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Vergleichstest Kompakt-Kombis

Kombi-Quartett

Fahrkomfort

Auf seinen Sportsitzen (2103 Euro inklusive Leder) bietet der Golf Variant den besten Seitenhalt. Die Schulterabstützung könnte allerdings etwas besser ausfallen. Letzteres gilt auch für den Skoda. Da bieten die Opel-Sitze mehr, können aber beim Seitenhalt, ebenso wie die des Ford, nicht ganz mithalten. Im Fond hält der Rüsselsheimer hingegen die angenehmsten Plätze bereit. So weit, so gut. Will man in Opel und Ford jedoch Kleinkram unterbringen, stellt sich heraus, dass es mit deren Ablagen-Angebot nicht zum Besten steht. Da sind Skoda- und VW-Fahrer weitaus besser dran. Hier fassen die Türablagen gar große Mineralwasser-Flaschen oder Straßenatlanten. Opel und Ford haben dafür die niedrigsten Gepäckraum-Ladekanten. Einmal in Fahrt, freut man sich im Ford über die serienmäßige und leistungsfähige Zwei-Zonen-Klimaanlage. Die getrennte Regelung für Fahrer und Beifahrer gibt es bei Opel gar nicht und im VW-Konzern-Duo nur gegen Aufpreis (Skoda: 400 Euro, VW: 313 Euro). Zwar macht der Pumpe-Düse-Diesel im Golf durch einen relativ rauen Lauf auf sich aufmerksam, dank geringer Wind- und Abrollgeräusche vermittelt der neue Variant aber in der Summe den leisesten Eindruck. Im Ford Focus Turnier sind die Abrollgeräusche etwas deutlicher zu hören. Opel und Skoda wiederum lassen auf unebenen Pisten mitunter deutliche Fahrwerksgeräusche zu den Insassen-Ohren dringen. Caravan und Combi bleiben auch beim Federungskomfort hinter ihren Konkurrenten zurück. Der Skoda rollt recht steifbeinig ab und reicht kleine Unebenheiten wie etwa Fahrbahnkanten relativ ungefiltert an die Insassen weiter. Der Opel hingegen scheint etwas unterdämpft. Wenn er etwa Fahrbahnabsätze passiert, zittert die Karosserie stets etwas nach. Auch neigt seine Vorderachse ein wenig zum Stuckern. Der Ford wirkt relativ straff, ist aber sehr souverän, wenn es darum geht, straßenbauliche Nachlässigkeiten von den Insassen fernzuhalten. Nahezu mustergültig ist dagegen der Golf: Er überzeugt satt abrollend mit sensiblem Ansprechverhalten und beträchtlichem Schluckvermögen seiner Federung.

FahrkomfortMax. PunkteVW Golf Variant 2.0 TDISkoda Octavia Combi 2.0 TDIOpel Astra Caravan 1.9 CDTIFord Focus Turnier 2.0 TDCi
Sitzkomfort vorn150135124125115
Sitzkomfort hinten10074747675
Ergonomie150132132120130
Innengeräusche5032282331
Geräuscheindruck10057555656
Klimatisierung5032323337
Federung leer200136130130135
Federung beladen200134130130134
Kapitelbewertung1000732705693713
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Motor & Getriebe

Mit Leistungen zwischen 136 (Ford) und 150 PS (Opel) garantieren alle Autos ordentliche Reiseschnitte. Dafür sorgen Höchstgeschwindigkeiten von knapp über 200 km/h. Die Beschleunigungswerte liegen durchweg bei unter zehn Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h. Dank eines maximalen Drehmoments von 320 Nm bei allen vier Motoren und der daraus resultierenden Durchzugskraft lassen sich die Kilometer sehr entspannt abspulen. Dennoch sind antriebsseitig verschiedene Charaktere auszumachen. Im Ford verrichtet der bekannte 2,0-Liter-Common-Rail-Diesel seinen Dienst, der in Kooperation mit PSA (Peugeot/Citroën) entstand. Im Opel arbeitet ein 1,9-Liter-Motor mit dem gleichen Einspritzprinzip. Das Aggregat entstammt der ehemaligen Powertrain-Allianz zwischen GM und Fiat. Beide Vierventiler sind serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter bestückt. Bei dem 140 PS starken 2,0-Liter-Zweiventiler, der sowohl den Skoda als auch den Golf antreibt, muss der Rußpartikelfilter mit 600 Euro (Skoda) beziehungsweise 590 Euro (VW) extra bezahlt werden. Das Pumpe-Düse-Aggregat kann nicht mit der Laufruhe der beiden Common-Rail-Diesel mithalten. Es arbeitet sowohl nach dem morgendlichen Kaltstart als auch in hohen Drehzahlbereichen rauer als die Konkurrenz. Im Golf scheint der Motor etwas besser entkoppelt zu sein als im Skoda, denn die störenden Dröhnfrequenzen treten bei ihm weniger ausgeprägt auf. Die Nachteile bei der Laufkultur kompensiert das Pumpe-Düse- Triebwerk mit spontaneren Reaktionen auf Gaspedalbewegungen als die Common-Rail-Motoren. Speziell in höheren Geschwindigkeitsbereichen geht aber dem Golf, gemessen an seinen Kontrahenten, etwas die Puste aus. Wenn zum Beispiel auf freien Autobahnabschnitten ausbeschleunigt wird, fällt der VW etwas zurück. Dafür hat der Golf beim Verbrauch die Nase klar vorn: 6,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer schafft keiner der Konkurrenten (Skoda: 7,3 Liter, Ford 7,6 Liter, Opel 7,9 Liter Testverbrauch). Um die Kraftübertragung kümmern sich durchweg SechsgangGetriebe. Deren hohe Präzision macht erforderliche Gangwechsel zum Vergnügen. Speziell im kalten Zustand verlangen aber das Skoda- und das Golf-Getriebe nach weniger Kraftaufwand beim Schalten.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Golf Variant 2.0 TDISkoda Octavia Combi 2.0 TDIOpel Astra Caravan 1.9 CDTIFord Focus Turnier 2.0 TDCi
Beschleunigung200136140142142
Elastizität0----
Höchstgeschwindigkeit20075777773
Getriebeabstufung10085858282
Kraftentfaltung5029323130
Laufkultur10050495153
Verbrauch250206196189193
Reichweite2516141112
Kapitelbewertung925597593583585
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Golf Variant 2.0 TDI

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 25.490,00 €

Skoda Octavia Combi 2.0 TDI

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 207 km/h

Preis 24.090,00 €

Opel Astra Caravan 1.9 CDTI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 207 km/h

Preis 24.160,00 €

Ford Focus Turnier 2.0 TDCi

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 9.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 203 km/h

Preis 24.050,00 €