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Supersportler: Mercedes, Porsche und Wiesmann im Test

Mercedes SLK 55 AMG Black Series, Porsche Carerra 911 S, Wiesmann GT MF4

Fahrkomfort

Spätestens bei längeren Fahrten über Landstraßen und Autobahnen lernt man auch den Komfort von Sportwagen schätzen. Das schmale 911-Gestühl bietet den besten Sitzkomfort, gepaart mit ausreichendem Seitenhalt. Dieser ist in den Schalensitzen des SLK nicht zu überbieten, die Einstellmöglichkeiten lassen aber Wünsche offen. Und während in Sachen Ergonomie bei Porsche und Mercedes nicht viel zu beanstanden ist, stören im Wiesmann die schlecht erkennbaren Schalter auf der Mittelkonsole und die nicht vorhandenen Ablagen ein Kompromiss an die Schönheit des Interieurs. Fehlenden Dämpfungskomfort müssen sich Mercedes SLK und Wiesmann GT attestieren lassen. Das einstellbare Sportfahrwerk des SLK ist so hart, dass jede noch so kleine Unebenheit im Asphalt an die Insassen unmittelbar weitergeleitet wird. Beim Wiesmann ist die knüppelharte Hinterachse nur etwas für hartgesottene Naturen, während die Vorderachse mit Unebenheiten gut klarkommt. Die beste Mischung aus Komfort- und Sportabstimmung bietet der Porsche mit adaptiven Dämpfern (PASM). Kurze Schläge dringen aber auch hier spürbar durch.

FahrkomfortMax. PunktePorsche 911 Carerra SMercedes SLK 55 AMG Black SeriesWiesmann GT MF4
Sitzkomfort vorn150120110115
Sitzkomfort hinten10010--
Ergonomie15011210498
Innengeräusche50141214
Geräuscheindruck100727273
Klimatisierung50363628
Federung leer20012010598
Federung beladen20012010598
Kapitelbewertung1000604544524
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Motor & Getriebe

Dass Sportwagentriebwerke nicht nur bei hohen Drehzahlen begeistern, sondern auch bei niedrigen Drehzahlen Freude bereiten können, zeigen diese drei Motoren deutlich. Der Motor im Wiesmann GT stammt ursprünglich aus dem BMW X5 4.8is. Das 367 PS starke Aggregat erfreut mit Drehwilligkeit und satten 490 Newtonmeter Drehmoment. Noch mehr Durchzugskraft offeriert der 400 PS leistende AMG mit 520 Newtonmetern. Aber auch der 911 holt aus seinen lediglich sechs Zylindern und 355 PS immerhin 400 Nm. In den reinen Fahrleistungen wie beim Spurt von null auf 100 km/h muss sich der Boxer ebenso geschlagen geben wie bei den Zwischenspurt-Bewertungen. Die Unterschiede sind allerdings nur gering, wobei der SLK knapp vorn liegt. Bei der Höchstgeschwindigkeit hat der 911 mit 293 km/h die Nase vorn. Sein niedriges Gewicht von 1290 Kilogramm spielt der Wiesmann bis 200 km/h aus 16,0 Sekunden markieren hier den Bestwert. Während der SLK serienmäßig mit einer Siebenstufen-Automatik ausgerüstet ist, können Wiesmann- und Porsche-Piloten nach Herzenslust in manuellen Sechsgang-Getrieben die Gänge wechseln. Die Schaltbox des 911 glänzt mit kurzen Wegen und arbeitet so exakt, dass jeder Gangwechsel zum freudigen Ereignis wird. Auch beim Wiesmann kommt hier Stimmung auf. Wie der Motor stammt auch das Getriebe von BMW. Die SLK-Automatik wirkt einerseits zu nervös und schaltet zu viel, andererseits dauern die Fahrstufenwechsel hier einfach zu lang. Alle drei Probanden verlangen nach Super Plus, das der Wiesmann mit 12,9 Litern pro 100 Kilometer aber am sparsamsten konsumiert.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche 911 Carerra SMercedes SLK 55 AMG Black SeriesWiesmann GT MF4
Beschleunigung200187188187
Elastizität0---
Höchstgeschwindigkeit200163150150
Getriebeabstufung100988290
Kraftentfaltung50424244
Laufkultur100918993
Verbrauch200105102111
Reichweite50141517
Kapitelbewertung900700668692
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche 911 Carerra S

PS/KW 355/261

0-100 km/h in 4.80s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 293 km/h

Preis 88.247,00 €

Mercedes SLK 55 AMG Black Series

PS/KW 400/294

0-100 km/h in 4.70s

Heckantrieb, 7 Gang Automatik

Spitze 280 km/h

Preis 107.300,00 €

Wiesmann GT MF4

PS/KW 367/270

0-100 km/h in 4.80s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 255 km/h

Preis 111.000,00 €