Citroën DS3 im ersten Vergleich der Kleinwagen

Citroën DS3, Ford Fiesta Sport und Mini Cooper

Citroën DS3 VTi 120 | Ford Fiesta Sport 1.6 Ti-VCT | Mini Cooper
Der neue Citroën DS3 will nicht nur chic, sondern auch sportlich sein. Grund genug, die ebenfalls gut trainierten, 120 PS starken Mini Cooper und Ford Fiesta herauszufordern

Zugegeben, der Vergleich hinkt etwas, denn der einst liebevoll „Göttin“ genannte Citroën DS und der 55 Jahre jüngere DS3 haben nur zwei Dinge gemein: den Namen und ein schickes Äußeres. Ansonsten zeichnen die beiden völlig unterschiedliche Charaktere aus. Der auf dem C3 basierende, aber gründlich überarbeitete Dreitürer DS3 will nicht nur mit seinem Aussehen unter den Lifestyle- Kleinwagen mitmischen. Auch sein sportlicher Charakter soll überzeugen. Deshalb tritt er in unserem Test gegen den schnittig gezeichneten und dynamischen Ford Fiesta Sport und den schnellen Schönling unter den Kleinen an, den Mini Cooper. Alle drei haben einen 120 PS starken Vierzylinder-Saugmotor unter der Haube.

Karosserie

Kleine Dreitürer sind meist nicht besonders praktisch, will man mit mehr als zwei Personen reisen. Die Kofferräume sind klein (Mini 160, Ford 295, Citroën 285 Liter Volumen), und vor dem Einstieg in den Fond muss einer der vorderen Sitze umgeklappt werden. Das Entern der Rückbank gelingt bei allen drei Kleinwagen aber recht gut, in Sachen Raumangebot unterscheiden sie sich jedoch sehr. Die zwei hinteren Sitze im Mini sind höchstens Kindern zuzumuten, denn der Knieraum ist zu klein für Erwachsenenbeine. Verglichen damit sitzt man im Fiesta fürstlich. Der DS3 folgt nach Punkten knapp dahinter, weil die Kopffreiheit nach oben und zur Seite eingeschränkt ist.

In der ersten Sitzreihe herrscht ein ähnliches Bild. Geht es um den Platz in Zentimetern, trennt die drei Kleinwagen zwar nicht viel. Beim Raumgefühl jedoch schneidet der Fiesta mit großer Windschutzscheibe und flachem Armaturenbrett besser ab als DS3 und Mini. Kleine Fondfenster, massive C-Säulen und die keilförmige Motorhaube stören im Ford aber die Übersichtlichkeit.

Das Raumgefühl im Briten wird durch den wuchtigen Armaturenträger beeinträchtigt, ähnlich wie im DS3. Auch das weit nach vorn heruntergezogene Dach und die daraus resultierende kleinere Windschutzscheibe schmälern das Wohlbefinden im Franzosen. Dafür punkten beide bei der Übersichtlichkeit.

Die durchgestylten Knöpfe im Mini sind zwar hübsch anzusehen, der optimalen Bedienung aber nicht dienlich. Das kann der Fiesta besser – und auch der DS3, der nur durch die zum Teil umständliche Radio- und Navibedienung zwei Zähler auf den Kölner verliert. Materialqualität und Verarbeitung sind im neuen Citroën erstaunlich gut. Die Mini-Karosserie wirkt aber etwas verwindungssteifer.

Umklappbare Rücksitzlehnen sind bei allen Standard, als Lademeister kann man sie aber trotzdem nicht bezeichnen. Immerhin dürfen DS3 und Fiesta rund 80 beziehungsweise 100 Kilogramm mehr aufnehmen als der Mini.

karosserie
  Max.
Punkte
Ford Fiesta Sport 1.6 Ti-VCT Citroën DS3 VTi 120
Raumangebot vorn 1006361
Raumangebot hinten 1003734
Übersichtlichkeit 704143
Bedienung/ Funktion 1008482
Kofferraumvolumen 1002019
Variabilität 1002525
Zuladung/ Anhängelast 802829
Sicherheit 1506670
Qualität/ Verarbeitung 200138138
Kapitelbewertung 1000502501
 

Autos im Test


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