Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

BMW 750i gegen Maserati Quattroporte S

Haute Couture


Italienischer Limousinen-Chic trifft auf die neueste Mode aus Bayern. Was eint, was unterscheidet den Maserati Quattroporte S und den BMW 750i?


Seit seinem Debüt im Jahr 2003 gilt der Maserati Quattroporte als Alternative zu den üblichen Verdächtigen, unter denen berufliche High-Ender normalerweise wählen: Audi A8, BMW 7er, Mercedes S, VW Phaeton, Jaguar XJ, Lexus LS. Ein Stammplatz in den Geschichtsbüchern ist dem Quattroporte ohnehin sicher: schönste Luxuslimousine des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Bei der Vergabe dieses inoffiziellen Titels war der 7er-BMW nie in der engeren Wahl. Doch die Neuauflage kommt gefälliger daher mit weniger Heckmeck, dafür dominantem Kühlergrill und dem Versprechen, mit jeder Menge Hightech alles dafür zu tun, dass man entspannt, schnell, ausgeruht und ausgesprochen sicher ans Ziel kommt. Und BMW wäre nicht BMW, wenn das Ganze nicht mit einer gehörigen Prise Fahrspaß abgeschmeckt wäre.
Italienischer Chic in Gestalt des Maserati Quattroporte S trifft auf bayerisches Perfektionsstreben, vertreten durch den Top-7er 750i.

Karosserie

Was die flache, gleichwohl mächtige Karosserie auf den ersten Blick vermuten lässt, bestätigt sich nach dem Einsteigen. Der Maserati ist längst nicht so luftig geschnitten wie der BMW. Einzig der größere Beinraum hinten spricht für den Quattroporte, der mit italienischer Anmut die sehr subjektive Ambientewertung gewinnt. Die üppige Zusatzausstattung des Testwagens drückt aber aufs Gewicht: Mit 297 Kilogramm darf der Quattroporte nicht mehr zuladen als ein großes Reisemotorrad; Anhängerbetrieb ist gänzlich ausgeschlossen. So lässt sich der 450 Liter große Kofferraum (BMW: 500 Liter) kaum richtig nutzen.

Ebenso unbefriedigend ist es um die Funktionalität des Maserati bestellt. Das Bose-Multimediasystem (3570 Euro) ist zwar dank weniger Drehregler und Knöpfe aufgeräumt gestaltet, zeigt sich jedoch in der Praxis störrisch wie ein Esel und überschüttet den Fahrer selbst nach intensivem Studium des Benutzerhandbuchs mit Frusterlebnissen. Sprachbefehle bleiben weitestgehend unverstanden und ziehen kafkaeske Rückfragen nach sich, auf die das System aber keine Antwort mehr hören will. Jäger denken da mit kalter Wut an die gute Doppelläufige im Waffenschrank, andere möchten in Sack und Asche gen München ziehen, um die Entwickler des iDrive zu lobpreisen und jede Kritik an der ersten Generation reumütig zu widerrufen.

Wenig zu melden hat der Maserati auch bei der Sicherheitsausstattung, was sicher auch seinem konstruktiven Alter geschuldet ist. Gegen teils saftige Aufpreise lässt sich der BMW jedoch mit Toter-Winkel-Warnung, Spurhalte- und Nachtsichtassistenz, Abstandsregeltempomat, Front- und Heckkamera sowie Head-Up-Display ausstatten und erinnert den Fahrer sogar an Tempolimits.

KarosserieMax. PunkteBMW 750iMaserati Quattroporte S
Raumangebot vorn1009483
Raumangebot hinten1009380
Übersichtlichkeit703833
Bedienung/ Funktion1008367
Kofferraumvolumen1004135
Variabilität10030
Zuladung/ Anhängelast804311
Sicherheit15012096
Qualität/ Verarbeitung200185170
Kapitelbewertung1000700575
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW 750i

PS/KW 408/300

0-100 km/h in 5.70s

Hinterrad, 6-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 90.000,00 €

Maserati Quattroporte S

PS/KW 431/317

0-100 km/h in 5.40s

Hinterrad, 6-Stufen-Automatik

Spitze 280 km/h

Preis 123.350,00 €