Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Kompakt-SUV von BMW, Ford und VW ohne Allradantrieb im Vergleichstest

BMW X1, Ford Kuga 2x4 und VW Tiguan

Fahrkomfort

Dass ein gut abgestimmtes konventionelles Feder-Dämpfersystem mit einem elektronisch geregelten mithalten kann, zeigt der Ford Kuga eindrucksvoll. Wird die Asphaltdecke löchrig, lässt er sich davon kaum beeindrucken. Souverän wie keiner der Konkurrenten filtert er Bodenwellen und Querfugen weg und gleitet geschmeidig übers Pflaster. Die beim Durchfahren tiefer Schlaglöcher zuweilen auftretenden leichten Poltergeräusche schmälern den Geräuscheindruck, nicht den Federungskomfort.

Auf Kopfsteinpflaster neigt der VW Tiguan zu Karosseriezittern, und grobe Frostaufbrüche absorbiert er weniger gelassen als der Ford. Der X1 federt zwar auf Bodenunebenheiten sensibel an. Aufgrund seiner straffen Abstimmung lässt er aber vor allem die Fondpassagiere nie im Unklaren darüber, was ihm gerade unter die Räder kommt.

Gleichsam als Entschädigung hält der BMW vorn dank der optionalen, vielfach einstellbaren Sportsitze (580 Euro) die besten Plätze bereit. Die VW-Sportsitze sind ähnlich bequem, doch fehlt ihnen eine ausziehbare Schenkelauflage. Im Ford ermüden die weichen Polster auf Langstrecken die Muskulatur. Auch bietet er keine neigungseinstellbare Sitzfl äche. Im Fond dagegen sitzen BMW-Passagiere mit stärker angewinkelten Beinen als in den Konkurrenzmodellen.

FahrkomfortMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI BMTBMW X1 sDrive18dFord Kuga 2.0 TDCi 2x4
Sitzkomfort vorn150120123100
Sitzkomfort hinten100737072
Ergonomie150132132130
Innengeräusche50403329
Geräuscheindruck100706669
Klimatisierung50323234
Federung leer200147138149
Federung beladen200147132149
Kapitelbewertung1000761726732
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Motor & Getriebe

Der Diskussion um den Verbrauch begegnen die Hersteller von Kompakt-SUV mit modernen Common-Rail-Dieselmotoren. Im hinterradgetriebenen BMW X1 arbeitet ein 2,0-Liter-Aggregat mit 143 PS samt Schaltanzeige, Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung – mit Erfolg. Auf unserer  Verbrauchsstrecke zerstäubten die Einspritzdüsen nur 6,0 l/100 km – ein Wert, der selbst manchen Kleinwagenfahrer vor Neid erblassen lässt.

Mit 6,5 Liter Testverbrauch ist der 2.0 TDI-Motor des Tiguan, der als Fronttriebler ebenfalls mit Start-Stopp-System, Bremsenergierückgewinnung und Schaltanzeige unter dem Namen „BlueMotion Technology“ verkauft wird, kaum schlechter. Der Ford Kuga reißt, allerdings ohne Spartechnik, mit 7,3 Litern etwas nach oben aus, kann aber dafür mit sehr guter Laufruhe und der besten Elastizität glänzen (siehe Tabelle S. 74).

Dafür liefert der BMW mit 9,7 Sekunden von null auf 100 km/h die beste Beschleunigung (VW: 10,2 Sekunden, Ford: 10,5 Sekunden). Die erzielbaren Höchstgeschwindigkeiten reichen von 182 km/h beim Ford bis zu 200 km/h beim BMW und zeigen, dass Spritsparen nicht unbedingt mit der Entdeckung der Langsamkeit einhergehen muss.

In puncto Leistungsentfaltung gefallen BMW und VW mit einem etwas spontaneren Antritt gegenüber dem Ford. Alle drei Kandidaten fahren mit Sechsganggetrieben vor, wobei sich das des VW am knackigsten schalten lässt.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI BMTBMW X1 sDrive18dFord Kuga 2.0 TDCi 2x4
Beschleunigung15010010498
Elastizität100676673
Höchstgeschwindigkeit150475340
Getriebeabstufung100858480
Kraftentfaltung50343432
Laufkultur100686970
Verbrauch325258268243
Reichweite25202015
Kapitelbewertung1000679698651
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Tiguan 2.0 TDI BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.20s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 192 km/h

Preis 28.175,00 €

BMW X1 sDrive18d

PS/KW 143/105

0-100 km/h in 9.70s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 29.800,00 €

Ford Kuga 2.0 TDCi 2x4

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 10.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 182 km/h

Preis 26.600,00 €