Spritsparer im Vergleich: VW Polo und Ford Fiesta

VW Polo BlueMotion und Ford Fiesta ECOnetic

Sie sind leicht, verbrauchen wenig Kraftstoff und schaffen lange Etappen ohne Tankstopp. Vergleich der deutschen Spritsparzwerge VW Polo BlueMotion und Ford Fiesta ECOnetic

Kleines Auto, kleiner Motor, optimierte Aerodynamik, lang übersetzte Gänge. Das Paket kommt einem bekannt vor, denn schon 1999 startete der VW Lupo 3L mit einem Normverbrauch von 2,99 Litern. Doch der Spritgeizkragen war zu teuer und fand wenig Käufer. Jetzt schickt Volkswagen die zweite Generation des Polo BlueMotion ins Rennen, die sich – auch mit allerlei Spritspartechnik ausgestattet – nur 3,3 Liter auf 100 Kilometern genehmigen soll.

Ob der neue Öko-Polo mit 75 PS in die Fußstapfen des Lupo treten kann und ob er hält, was er verspricht, klärt ein erster Vergleichstest gegen den 95 PS starken und ebenfalls aufs Kraftstoff-Knausern getrimmten Ford Fiesta ECOnetic. Dank ausgeklügelter Motorentechnik sollen beide Kleinwagen nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie schonen.

Karosserie

Das Entern der Rückbank ist im Polo etwas einfacher, da die beiden vorderen Sitze weiter nach vorn verschiebbar sind und so mehr Platz zwischen B-Säule und Lehne entsteht. Wem zwei Türen nicht reichen, der kann den Fiesta ECOnetic gegen 750 Euro Aufpresi auch als Fünftürer ordern. Auch den Polo gibt es für 735 Euro mit zwei Türen mehr.

Vorn und hinten sitzt man in beiden Kleinwagen ordentlich mit ausreichend Platz nach oben und zur Seite. Die Fondpassagiere des Polo haben jedoch etwas mehr Kopffreiheit – besonders zur Seite –, und auch die Übersichtlichkeit ist dank größerer Fondscheiben besser als im Fiesta. In Sachen Qualität und Verarbeitung muss sich der Ford ebenfalls mit ein paar Zählern weniger begnügen. Seine Materialien und die Verarbeitung wirken stellenweise nicht ganz so fein wie die des Polo – wobei es sich hier nur um Nuancen handelt.

Etwas größer fällt der Abstand bei der Sicherheitsausstattung aus, die der Polo mit serienmäßiger Reifendruckkontrolle und optionalem Abbiegelicht dominiert. Der kleine Kölner punktet dafür mit serienmäßig asymmetrisch umklappbarer Rücksitzlehne und größerem Kofferraumvolumen. Eine niedrigere Ladekante (Polo: 70, Fiesta 73 Zentimeter) würde das Beladen beider Testkandidaten allerdings erleichtern, zumal der Ladeboden, der auch nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen nicht eben ist, deutlich tiefer liegt.

Die Zusatzausstattungen sind für den Polo BlueMotion – um Gewicht zu sparen – ab Werk begrenzt. Zum Entriegeln gibt es keine Fernbedienung, die Rücklehne ist nicht geteilt klappbar, und die Außenspiegel müssen bei Bedarf von Hand eingestellt werden.

KarosserieMax. PunkteVW Polo BlueMotionFord Fiesta ECOnetic
Raumangebot vorn1006263
Raumangebot hinten1003937
Übersichtlichkeit704441
Bedienung/ Funktion1008684
Kofferraumvolumen1001820
Variabilität1001025
Zuladung/ Anhängelast802923
Sicherheit1507365
Qualität/ Verarbeitung200143137
Kapitelbewertung1000504495
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Inhaltsübersicht

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