere Ende des T-Modells mit der signifikant niedrigeren Ladekante und der etwas größeren Stehhöhe unter der geöffneten Kofferraumklappe punkten. Bis zu 1950 Liter Ladevolumen oder auch optional eine dritte Sitzreihe (952 Euro) zeugen ebenfalls von der Kompetenz des Mercedes im Bereich des Laderaums. Audi hält mit maximal 1660 Liter Volumen dagegen. Einziger Pluspunkt: die größere Durchladelänge. Im Mercedes ergibt sich durch die asymmetrisch umklappbaren hinteren Sitzpolster zwar eine ebene Ladefläche, die aufrecht stehenden Polster reduzieren gleichzeitig aber auch die Durchladelänge.

Während im hinteren Karosserieteil der Mercedes das Sagen hat, meldet sich der Audi in den beiden vorderen Sitzreihen zu Wort. Die Basis des A6 ist breiter, dazu ergeben die stark ausgeformten Türschalen bessere Messwerte für die Innenbreite. Subjektiv fühlt sich der Mercedes-Innenraum allerdings luftiger an. Im Audi beeinträchtigen die seitlich eingezogenen Karosseriesäulen und die weit nach vorn in den Sichtbereich reichende Dachkante das Raumempfinden.

Vorbildlich sind bei den Kontrahenten der Qualitätseindruck und die Sicherheitsausstattung. Optionale, intelligente Bi-Xenon-Lichtsysteme bieten beide, nur der geliftete A6 ebenfalls gegen Aufpreis auch einen Spurhalte-Assistenten und den Toter-Winkel-Warner. Der Mercedes bringt serienmäßig die Presafe-Technik mit. Sie erkennt an verschiedenen Messdaten eine unmittelbar bevorstehende Unfallsituation und leitet Maßnahmen zum Schutz der Insassen ein.

KarosserieMax. PunkteAudi A6 Avant 3.0 TFSI quattroMercedes E 350 CGI T-Modell
Raumangebot vorn1008880
Raumangebot hinten1008980
Übersichtlichkeit704344
Bedienung/ Funktion1008679
Kofferraumvolumen1006078
Variabilität1003353
Zuladung/ Anhängelast804046
Sicherheit150104115
Qualität/ Verarbeitung200189184
Kapitelbewertung1000732759
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A6 Avant 3.0 TFSI quattro

PS/KW 290/213

0-100 km/h in 6.30s

Allradantrieb, permanent, 6-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 50.150,00 €

Mercedes E 350 CGI T-Modell

PS/KW 292/215

0-100 km/h in 6.70s

Hinterrad, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 56.049,00 €