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Diesel-Vergleichstest: BMW 3er, Audi A4, Mercedes C-Klasse

Alte Gegner

Optisch aufgefrischt und mit neuem Motor nimmt der BMW 330d Audi A4 3.0 TDI quattro und Mercedes C 320 CDI ins Visier

Hochwertigkeit ist keine Frage der Größe. Das zeigt das deutsche Mittelklasse-Premium-Trio, bestehend aus Audi A4, 3er-BMW und Mercedes C-Klasse, seit Jahren. In puncto Karosserie eher kompakt geschnitten, trumpfen sie mit einem hohen Maß an Qualität, Komfort und Fahrdynamik auf, das oftmals deutlich über dem Niveau zahlreicher Mittelklasse-Rivalen liegt. Mit dem überarbeiteten Dreier des Modelljahres 2009 möchte BMW nun aus der Premium-Phalanx noch einmal herausstechen.

Karosserie

Nur Mercedes liefert das Presafe-System auf Wunsch gegen Aufpreis

Oftmals werden im Rahmen eines Facelifts Gesichtszüge geglättet. Beim Münchner ist es umgekehrt: Die neuen Falten auf der Haube und in der Front verleihen der bayerischen Sportlimousine noch mehr Ausdrucksstärke. Im Innenraum allerdings blieb das Platz­angebot beim alten, das heißt, es geht etwas eng zu. Ganz im Gegensatz dazu der Audi A4: Er offeriert deutlich mehr Platz, was vor allem die Fond-Passagiere zu schätzen wissen. Das Raumangebot in der C-Klasse ist dagegen etwas weniger üppig.

Fortschritte verzeichnet der BMW beim oftmals kritisierten iDrive. Lästiges Suchen in diversen Untermenüs ist ab sofort passé. Ähnlich wie bei Audis „Multi-Media-Interface“ (MMI) sind die Tasten für den direkten Zugriff – beispielsweise  auf Radio oder Navigationssystem – um den Controller herumgruppiert, was die Bedienung vereinfacht.

Besser als im A4: Die Tasten liegen enger am zentralen Drehknopf und lassen sich mit etwas Übung intuitiv finden. Optional gibt es im 3er neuerdings einen unbegrenzten Internet-Zugang. Das Surfen im „world wide web“, das nur bei Stillstand des Fahrzeugs funktioniert, verläuft allerdings noch etwas langsam.

Wer Sperrgut transportieren möchte, findet nur im Audi eine serienmäßig geteilt klappbare Rücksitzlehne vor. Die Konkurrenten verlangen hierfür kräftige Aufpreise (BMW: 490 Euro, Mercedes: 309 Euro). In der Sicherheitsausstattung holt die C-Klasse die meisten Punkte – dank der auf Wunsch lieferbaren integrier­ten Kindersitze, des Fahrerknieairbags und des optionalen Pre­safe-Systems (399 Euro), das bei einem drohenden Crash unter anderem die Seitenfenster schließt und die Gurte strafft.

Audi kontert demgegenüber mit Spurassistent und Toter-Winkel-Warnung, kann allerdings damit den Mercedes in der Punkte­wertung nicht überholen. Dafür hinterlässt der Ingolstädter von diesem Vergleichstest-Trio den qualitativ hochwertigsten Eindruck.


KarosserieMax. PunkteAudi A4 3.0 TDI quattroBMW 330dMercedes C 320 CDI
Raumangebot vorn100797274
Raumangebot hinten100705965
Übersichtlichkeit70414242
Bedienung/ Funktion100858483
Kofferraumvolumen100393638
Variabilität100181010
Zuladung/ Anhängelast80373338
Sicherheit15010097106
Qualität/ Verarbeitung200183181178
Kapitelbewertung1000652614634
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A4 3.0 TDI quattro

PS/KW 239/176

0-100 km/h in 6.30s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 41.000,00 €

BMW 330d

PS/KW 245/180

0-100 km/h in 6.50s

Heck, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 40.450,00 €

Mercedes C 320 CDI

PS/KW 224/165

0-100 km/h in 7.40s

Heck, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 41.798,00 €