Auto Vergleichstest Szenetypen
Alfa Romeo Mito und Mini Cooper im Test
Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V MultiAir | Mini Cooper
Aus AUTO ZEITUNG 2 / 2010
Alfa Romeo spendiert dem MiTo die Multiair-Technik. Die neue elektrohydraulische Ventilsteuerung soll die Effizienz steigern und den Mini Cooper auf Abstand halten
Das Mini-Rezept von Sir Alec Issigonis, der den ersten Mini Ende der 50er Jahre entwarf, trifft auch heute noch den Geschmack der mehr dem stilsicheren Auftritt als dem praktischen Nutzen zugewandten Lifestylern. Auch Alfa Romeo hat für die Stilbewussten eine passende Antwort im Programm: den MiTo. Der Kleine setzt auf italienischen Schick und die unverkennbaren Gesichtszüge eines echten Alfa. Die Italiener wollen aber nicht nur mit der rassig gestylten Karosserie überzeugen.
Die neue MultiAir-Technik, bei der die Einlassventile elektrohydraulisch betätigt werden, soll für frischen Wind unter der Haube des knackigen Alfa sorgen. Wie viel Temperament steckt im MiTo mit dem 135-PS-Turbotriebwerk im Vergleich zum Mini Cooper mit 120 PS starkem Saugmotor?
Karosserie
Keine Frage, in Italien versteht man etwas von gut sitzender Maßarbeit – nicht nur bei Anzügen, sondern auch bei Autos. Der MiTo passt wie angegossen. Fahrer und Beifahrer jeder Größe finden eine gute Position, um auch längere Strecken entspannt zu erledigen. Deutlich knapper fällt der Innenraum des Briten aus. Auf den weit außen montierten Sitzen kommen Schulter und Ellenbogen schnell mit den Türen in Kontakt. Die Kopffreiheit und der Einstellbereich der Sitze geben aber selbst Großgewachsenen genug Raum, um sich mit dem Mini anzufreunden. Die hinteren Sitze sind allerdings nur Notsitze für Erwachsene oder kuschelige Plätzchen für den Nachwuchs.
Eng wird es auch im Fond des MiTo, allerdings können sich hier zwei Erwachsene zumindest auf kurzen Strecken arrangieren. Zudem bietet der Kofferraum des Alfa nicht nur deutlich mehr Raum für die Einkäufe als das Gepäckabteil im Handtaschenformat des Cooper, er zeigt sich mit der optionalen asymmetrisch umlegbaren Sitzfläche und -lehne (220 Euro) im Alltag auch praxisorientierter.
Die moderneren Züge des Alfa haben aber auch einen Nachteil: Die stärker abfallende Front und das bullige Heck mit den massiven C-Säulen schränken die Übersichtlichkeit ein. Nahezu spielerisch lässt sich dagegen der knuffige, übersichtliche Brite in enge Parklücken bugsieren. Dennoch gibt der Mini das erste Kapitel ganz klar an den MiTo ab, zumal der Italiener bei der Sicherheitsausstattung dank Knieairbag und zudem mit ordentlicher Verarbeitung sein Punktekonto ausbaut.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Mini Cooper | Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V MultiAir | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 55 | 64 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 25 | 36 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 45 | 41 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 75 | 80 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 1 | 17 | ||||||
| Variabilität | 100 | 15 | 25 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 19 | 24 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 81 | 83 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 140 | 145 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 456 | 515 | ||||||
















































