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Mercedes ML 63 AMG vs. Porsche Cayenne Turbo S

On the rocks

Fahrkomfort

Ein weiteres Argument, das allen Anfeindungen zum Trotz für diese Fahrzeuge spricht, ist deren hohes Maß an Fahrkomfort. Ungeachtet ihrer extrem sportlichen Charaktere offerieren die zwei Offroader dank adaptiv gedämpfter Luftfederfahrwerke und hervorragender Sportsitze eine erstaunlich gute Langstreckeneignung. Nicht einmal die riesigen 21-Zoll-Räder der Testwagen (Mercedes: 952 Euro, Porsche: Serie) verschlechtern denAbrollkomfort nachhaltig. Vorausgesetzt, der Fahrer wählt nicht den Sport-Modus im Fahrwerks-Set-up. Als auf Dauer angenehm entpuppen sich auch die Hochleistungstriebwerke, dank derer die beiden SUV völlig unkapriziös im alltäglichen Verkehrsgeschehen mitschwimmen. Laufruhig und bei Teillast nur verhalten grummelnd verrichten die V8 ihre Arbeit.

FahrkomfortMax. PunkteMercedes ML 63 AMGPorsche Cayenne Turbo S
Sitzkomfort vorn150135133
Sitzkomfort hinten1007776
Ergonomie150118117
Innengeräusche504033
Geräuscheindruck1007464
Klimatisierung504142
Federung leer200118113
Federung beladen200118111
Kapitelbewertung1000721689
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Motor & Getriebe

Wer indes beherzter auf das Gaspedal des ML tritt, wird nicht nur mit überbordender Kraft versorgt, sondern schwelgt zudem im herrlich hemdsärmeligen Klang des bulligen V8. Blubbern, Grollen, Brüllen – alle Spielarten sind möglich. Der 4,8 Liter große Direkteinspritzer im Porsche hingegen klingt weit weniger spektakulär. Seine beiden Turbolader verleihen ihm zwar Bärenkräfte, hemmen aber die Geräuschentwicklung. Der 4,8-Liter-Sauger im Cayenne GTS klingt deutlich aggressiver. Wichtiger ist jedoch, dass der Turbo S noch besser am Gas zu hängen scheint als der 500 PS starke Cayenne Turbo, der prinzipiell über denselben Motor verfügt. Die direkte Gasannahme verdankt der V8 nicht zuletzt der VarioCam Plus genannten Technik, die es gestattet, Steuerzeiten und Hub der Einlassventile variabel zu regeln. Die zusätzlichen 50 PS kitzeln eine geänderte Steuerungselektronik und eine eigenständige Ansauganlage heraus. Karbon-Kappen auf der Drosselklappenabdeckung sowie Karbon-Einlagen auf den titanfarbigen Ansaugrohren und eine Aluminium-Plakette verschärfen die Optik.
 
Das Leistungsdefizit von 40 PS erklärt die etwas schwächeren Fahrleistungen des ML, der seinerseits jedoch gleichermaßen mit Drehfreude und bissiger Gasannahme begeistert. Seine siebenstufige Automatik, die sich neuerdings auch über Schaltpaddel hinter dem Lenkrad betätigen lässt, harmoniert bestens mit dem 63er-Motor und erlaubt rasante Zwischenspurts wie auch souveränes Dahinbummeln: Bei Tempo 100 in Stufe Sieben liegen lediglich 1750 Touren an. Obwohl nur sechsstufig, genügen dem Porsche dazu sogar 1600 Umdrehungen. Aber im D-Modus schaltet der Automat im Cayenne viel zu träge hoch. Selbst bei ruhiger Fahrweise verharrt das Getriebe oft unnötig lang in den unteren Gängen und schaltet bei Beschleunigungen sehr früh zurück. Das nervt und steigert den Verbrauch.Wer sparsamer fahren will, muss also manuell schalten, aber auch dann sind im Schnitt 19,4 Liter Super Plus fällig. Vollgas auf der Autobahn treibt diesen Wert scheinbar endlos nach oben. Gleiches gilt für den AMG, der sich im Mittel mit 17,1 Litern begnügt.

Motor und getriebeMax. PunkteMercedes ML 63 AMGPorsche Cayenne Turbo S
Beschleunigung200181187
Elastizität0-0
Höchstgeschwindigkeit200133150
Getriebeabstufung1009186
Kraftentfaltung504641
Laufkultur1007774
Verbrauch2507445
Reichweite2598
Kapitelbewertung925611591
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes ML 63 AMG

PS/KW 510/375

0-100 km/h in 5.40s

Allradantrieb, permanent, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 101.805,00 €

Porsche Cayenne Turbo S

PS/KW 549/404

0-100 km/h in 4.80s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang Automatik

Spitze 280 km/h

Preis 132.774,00 €