AUTO ZEITUNG.de Top-Galerien

News
Blog
Erlkönige
Ratgeber
Specials
Tests
Videos

Umfrage

Wer siegt im Neuheiten-Duell BMW gegen Mercedes?:

AUTO ZEITUNG Mobil

AUTO ZEITUNG Mobil

Für unterwegs: Das mobile Autoportal

Mit AUTO ZEITUNG Mobil haben Sie Neuheiten und Erlkönige immer griffbereit – auf Ihrem iPhone, iPod oder Android-Smartphone mehr

Soziale Netzwerke

Auto Vergleichstest Kompakt-SUV - Skoda Yeti gegen die Konkurrenz

Großer Kompakt-SUV-Vergleichstest

BMW X3 xDrive18d | Nissan Qashqai 2.0 dCi 4x4 | Renault Koleos 2.0 dCi 4x4 | Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 | VW Tiguan 2.0 TDI 4x4

Fahrdynamik

Zum Test traten alle fünf Kandidaten mit Allradantrieb an, wobei Koleos, Qashqai und Tiguan mit den genannten Motorisierungen auch als Fronttriebler erhältlich sind. Dafür dass die Kraft an alle vier Räder gelangt, sorgen bei Skoda und VW Haldex-Kupplungen, während BMW, Renault und Nissan auf elektronisch gesteuerte Lamellenkupplungen setzen. Koleos- und Qashqai-Fahrer können per Wahlschalter in den reinen Frontantrieb wechseln.

Der Allradmodus reicht für leichtes Gelände allemal, und auch auf der Straße sind Traktionsprobleme weitgehend unbekannt. Lediglich der Koleos scharrt, bedingt durch die starke Seitenneigung seiner Karosserie in engen Kurven, kurzzeitig mit dem kurveninneren Vorderrad. Überhaupt fehlt es dem Franzosen an Fahrwerks-Feinschliff: Die Karosserie schaukelt auf Bodenwellen kräftig, in Kurven zeigt er eine deutliche Untersteuertendenz. Gaslupfen beantwortet er mit spürbar eindrehendem Heck, und auch die Lenkung ist alles andere als ein Präzisionswunder. Die mäßige Bremsleistung mit über 40 Metern Anhalteweg aus 100 km/h lässt ihn im Fahrdynamik-Kapitel noch weiter zurückfallen.

Der Nissan Qashqai ist deutlich straffer abgestimmt, wartet aber mit kräftigen Lastwechselreaktionen auf. Die lassen sich ausreichend gut über die ordentlich arbeitende Lenkung kontrollieren. Zudem arbeitet das ESP sehr zuverlässig. Wirklich gut ist die Bremsleistungen des Japaners. Er erzielt mit rund 36 Metern aus 100 km/h die kürzesten Bremswege in diesem Test.

Wollten Sie die Stars und Sternchen schon einmal anders erleben?
» Dann machen Sie mit beim Stars & Cars Foto-Quiz der AUTO ZEITUNG!

Ebenso wie der Schneemensch „Yeti“, den Forscher in 5000 bis 7000 Meter hohen Gebirgen vermuten, rangiert auch sein automobiler Namensvetter im Fahrdynamikkapitel ganz oben. Mit 1550 kg ist er übrigens der leichteste im Testquintett und kann als Musterbeispiel eines handlichen Kompakt-SUV gelten. Lenkbefehle setzt er blitzschnell und präzise um, ohne dabei nervös zu wirken. Sein ESP reagiert äußerst feinfühlig und lässt ihm selbst bei forcierter Fahrweise reichlich Bewegungsfreiheit. Fahrspaß und Fahrsicherheit kombiniert keiner der Testkonkurrenten so gekonnt wie der neue Tscheche.

Der Tiguan reicht an diese Vorstellung ebenso wenig heran wie der BMW, wobei zu deren Ehrenrettung auf das deutlich höhere Gewicht verwiesen werden muss. Immerhin kann der neutral abgestimmte BMW mit der feinfühligsten Lenkung im Testfeld aufwarten, und er zeigt auch weniger Karosseriebewegungen als seine Mitstreiter – eine mehr als beeindruckende Vorstellung für das älteste Fahrzeug im Test.

fahrdynamik
  Max.
Punkte
Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 VW Tiguan 2.0 TDI 4x4
Handling 1505346
Slalom 1006851
Lenkung 1008785
Geradeauslauf 504242
Bremsdosierung 251717
Bremsweg kalt 1508378
Bremsweg warm 1508083
Traktion 1009090
Fahrsicherheit 150138138
Wendekreis 25188
Kapitelbewertung 1000676638
 

Umwelt & Kosten

Beim Grundpreis erweisen sich Nissan (27 540 Euro) und Skoda (27 590 Euro) beinahe als Schnäppchen. Zugegeben: Der BMW fährt eigentlich in der Premium- Liga und ist auch von seinen äußeren Abmessungen deutlich größer als beispielsweise der Skoda, dafür kostet er aber auch fast 8000 Euro mehr.

Dank des mit Abstand niedrigsten Verbrauchs kann der Yeti-Fahrer für die Preisdifferenz zum X3 bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometer vier Jahre lang tanken und behält immer noch Geld übrig. Der ADAC erwartet für den Skoda jedoch höhere jährliche Werkstattkosten als für den BMW. Für die Wartung (ohne Reifen bei vierjähriger Haltedauer und 80 000 km Gesamtfahrleistung) sollten Skoda-Eigner 650 Euro jährlich kalkulieren, BMW-Besitzer kommen mit 530 Euro davon.  VW begnügt sich mit 434 Euro per anno.

Schlusslicht in dieser Disziplin ist der Renault Koleos mit satten 950 Euro pro Jahr. Auch bei den Versicherungskosten schneidet der Franzose am schlechtetesten ab, während der Tscheche mit der niedrigsten Summe für Haftpflicht und Vollkasko aufwartet.

Beim Wertverlust kann sich der Nissan Qashqai am besten in Szene setzen: Mit 15 422 Euro müssen seine Besitzer während der vierjähriger Haltedauer am wenigsten Geld abschreiben. Die üppige Dreijahresgarantie sorgt schließlich dafür, dass sich der Japaner noch vor dem Skoda als erster ins Etappenziel rettet.

umwelt & kosten
  Max.
Punkte
Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4 VW Tiguan 2.0 TDI 4x4
Emissionswerte 1008385
Grundpreis 650201189
AZ-Normausstattung 252016
Wertverlust 502121
Werkstattkosten 201416
Versicherung 403534
Steuer 1077
Kraftstoff 554239
Garantie 502828
Kapitelbewertung 1000451435
 

Autos im Test


Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4: Frontansicht
Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.80s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 190 km/h
Preis 27590 €
mehr
VW Tiguan 2.0 TDI 4x4: Frontansicht
VW Tiguan 2.0 TDI 4x4
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 10.60s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 186 km/h
Preis 29600 €
mehr
BMW X3 xDrive 18d: Frontansicht
BMW X3 xDrive18d
PS/KW 143/105
0-100 km/h in 10.60s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 195 km/h
Preis 35550 €
mehr
Nissan Qashqai 2.0 dCi 4X4: Frontansicht
Nissan Qashqai 2.0 dCi 4x4
PS/KW 150/110
0-100 km/h in 10.70s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 190 km/h
Preis 27540 €
mehr
Renault Koleos 2.0 dCi 4x4: Frontansicht
Renault Koleos 2.0 dCi 4x4
PS/KW 150/110
0-100 km/h in 10.60s,
Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
Spitze 182 km/h
Preis 29200 €
mehr