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Drei Kleinwagen-Cabrios im Test

Kleine Flitzer oben Ohne

Opel bringt den Tigra zurück auf die Straße: Als Klappdach-Cabrio trifft er jetzt auf das ebenfalls taufrische Mini Cooper Cabrio und den bereits sehr erfolgreichen Peugeot 206 CC

Opel bringt den Tigra zurück auf die Straße: Als Klappdach-Cabrio trifft er jetzt auf das ebenfalls taufrische Mini Cooper Cabrio und den bereits sehr erfolgreichen Peugeot 206 CC.

Karosserie

Innerhalb von 18 Sekunden öffnet sich das Tigra-Stahldach per Elektromotor, nachdem es von Hand entriegelt worden ist. Ohne zu haken oder zu knistern, faltet sich das Blechdach präzise in den Kofferraum. Genau acht Sekunden mehr vergehen beim Peugeot, bis sein Blechdeckel im Heck verschwindet. Ohne zusätzliche Handarbeit entledigt sich der Mini in 22 Sekunden seiner Stoffkapuze. Zudem lässt sich ein Teil des Verdecks als Schiebedach zurückschieben. Durch den Verzicht auf die zweite Sitzreihe stehen dem Tigra bei versenktem Dach 250 Liter Kofferraum zur Verfügung. Die Viersitzer müssen sich mit 120 (Mini) bzw. 174 Liter (Peugeot) geschlagen geben. Geschlossen jedoch kann der Mini auf Grund seiner geteilt umlegbaren Rücksitzlehnen mit bis zu 605 Liter Laderaum auftrumpfen. Um diesen besser zu nutzen, lässt sich das Verdeck hinten entriegeln und anheben. Dadurch entsteht mit Hilfe der nach unten schwingenden Heckklappe eine große Öffnung, durch die sich der Mini bequem beladen lässt. Auch für Fahrer und Beifahrer herrschen im Cooper Cabrio geradezu üppige Platzverhältnisse. Ob das Verdeck offen oder geschlossen ist, spielt für die Frontpassagiere keine Rolle. Hinten sieht es jedoch ganz anders aus: Selbst wenn der Fahrer nur 1,70 Meter groß und der Sitz nicht weit zurückgeschoben ist, bleibt der Knieraum für die Fahrgäste im Fond Mangelware. Das trifft auch auf den Peugeot zu, bei dem es sogar auf den vorderen Plätzen eng wird. Weil die Scheibe des Franzosen relativ schräg steht, fühlt man sich im 206 CC eingeschränkt und ein Stück weit des Cabrio-Feelings beraubt, da man praktisch unter dem Scheidenrahmen sitzt. Das ist im Opel nicht viel anders. Legt sich sein Blechdeckel über den knapp geschnittenen Innenraum, stören zudem die stark eingezogenen Dachholme das Wohlbefinden. Qualitativ jedoch überzeugt der Tigra. Er leistet sich auf schlechten Pisten die wenigsten Nebengeräusche und stellt ein zwar etwas nüchternes, aber dafür sehr gut verarbeitetes Interieur zur Schau. Dicht dahinter folgt in der Qualitätsanmutung der ähnlich steif wirkende Mini, der lediglich mit einem stärkeren Rascheln im Verdeckmechanismus auffällt. Weniger hochwertig wirken dagegen die Materialien im 206 CC. Diesen Mangel kann auch die Lederausstattung (1234 Euro) nicht kaschieren. Insbesondere bei versenktem Dach dringen während der Fahrt nervige Klappergeräusche aus dem Kofferraum. Dafür lässt sich der CC dank seiner schmalen C-Säule und dem großen Fenster rückwärts problemlos einparken. Beim TwinTop gelingt dies ebenso gut, während der Mini mit Nachteilen kämpft: Die extrem breite C-Säule und der Überrollbügel stören beim Rangieren. Deshalb spendiert BMW dem kleinen Cabrio eine serienmäßige Park-Distance-Control.

KarosserieMax. PunkteMini Cooper CabrioOpel Tigra TwinTop 1.8Peugeot 206 CC 2.0 135
Raumangebot vorn100504146
Raumangebot hinten10010-6
Übersichtlichkeit100354249
Bedienung/ Funktion100788271
Kofferraumvolumen100142718
Variabilität702055
Zuladung/ Anhängelast8015221
Sicherheit150516070
Qualität/ Verarbeitung200149152134
Kapitelbewertung1000422411420
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mini Cooper Cabrio

PS/KW 116/85

0-100 km/h in 9.90s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 193 km/h

Preis 20.000,00 €

Opel Tigra TwinTop 1.8

PS/KW 125/92

0-100 km/h in 10.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 204 km/h

Preis 17.895,00 €

Peugeot 206 CC 2.0 135

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 9.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 20.100,00 €