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Audi A4 2.0 TDI gegen BMW 320d

Auf großer Fahrt

Ist der  gerade überarbeitete BMW 320d  auf dem Weg zum Erfolg? Im Mittelklasseduell trifft er auf den bewährten Audi A4 2.0 TDI. Wer entscheidet den Zweikampf der bayerischen Bestseller für sich?

und Audi A4 gelten zu Recht als probate Kilometerfresser, sofern unter deren Hauben Dieselmotoren arbeiten. Diese versprechen reichlich Durchzug für entspanntes Reisen und Verbräuche, die die Firmencontroller nicht gleich zum Betablocker greifen lassen. So gelten die Selbstzünder als ideale Rechtfertigungsgrundlagen für Fuhrparkleiter, wenn es mal wieder um die Budgetplanung geht.

Bei BMW führt der 320d die Verkaufsstatistik mit einem Marktanteil von über 50 Prozent an, bei Audi ist es der 2,0-Liter-TDI, allerdings in der 143-PS-Version. Aus Gründen der Waffengleichheit kommt hier die ebenfalls erhältliche 170-PS-Version mit gleichem Hubraum zum Einsatz. Grund genug für einen Vergleich und umso spannender, da der unlängst überarbeitete Dreier-BMW sich im ersten Vergleichstest gegen den Audi nur knapp geschlagen geben musste. Nun also werden die Karten neu gemischt.

Karosserie

Auch nach dem Facelift fühlen sich die Passagiere im BMW vorn wie hinten deutlich beengter als im Audi, obwohl die ermittelten Innenraummaße eine andere Sprache sprechen. Für das etwas schlechtere BMW-Raumgefühl sind die stark nach innen gewölbten Dachholme verantwortlich, welche die seitliche Kopffreiheit beeinträchtigen.

Auch beim Kofferraum geht der Ingolstädter mit 480 Litern gegenüber den 460 Litern des Münchners klar in Führung. Das Gleiche gilt für die Zuladung der Testwagen: 530 Kilogramm im A4 stehen 440 Kilogramm im Dreier gegenüber. Eine geteilt klappbare Rückbank kostet indes bei beiden Aufpreis (Audi: 290 Euro, BMW: 490 Euro). Angesichts der nur durchschnittlichen Übersichtlichkeit beider Kandidaten seien sowohl vordere als auch hintere Einparkhilfen (Audi: 770 Euro, BMW 750 Euro) Kauf-Interessenten ans Herz gelegt, um das teure Blech zu schützen. Die Anschaffungskosten sind zugegebenermaßen keineswegs günstig, relativieren sich aber in Anbetracht der zu erwartenden Kosten für die Beseitigung der Folgen von Parkremplern.

Mit dem überarbeiteten iDrive finden sich nun auch Mietwagenkunden beim Erstkontakt mit dem 320d ohne vorheriges Intensivstudium der Bedienungsanleitung zurecht. Gleiches gilt für das Multi Media Interface (MMI) des A4. Beide Hersteller zeigen, wie sich die Vielzahl an Bedienfunktionen sinnvoll kanalisieren lässt, ohne den Fahrer zu überfordern. Auch bei der Sicherheitsausstattung ziehen beide Hersteller alle Register: Ob Spurassistent oder Toter-Winkel-Warnung im Audi, Frontkamera und SOS-Taste im BMW – die Wahlmöglichkeiten sind zahlreich. Leider lassen sich viele dieser Ausstattungen nur im Paket mit anderen ordern. So ist zum Beispiel beim Audi der „lane assist“ (Spurassistent) nur in Verbindung mit dem Licht-/Regensensor, dem Multifunktionslenkrad im Vierspeichen-Design und den Radioanlagen „concert“, „symphony“ oder einem Navigationssystem bestellbar, was das sinnvolle Sicherheitsdetail unnötig verteuert.

KarosserieMax. PunkteAudi A4 2.0 TDIBMW 320d
Raumangebot vorn1007972
Raumangebot hinten1007059
Übersichtlichkeit704142
Bedienung/ Funktion1008584
Kofferraumvolumen1003936
Variabilität1001010
Zuladung/ Anhängelast803932
Sicherheit1509998
Qualität/ Verarbeitung200183181
Kapitelbewertung1000645614
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A4 2.0 TDI

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 8.60s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 230 km/h

Preis 32.500,00 €

BMW 320d

PS/KW 177/130

0-100 km/h in 7.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 230 km/h

Preis 33.400,00 €