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Auto Vergleichstest Sportlimousinen von BMW Alpina und Porsche

Sportlimousinen von BMW Alpina und Porsche im Vergleichstest

BMW Alpina B7 Biturbo | Porsche Panamera Turbo

Fahrkomfort

Der Panamera Turbo setzt rundum auf Luftfederung inklusive Niveauausgleich, Alpina dagegen vertraut beim B7 auf Stahlfedern. Adaptive Dämpfer haben beide serienmäßig, wohingegen die beim B7 ebenso serienmäßigen aktiven Stabilisatoren beim Porsche – im Paket mit einer Differenzialsperre – 4344 Euro Aufpreis kosten. Was den Federungskomfort angeht, hat die Alpina-Lösung einiges für sich.

Denn wer das Fahrwerk im Normal-Modus arbeiten lässt, erlebt ein sehr harmonisch gedämpftes Auto mit gutem, nur auf kleinen Querfugen wegen der riesigen 21-Zoll-Räder eingeschränktem Schluckvermögen. Der Porsche geht weniger ausgeglichen ans Werk, erlaubt sich auf Wellen ein stärkeres Zittern und poltert durch Schlaglöcher und über Kanaldeckel.

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Da der Alpina vorn wie hinten über die besseren Sitze verfügt und bei schneller Fahrt akustisch angenehmer ist als der Porsche mit seinen jenseits der 180 km/h anschwellenden Abrollgeräuschen, sichert er sich mit großem Vorsprung das Komfort-Kapitel. Der Panamera Turbo schlägt sich durchaus beachtlich, doch merkt man ihm an, dass bei der Fahrwerksabstimmung von der Dynamik in Richtung Komfort entwickelt wurde, während es beim Alpina wohl andersherum lief.

fahrkomfort
  Max.
Punkte
Porsche Panamera Turbo BMW Alpina B7 Biturbo
Sitzkomfort vorn 150137140
Sitzkomfort hinten 1008596
Ergonomie 150111124
Innengeräusche 504035
Geräuscheindruck 1007785
Klimatisierung 504747
Federung leer 200130158
Federung beladen 200128156
Kapitelbewertung 1000755841
 

Motor und Getriebe

Nach Art des Hauses serviert der B7 seine 507 PS und 700 Newtonmeter unaufgeregt und geschmeidig. Die Sechsstufenautomatik harmoniert sehr gut mit diesem leisen V8-Riesen, denn sie hält stets den passenden Gang bereit oder legt ihn nahezu unmerklich ein, ohne dass der Fahrer die kleinen Schalttasten auf der Rückseite des Lenkrads bemühen muss.

Das an sich brillante Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe des Panamera lässt dagegen hier und da den letzten Feinschliff vermissen. Beim Kickdown mit Zurückschalten um zwei oder gar drei Gänge kann es zu Rucken kommen, sodass vorausschauende manuelle Eingriffe mittels der unergonomischen Schaltwippen durchaus sinnvoll sind. Und wer just dann anfahren will, wenn der mit einer Start-Stopp-Automatik versehene Motor wieder auf Leerlaufdrehzahl hochfährt, kann ein leichtes Vibrieren im Antriebsstrang registrieren.

Der 500 PS starke Direkteinspritzer-Doppelturbo an sich ist jedoch eine Wucht und beschert dem Panamera Turbo den geringeren Verbrauch (14,7 zu 15,1 Liter Super Plus), ein nochmals spontaneres Ansprechen aufs Gaspedal und eine sehr eindrucksvolle Beschleunigung.

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Die betont kurz gestuften unteren Gänge unterstützen den drehfreudigen, mit Overboost 770 Nm freisetzenden Kurzhuber dabei wirkungsvoll: 3,9 Sekunden auf 100 km/h (mit Launch Control, im Sport Chrono Paket) sind ein sehr beeindruckender Wert für ein Auto dieses Kalibers. Der trotz 160 kg Mehrgewicht gewaltig anschiebende Alpina bleibt da klar zurück. Mit 5,1 Sekunden auf 100 km/h (Werksangabe: 4,7 Sekunden) kann aber auch er unvorbereiteten Mitfahrern bei Bedarf Laute der Überraschung entlocken, zumal diese Übung doppelt imposant wirkt in diesem feinen Ambiente.

Bis 200 km/h wächst der Vorsprung des Porsche sogar auf mehr als drei Sekunden, wobei der B7 auch jenseits dieser Marke nachdrücklich zulegt, um auf einer leeren Autobahn irgendwann die 300er-Tachomarke zu knacken. Die dürfte er – streng genommen – nicht erreichen, denn offiziell ist der B7 bei 280 km/h elektronisch abgeregelt. Der Panamera Turbo schafft frei von solchen Fesseln 303 km/h.

motor und getriebe
  Max.
Punkte
Porsche Panamera Turbo BMW Alpina B7 Biturbo
Beschleunigung 150147138
Höchstgeschwindigkeit 150130113
Getriebeabstufung 1009096
Kraftentfaltung 504746
Laufkultur 1008394
Verbrauch 32510294
Reichweite 25129
Kapitelbewertung 900611590
 

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