Jeep Wrangler 2.8 CRD vs. Land Rover Defender TD4 90 SW im Vergleichstest

(1/39)
Land Rover Defender TD4 90 SW
Land Rover Defender TD4 90 SW

Land Rover wird 60! Anlässlich dieses Jubiläums offerieren die Briten ein üppig ausstaffiertes Sondermodell, den SVX. Limitiert auf 150 Einheiten ...

  • » Mercedes GLK 350 gegen BMW X3 3.0si im Test
  • » Land Rover Range Rover Sport TDV8: Stark und sauber
  • » Alle Audi Q-Modelle: Hochbeinige Spaßmacher
  • » Fahrbericht Jeep Cherokee 2.8
  • » Alle SUV in Deutschland: Das 4x4 Sortiment
  • Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... und aufgebrezelt mit Klarglasscheinwerfern, Titanfarbigem Kühlergrill, LED-Rückleuchten (von Range Rover) sowie exklusiver Lackierung und beinahe luxuriöser Innenausstattung ...

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... präsentiert sich der rüstige Rentner fitter und frischer denn je. Zumal er erst letztes Jahr einen neuen Antrieb mit 122 Diesel-PS und Sechsgangschaltung erhalten hat

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Außer Lampen, Grill und dem Buckel auf der Motorhaube sieht der Defender noch genau so aus wie vor 60 Jahren. An den Grundzügen seiner genieteten Alu-Karosserie ...

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... hat sich seither nichts Wesentliches geändert. Das macht den knauzigen Briten einerseits so charakterfest und reizvoll, ...

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... bedingt aber andererseits auch etliche Zugeständnisse im tägliche Miteinander: die unbequeme, an die Türen gedrängte Sitzposition etwa ...

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... oder wenig benutzerfreundliche Details wie die schwergängig öffnende Hecktür, die Motorhaubenentriegelung im Beifahrerfußraum oder der antiquierte Lichtschalter. Auch die Sicherheitsausstattung ...

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... mutet an wie aus längst vergangenen Tagen: ABS gegen Aufpreis (inkl. Traktionskontrolle 1.850 Euro, Serie bei SVX), ...

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    ... Fensterheber mit Klemmschutz (780 Euro, Serie S) und eine Bergabfahrhilfe in Form einer kurz übersetzten Reduktionsstufe des Getriebes – das war's. Neumodischen Schnickschnack wie ESP und Airbags gibt es nicht

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Komfort? Wozu?! Das rustikale Fahrwek des Defender bockt selbst auf vermeintlich ebenen Fahrbahnbelägen. Laute Motor-, Wind- und Abrollgeräusche malträtieren die Insassen

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Anständig sitzen kann man eigentlich nur bei geöffneter Seitenscheibe, wenn ein Arm aus den Fenster ragt. Linderung verschaffen die ausgezeichneten Sportsitze von Recaro, mit denen der SVX glänzt

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    In der Breite misst der Brite 1,79 Meter, das sind 8,3 Zentimeter weniger als beim Jeep. Dafür ist der Defender 12,7 cm höher als sein Rivale und erreicht fast die 2-Meter-Marke

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Mit einer Länge von 3,72 Meter und einem Radstand von 2,36 Meter liegt der Defender deutlich unter den Werten des Jeep

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Die ausgezeichneten Ricaro-Sportsitze gehören zur Serienausstattung des Sondermodells

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Robustes Cockpit mit Aluminium-Bauteilen

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Der rechte Hebel aktiviert Kriechgänge und Differenzialsperre

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Der Gepäckraum des Land Rover fällt zwar ähnlich groß aus wie beim Jeep, wird aber in seiner Nutzbarkeit von zwei fest eingebauten, seitlich hochklappbaren Sitzen beeinträchtigt

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    Diamond-Rad: Das SVX-Sondermodell rollt auf 16-Zoll-Alus samt A/T-Reifen

    Land Rover Defender TD4 90 SW
    Land Rover Defender TD4 90 SW

    "Puma": Das Herz des Defender stammt aus dem Ford Transit

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Wie sein Rivale Defender reklamiert auch der Jeep Wrangler, quasi der Urur-Enkel des legendären Militär-Vehikels Marke Willys von 1941, für sich, der Beste in seiner langen Ahnenreihe zu sein

  • » Mercedes GLK 350 gegen BMW X3 3.0si im Test
  • » Land Rover Range Rover Sport TDV8: Stark und sauber
  • » Alle Audi Q-Modelle: Hochbeinige Spaßmacher
  • » Fahrbericht Jeep Cherokee 2.8
  • » Alle SUV in Deutschland: Das 4x4 Sortiment
  • Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Jeep Wrangler 2.8 CRD ist so komfortabel, alltagstauglich und sicher wie nie und setzt gleichzeitig neue Bestmarken im harten Gelände

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Im Test tritt das herzhaft-rustikale Rubicon-Modell mit ausgeklügelter Fahrwerkstechnik und einem 177 PS starken Diesel samt Fünfstufenautomatik gegen den Land Rover Defender an

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Der Jeep punktet mit Airbags für Fahrer, Beifahrer und vorderen Seiten-Airbags. Ferner zählen ESP und Bremsassistent zum Serienstandard

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Eine Reifendruckkontrolle und Nebelscheinwerfer berscheren dem Wrangler weitere Zähler. Auch hinsichtlich des Raumangebots ...

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    ... schneidet der Wrangler besser ab als der Defender. Zumindest auf den vorderen Sitzen. Im Fond indes bietet der Jeep nur eine knappe Zweierbank

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    In Sachen Fahrkomfort gebärdet sich der knorrige Jeep weniger extrem, doch von komfortablem Reisen ist auch hier wenig zu spüren

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Der Jeep ist ebenfalls laut und Fahrbahnunebenheiten quittiert er mit heftig trampelnden Starrachsen

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Insgesamt ist er jedoch definitiv bekömmlicher

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Noch besser als der intern "Puma" getaufte 2,4-Liter aus dem Ford Transit, der den Defender TD4 antreibt, funktioniert der von VM Motori zugelieferte 2,8-Liter-Vierzylinder (Rufname Panther), der eigens für den Offroad-Einsatz konzipiert wurde

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Der 2,8-Liter-Vierzylinder protzt mit hoher Durchzugskraft und williger Gasannahme. Darüber hinaus ...

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    ... dreht er etwas leichtfüßiger und stellt jederzeit erheblich mehr Leistung bereit: 55 PS mehr Power und 40 Nm mehr Drehmoment erklären die eklatant besseren Fahrleistungen

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Mit einer Breite von 1,87 Metern überragt der Jeep seinen Rivalen um 8,3 Zentimeter. In der Höhe misst der Wrangler ebenfalls 1,87 Meter, ist hier jedoch 12,7 Zentimeter kleiner als der Landy

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Der Jeep ist 4,22 Meter lang, der Radstand misst 2,42 Meter

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Im Innenraum bieten die Sitze zu wenig Seitenhalt und haben schweißtreibende Bezüge

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Cockpit im "Stufen-Look"

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Der linke Hebel schaltet Allrad und Untersetzung zu

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Die Rückbank im Jeep ist demontierbar

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    Die 17 Zoll großen Alu-Felgen und Pneus mit Geländeprofil gehören zum Wrangler-Standard

    Jeep Wrangler 2.8 CRD
    Jeep Wrangler 2.8 CRD

    "Panther": robuste und schlichte Konstruktion von VM Motori

    Jeep und Land Rover verkörpern den Geländewagen schlechthin. Kein Wunder, schließlich gründeten die beiden Charakter-Typen einst das Offroad-Segment. Und seit nunmehr 60 Jahren streiten die Fans darum, welcher Wagen der bessere sei – bis heute

    Happy Birthday, Landy! So viel Zeit muss sein. Schließlich feiert die Allrad-Ikone gerade ihren sechzigsten Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums offerieren die Briten ein üppig ausstaffiertes Sondermodell, den SVX. Limitiert auf 150 Einheiten und aufgebrezelt mit Klarglasscheinwerfern, Titan-farbigem Kühlergrill, LED-Rückleuchten (vom Range Rover) sowie exklusiver Lackierung und beinahe luxuriöser Innenausstattung präsentiert sich der rüstige Rentner fitter und frischer denn je. Zumal er erst letztes Jahr einen neuen Antrieb mit 122 Diesel-PS und Sechsgangschaltung erhalten hat.

    Auch der Jeep Wrangler, quasi der Ururur-Enkel des legendären Militär-Vehikels Marke Willys von 1941, reklamiert für sich, der Beste in seiner langen Ahnenreihe zu sein. Er ist so komfortabel, alltagstauglich und sicher wie nie und setzt gleichzeitig neue Bestmarken im harten Gelände. Im Test tritt das herzhaft-rustikale Rubicon-Modell mit ausgeklügelter Fahrwerkstechnik und einem 177 PS starken Diesel samt Fünfstufenautomatik gegen den Jubilar an. Allrad-Ikone gegen 4x4-Legende.

    Karosserie

    Außer Lampen, Grill und dem Buckel auf der Motorhaube sieht der Defender noch genau so aus wie vor 60 Jahren. An den Grundzügen seiner genieteten Alu-Karosserie hat sich seither nichts Wesentliches geändert. Das macht den kauzigen Briten einerseits so charakterfest und reizvoll, bedingt aber andererseits auch etliche Zugeständnisse im täglichen Miteinander: die unbequeme, an die Türen gedrängte Sitzposition etwa oder wenig benutzerfreundliche Details wie die schwergängig öffnende Hecktür, die Motorhaubenentriegelung im Beifahrerfußraum oder der antiquierte Lichtschalter. Auch die Sicherheitsausstattung mutet an wie aus längst vergangenen Tagen: ABS gegen Aufpreis (inkl. Traktionskontrolle 1850 Euro, Serie bei SVX), Fensterheber mit Klemmschutz (780 Euro, Serie ab S) und eine Bergabfahrhilfe in Form einer kurz übersetzten Reduktionsstufe des Getriebes – das wars. Neumodischen Schnickschnack wie ESP und Airbags gibt es nicht.

    Da bemüht sich der Jeep erheblich stärker um das Wohl seiner Insassen, ohne deshalb weniger markant zu wirken: Er punktet mit Airbags für Fahrer, Beifahrer und vorderen Seiten-Airbags. Ferner zählen ESP und Bremsassistent zum Serienstandard. Eine Reifendruckkontrolle und Nebelscheinwerfer bescheren ihm weitere Zähler. Auch hinsichtlich des Raumangebots schneidet der Wrangler besser ab als der Defender. Zumindest auf den vorderen Sitzen. Im Fond indes bietet der Jeep nur eine knappe Zweierbank. Am sinnvollsten ist es, die Bank zu demontieren und so Zugriff auf den flachen, aber breiten Gepäckraum zu haben – zumal sie sich nur umständlich ein- und ausbauen lässt. Der Gepäckraum des Land Rover fällt zwar ähnlich groß aus, wird aber in seiner Nutzbarkeit von zwei fest eingebauten, seitlich hochklappbaren Sitzen beeinträchtigt. Dafür sitzt man auf den beiden Einzelsitzen (neu: in Fahrtrichtung) bequemer und genießt mehr Bewegungsfreiheit als im Jeep.

    KarosserieMax. PunkteJeep Wrangler 2.8 CRDLand Rover Defender TD4 90 SW
    Raumangebot vorn1006148
    Raumangebot hinten1002128
    Übersichtlichkeit705659
    Bedienung/ Funktion1005050
    Kofferraumvolumen100
    Variabilität1002520
    Zuladung/ Anhängelast803866
    Sicherheit150493
    Qualität/ Verarbeitung200110125
    Kapitelbewertung1000410399

    Fahrkomfort

    Komfort? Wozu!? Das rustikale Fahrwerk des Defender bockt selbst auf vermeintlich ebenen Fahrbahnbelägen. Laute Motor-, Wind- und Abrollgeräusche malträtieren die Insassen. Anständig sitzen kann man eigentlich nur bei geöffneter Seitenscheibe, wenn ein Arm aus dem Fenster ragt. Linderung verschaffen die ausgezeichneten Sportsitze von Recaro, mit denen der SVX glänzt. So weit, so gut.

    Zwar gebärdet sich der knorrige Jeep weniger extrem, doch von komfortablem Reisen ist auch hier wenig zu spüren. Er ist ebenfalls laut, seine Sitze bieten zu wenig Seitenhalt und haben schweißtreibende Bezüge. Fahrbahnunebenheiten quittiert er mit heftig trampelnden Starrachsen. Insgesamt ist er jedoch definitiv bekömmlicher.

    FahrkomfortMax. PunkteJeep Wrangler 2.8 CRDLand Rover Defender TD4 90 SW
    Sitzkomfort vorn1508075
    Sitzkomfort hinten1001525
    Ergonomie1507585
    Innengeräusche50182
    Geräuscheindruck1004020
    Klimatisierung501012
    Federung leer20010080
    Federung beladen2009585
    Kapitelbewertung1000433384

    Motor und Getriebe

    Trotz Common-Rail-Einspritzung und variabler Turbinengeometrie sind auch die zwei Dieselmotoren alles andere als von der milden Sorte. Besonders der intern Puma getaufte 2,4-Liter aus dem Ford Transit, der den Defender TD4 antreibt, steht offen zu seinem Nutzfahrzeug-Charme. Laut nagelnd und mit deutlich spürbaren Vibrationen versieht er seinen Dienst. Das hohe Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen überzeugt jedoch ebenso wie die spontane Gasannahme. Zusammen mit dem sehr gut abgestuften Sechsganggetriebe bildet der Vierzylinder eine harmonische Einheit.

    Noch besser funktioniert allerdings der von VM Motori zugelieferte 2,8-Liter-Vierzylinder (Rufname Panther), der eigens für den Offroad-Einsatz konzipiert wurde. Auch er protzt mit hoher Durchzugskraft und williger Gasannahme. Darüber hinaus dreht er etwas leichtfüßiger und stellt jederzeit erheblich mehr Leistung bereit: 55 PS mehr Power und 40 Nm mehr Drehmoment erklären die eklatant besseren Fahrleistungen. Die Fünfstufenautomatik wirkt weniger gelungen. Zähe Reaktionen und recht weite Drehzahlsprünge mindern den Fahrspaß. Dafür begeistert die ultrakurze Reduktionsstufe (4,0 : 1) des Verteilergetriebes.

    Motor und GetriebeMax. PunkteJeep Wrangler 2.8 CRDLand Rover Defender TD4 90 SW
    Beschleunigung15012163
    Elastizität100
    Höchstgeschwindigkeit150421
    Getriebeabstufung1006060
    Kraftentfaltung503633
    Laufkultur1004530
    Verbrauch325163156
    Reichweite25129
    Kapitelbewertung1000479352

    Fahrdynamik

    Trotz Common-Rail-Einspritzung und variabler Turbinengeometrie sind auch die zwei Dieselmotoren alles andere als von der milden Sorte. Besonders der intern Puma getaufte 2,4-Liter aus dem Ford Transit, der den Defender TD4 antreibt, steht offen zu seinem Nutzfahrzeug-Charme. Laut nagelnd und mit deutlich spürbaren Vibrationen versieht er seinen Dienst. Das hohe Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen überzeugt jedoch ebenso wie die spontane Gasannahme. Zusammen mit dem sehr gut abgestuften Sechsganggetriebe bildet der Vierzylinder eine harmonische Einheit.

    Noch besser funktioniert allerdings der von VM Motori zugelieferte 2,8-Liter-Vierzylinder (Rufname Panther), der eigens für den Offroad-Einsatz konzipiert wurde. Auch er protzt mit hoher Durchzugskraft und williger Gasannahme. Darüber hinaus dreht er etwas leichtfüßiger und stellt jederzeit erheblich mehr Leistung bereit: 55 PS mehr Power und 40 Nm mehr Drehmoment erklären die eklatant besseren Fahrleistungen. Die Fünfstufenautomatik wirkt weniger gelungen. Zähe Reaktionen und recht weite Drehzahlsprünge mindern den Fahrspaß. Dafür begeistert die ultrakurze Reduktionsstufe (4,0 : 1) des Verteilergetriebes.

    FahrdynamikMax. PunkteJeep Wrangler 2.8 CRDLand Rover Defender TD4 90 SW
    Handling15098
    Slalom1001414
    Lenkung1003540
    Geradeauslauf50810
    Bremsdosierung301013
    Bremsweg kalt15011
    Bremsweg warm1504
    Traktion100100100
    Fahrsicherheit1508560
    Wendekreis2012
    Kapitelbewertung1000288245

    Umwelt und Kosten

    Wer sich jedoch für eines dieser beiden Kultgefährte interessiert, will viel lieber wissen, was sie kosten. Den Landy gibt es ab 25400 Euro (Soft-Top), der Jeep kostet mindestens 27690 Euro (Schaltgetriebe, Soft-Top). Mit ordentlicher Ausstattung und festem Dach sind jedoch schnell 30000 bis 35000 Euro fällig. Neu bei Jeep ist übrigens eine Sechs-Jahres-Garantie auf Neuwagen.

    Kosten/UmweltMax. PunkteJeep Wrangler 2.8 CRDLand Rover Defender TD4 90 SW
    Bewerteter Preis675164206
    Wertverlust501723
    Ausstattung2511
    Multimedia50
    Garantie/Gewährleistung503522
    Werkstattkosten201413
    Steuer1066
    Versicherung402729
    Kraftstoff553736
    Emissionswerte257750
    Kapitelbewertung1000388385

    Fazit

    Das modernere Auto ist zweifelsohne der Jeep Wrangler 2.8 CRD, der den direkten Vergleich nach Punkten eindeutig und verdient gewinnt. Er bietet Segnungen der Neuzeit wie ein ESP und hat zumindest etwas Komfort, ohne Abstriche bei Geländeeignung oder Originalität zu verlangen. Der Land Rover Defender TD4 90 SW hingegen macht trotz moderner Antriebstechnik keine Zugeständnisse. Er ist seit 60 Jahren ein kompromissloses Arbeitstier und wird dies auch bis ans Ende seiner Tage bleiben. Genau das macht ihn zum Kult-Objekt.

    Gesamtbewertung

    Max. PunkteJeep Wrangler 2.8 CRDLand Rover Defender TD4 90 SW
    Summe500019981765
    Platzierung12