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Fiat 500 1.2 8V | Hyundai i10 1.1 | Renault Twingo 1.2
Weg vom eckigem Design, deutlich rundere Formen sind in: Mit dem neuen Hyundai i10 schicken die Koreaner jetzt einen preiswerten Stadtflitzer mit hohem Nutzwert ins Rennen. Renault Twingo und Fiat 500 fahren sich warm und bitten zum Vergleich – im Test die preiswerten Basisversionen

Alle reden vom Billigauto aus Indien – auch Hyundai. Denn der neue i10 stammt nicht aus Südkorea, sondern wird in Indien produziert. Zwar kann der legitime Nachfolger des kantigen Atos den konkurrenzlos günstigen Tata Nano beim Preis nicht schlagen, dennoch sind 9990 Euro für das i10-Basismodell hierzulande ein ausgesprochen attraktives Angebot.

Zudem handelt es sich bei Hyundais jüngstem Wurf nicht um ein minimalistisches Microcar, sondern um einen vollwertigen Kleinwagen, der wenig Kompromisse erfordert. Für einen geringen CO2-Ausstoß von nur 119 Gramm pro Kilometer rollt die i10-Einstiegsversion Classic E auf schmalen 155/70-Reifen im 13-Zoll-Format. Wie es um seine weiteren Qualitäten bestellt ist, zeigt unser Test gegen den knuffigen Fiat 500 und den verhältnismäßig rationalen Renault Twingo II

Karosserie

Beim Raumangebot macht dem Twingo keiner so leicht etwas vor. Er offeriert vorn wie hinten die besten Platzverhältnisse. Aber auch im Hyundai i10 kommen keine Beklemmungen auf. Bei der Ellenbogenfreiheit vorn liegt der Koreaner zusammen mit dem Fiat auf einem Level und kann sogar mit der üppigsten Kopffreiheit im Feld überzeugen. Während der kleine Italiener bei den Platzverhältnissen in der ersten Sitzreihe noch durchaus mithalten kann, sieht es im Fond schon recht bescheiden aus. Hier stoßen bereits mittelgroße Erwachsene ans Dach und wissen nicht so recht, wo sie ihre Knie einfädeln sollen. Selbst auf Kurzstrecken fühlen sich hier allenfalls Kleinkinder wohl. Einschränkungen muss man auch beim Gepäckabteil machen, denn mit einem Ladevolumen von nur mageren 185 Litern will selbst der Wochenendeinkauf wohlgeplant werden. Dafür lassen sich die mittig geteilten Rücksitzlehnen des Fiat mit nur einem Handgriff umklappen. Dann wächst der Stauraum auf immerhin 610 Liter an. Bei der Zuladung markiert der hübsche Italiener mit vergleichsweise bescheidenen 325 Kilogramm ebenfalls das Schlusslicht.

Und der Renault? Der hat zwar mit 230 bis maximal 959 Liter das größte Kofferraumvolumen, dafür ist die Rückbank beim Basismodell Authentique nur komplett umklappbar und kann nicht variabel verschoben werden. Dieses praktische Feature gibt es erst ab der Ausstattungsstufe Expression. Wie es richtig geht, zeigt der Hyundai (Ladevolumen: 225 bis 910 Liter), der als einziger eine praktische asymmetrisch umklappbare Rückbank bietet. Allen gemeinsam ist allerdings eine Stufe im Ladeboden, die nach dem Umklappen das Be- und Entladen erschwert.

Dass bei einem Kleinwagen heutzutage in Sachen Sicherheit kaum noch Abstriche gemacht werden müssen, beweist der Fiat 500 eindrucksvoll. Hier sind selbst Kopfairbags und ein Fahrerknieairbag selbstverständlich. Nur der elektronische Rettungsanker ESP muss optional bestellt werden. Den sucht man bei den Basismotorisierungen von Renault und Hyundai vergebens. Überhaupt erwecken die beiden Einstiegsversionen den Eindruck, dass man nicht nur beim Preis spart, sondern auch bei der Sicherheit. So gibt es für den i10 keine Windowbags. Und wer nicht auf die seitlichen Luftsäcke verzichten will, wird hier wie dort gezwungen, gleich zu den teureren Ausstattungsversionen zu greifen. Hyundai verlangt für den Style gleich 1000 Euro mehr, bei Renault fällt der Zuschlag etwas moderater aus. Die Franzosen nehmen für den höherwertigen Twingo Expression 750 Euro mehr. Für Kopfairbags fallen dann nochmal 380 Euro extra an.

karosserie
  Max.
Punkte
Renault Twingo 1.2 Fiat 500 1.2 8V
Raumangebot vorn 1006150
Raumangebot hinten 1004035
Übersichtlichkeit 705045
Bedienung/ Funktion 1006870
Kofferraumvolumen 100124
Variabilität 1001515
Zuladung/ Anhängelast 801816
Sicherheit 1503654
Qualität/ Verarbeitung 200112116
Kapitelbewertung 1000412405
 

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