Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Mercedes ML 350 BlueTEC im Vergleichstest

Hyundai ix55, Mercedes ML und Land Rover Discovery

Mit dezenten optischen Retuschen und umweltfreundlichem SCR-Katalysator tritt der Mercedes ML 350 BlueTEC gegen den Debütanten Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi und den überarbeiteten Land Rover Discovery 3.0 TDV6 an

Der Erfolg der Mercedes M-Klasse ist unstrittig: Weltweit wurden schon über eine Million ausgeliefert. Für neue Kaufanreize soll der BlueTEC-Diesel mit SCR-Katalysator samt Harnstoff-Einspritzung und 211 PS sorgen. Eine dezent aufgefrischte Optik gibt’s noch dazu.

Aber die Konkurrenz schläft nicht: Land Rover hat nicht nur das polarisierende Design des Allrad-Alleskönners Land Rover Discovery stark überarbeitet und die Technik in fast allen wichtigen Punkten kräftig aufgemotzt, sondern bietet mit dem 3.0 TDV6 neuerdings auch noch einen erheblich stärkeren (245 PS) und kultivierteren Selbstzünder an.

Genau wie Hyundai. Die Koreaner haben eigens für das neue Oberklasse-SUV Hyundai ix55, das in Amerika unter dem Pseudonym Veracruz läuft, einen viel versprechenden V6-Diesel mit 239 PS entwickelt.

Karosserie

Angesichts der ausladenden Karosserien verlieren die PS-Zahlen rasch an Wucht. Aufrecht, solide und vor allem groß – so sieht der klassische Fullsize-Offroader aus. Auch die drei Testkandidaten erfüllen dieses Klischee, wobei der Mercedes und der Hyundai sich weit mehr um gefällige Rundungen und optische „Schlankmacher“ bemühen als der Land Rover mit seiner unverhohlen kubischen Silhouette.

Neues Foto-Quiz: Welches S-Klasse-Modell ist das schönste?

Dank der Design-Korrektur wirkt er jedoch weniger kantig als bislang, ohne dafür beim Raumangebot nachzugeben. Man sitzt erhaben über dem Verkehrsgeschehen, hat reichlich Bewegungsfreiheit und genießt die gelungene Rundumsicht. Der Kofferraum ist riesig und lässt sich zudem variabel nutzen. Selbst die optionale dritte Sitzreihe reicht für zwei Erwachsene.

Eine Zuladung von gut zwölf Zentnern und eine Anhängelast von satten 3,5 Tonnen – DSC mit Gespannstabilisierung ist serienmäßig – komplettieren die praktischen Tugenden. Die gut sortierte Sicherheitsausstattung und die merklich verbesserte Materialauswahl verdienen ebenfalls ein Lob.

Ähnlich adrett präsentiert sich das Interieur des ML, während der ix55 zwar mit schicken Oberflächen lockt, doch die Kunststoffe wirken bei näherer Betrachtung eine Klasse preiswerter. Außerdem weist die Liste seiner Sicherheitsdetails einige Lücken auf, wohingegen der Mercedes die umfangreichsten Schutzmaßnahmen bietet. Ferner gewährt er Fahrer und Mitfahrern den meisten Freiraum. Anhängelast? 3,5 Tonnen. Bei der Variabilität hapert es jedoch.

Hier punktet der Hyundai mit sieben Sitzen serienmäßig und gleicht damit die Abzüge wegen begrenzter Übersichtlichkeit und geringer Innenhöhe vorn teilweise aus. Das Schiebedach mindert die Kopffreiheit des Testwagens um fast zehn Zentimeter – ein verzichtbares Extra. Ein Muss für diese Fahrzeug- Gattung ist indes die Anhängerkupplung, die Hyundai aber nicht ab Werk montiert. Außerdem fällt die erlaubte Anhängelast von 2,5 Tonnen zu bescheiden aus.

KarosserieMax. PunkteMercedes ML 350 BlueTECLand Rover Discovery 3.0 TDV6Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi
Raumangebot vorn100908882
Raumangebot hinten100898890
Übersichtlichkeit70546051
Bedienung/ Funktion100889082
Kofferraumvolumen100637565
Variabilität100435563
Zuladung/ Anhängelast80626350
Sicherheit15011610581
Qualität/ Verarbeitung200176179171
Kapitelbewertung1000781803735
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes ML 350 BlueTEC

PS/KW 211/155

0-100 km/h in 9.10s

Allradantrieb, permanent, 7-Stufen-Automatik

Spitze 210 km/h

Preis 57.596,00 €

Land Rover Discovery 3.0 TDV6

PS/KW 245/180

0-100 km/h in 9.00s

Allradantrieb, permanent, 6-Stufen-Automatik

Spitze 180 km/h

Preis 52.700,00 €

Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi

PS/KW 239/176

0-100 km/h in 9.50s

Allradantrieb, autom. zuschaltend, 6-Stufen-Automatik

Spitze 200 km/h

Preis 42.290,00 €