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Auto Vergleichstest Kompakt-SUV - Skoda Yeti gegen die Konkurrenz

Großer Kompakt-SUV-Vergleichstest

BMW X3 xDrive18d | Nissan Qashqai 2.0 dCi 4x4 | Renault Koleos 2.0 dCi 4x4 | Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 | VW Tiguan 2.0 TDI 4x4

Fahrkomfort

Besonders der VW erweist sich als sehr bequem. Das fängt bei den sehr komfortablen und gut konturierten vorderen Sportsitzen (2705 Euro inkl. Leder) an, setzt sich in einer angenehmen Geräuschkulisse fort und findet einen gelungenen Abschluss in den gut abgestimmten Federelementen. In vielen Vergleichstests war der Tiguan bisher die Richtschnur beim Komfort.

Das ändert sich aber zumindest in diesem Test bezüglich der Federung. Der Verzicht auf die eine oder andere Dämmmaterialeinlage hebt zwar spürbar den Geräuschpegel beim Skoda Yeti, aber dafür ist die Abstimmung der Federn und Dämpfer noch besser gelungen als beim norddeutschen Konzernrivalen.

Auch auf übel ausgewaschenen Pisten bleibt der Yeti stets einen Hauch gelassener als der Tiguan – trotz 17-Zoll-Räder (260 Euro). Und während bei BMW und VW eine Klimaautomatik extra berechnet wird, gehört sie – wie bei Nissan und Renault – auch beim Skoda zum Serienumfang.

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Französischen Autos wird gern ein gediegener Federungskomfort unterstellt. Auch der Renault Koleos macht auf den ersten Metern einen durchaus kommoden Eindruck. Aber je schlechter die Fahrbahnoberfl äche wird, desto ungelenker agiert er. Seine Federelemente brauchen Zeit, um Unebenheiten zu verarbeiten. Mehrere Kanten und Stöße hintereinander überfordern seine weiche Abstimmung. Resultat: Der Aufbau kommt stark in Bewegung, und die Federelemente reagieren stuckerig.

Das bekommen BMW X3 und Nissan Qashqai besser hin. Zwar bleiben auch ihren Passagieren schlechte Asphaltdecken nicht verborgen, aber unangenehm wird es nie. Vor allem der BMW bietet seinen Insassen im Gegesatz zum Nissan sehr gute Sitze (Sportsitze 530 Euro) und hält sich bei den Innengeräuschen erfreulich bedeckt.

fahrkomfort
  Max.
Punkte
Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 VW Tiguan 2.0 TDI 4x4
Sitzkomfort vorn 150118120
Sitzkomfort hinten 1007173
Ergonomie 150130132
Innengeräusche 503040
Geräuscheindruck 1006769
Klimatisierung 503532
Federung leer 200143141
Federung beladen 200145143
Kapitelbewertung 1000739750
 

Motor und Getriebe

Im Feld der Kompakt-SUV erscheinen Turbodiesel-Aggregate mit zwei Liter Hubraum als die Vernunftslösung schlechthin. Sind sie doch am besten geeignet, ordentliches Drehmoment mit geringen Verbräuchen zu kombinieren. Schließlich sind bei den relativ hoch bauenden SUV der Aerodynamik in Sachen Verbrauchsreduktion konzeptionsbedingt natürliche Grenzen gesetzt.

Die Leistungen der allesamt mit Common-Rail-Einspritzsystemen versehenen Motoren liegen eng beieinander. VW und Skoda greifen ins gleiche Konzernregal und verwenden das identische, 140 PS starke TDI-Aggregat. Nissan und Renault verfahren, der Konzern-Allianz sei dank, genauso und bringen den 150-PS-dCi-Motor in beiden Modellen. Bleibt der BMW mit dem aus 1er- und 3er-Reihe bekannten 143-PS-Aggregat.

Die Fahrleistungen der Testkandidaten zerstreuen jegliche Befürchtungen, etwa untermotorisiert unterwegs zu sein: Der BMW erreicht als Schnellster mit etwas Anlauf 195 km/h Höchstgeschwindigkeit, Langsamster ist der Koleos mit 182 km/h. In der Beschleunigung von null auf 100 km/h bewegen sich alle um die 10,6 Sekunden. Bei der Kraftentfaltung zeigt der Nissan die höchste Drehfreude, dafür startet das BMW-Aggregat aus niedrigen Drehzahlen am schnellsten.

Kein Wunder, liegt doch sein Maximaldrehmoment von 350 Nm gute 30 Nm über dem der Konkurrenten und steht auch über die Länge von 1000 Umdrehungen zur Verfügung – solange wie bei keinem anderen Konkurrenten. Auch bei der Elastizitätsmessung schneidet der Münchner am besten ab. Der X3-Motor arbeitet, wie die Motoren von Koleos und Qashqai, spürbar laufruhiger als die Antriebe aus dem VW-Konzern. Hier ist es besonders der Skoda Yeti, der mit lautem Brummen im oberen Drehzahlbereich auffällt.

Dafür schont der Tscheche die Vorräte an fossilen Energien am besten. Ein Testverbrauch von nur 6,6 Liter Diesel auf 100 Kilometern dürfte auch SUV-Kritiker besänftigen. Der Tiguan schleppt 176 Kilogramm mehr Leergewicht (1726 kg) mit sich herum als sein Konzernkonkurrent und schluckt einen ganzen Liter mehr. Mit 7,6 Litern erreicht er etwa das Niveau der übrigen Rivalen. Hinsichtlich der Schaltpräzision hinterlassen die Getriebe von BMW, Skoda und VW einen besseren Eindruck als die der französisch-japanischen Konkurrenz.

motor und getriebe
  Max.
Punkte
Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 VW Tiguan 2.0 TDI 4x4
Beschleunigung 1509697
Elastizität 1006868
Höchstgeschwindigkeit 1504643
Getriebeabstufung 1008585
Kraftentfaltung 503131
Laufkultur 1006568
Verbrauch 325256237
Reichweite 251814
Kapitelbewertung 1000665643
 

Autos im Test


Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4: Frontansicht
Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.80s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 190 km/h
Preis 27590 €
mehr
VW Tiguan 2.0 TDI 4x4: Frontansicht
VW Tiguan 2.0 TDI 4x4
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.60s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 186 km/h
Preis 29600 €
mehr
BMW X3 xDrive 18d: Frontansicht
BMW X3 xDrive18d
PS/KW 143/105
0-100 km/h in 10.60s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 195 km/h
Preis 35550 €
mehr
Nissan Qashqai 2.0 dCi 4X4: Frontansicht
Nissan Qashqai 2.0 dCi 4x4
PS/KW 150/110
0-100 km/h in 10.70s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 190 km/h
Preis 27540 €
mehr
Renault Koleos 2.0 dCi 4x4: Frontansicht
Renault Koleos 2.0 dCi 4x4
PS/KW 150/110
0-100 km/h in 10.60s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 182 km/h
Preis 29200 €
mehr