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Diesel-SUV: Santa Fe vs. Captiva im Vergleichstest

Gute Mixtur

Der Chevrolet Captiva und der Hyundai Santa Fe kombinieren die Vielseitigkeit eines Vans mit der Geländegängigkeit eines modernen Allradlers, ohne den Familien-Etat deshalb über Gebühr zu belasten. Im Test die siebensitzigen Diesel-Versionen mit Partikelfilter

Die Kandidaten sollen alles auf einmal können: Sie sollen für ansehnliche Fahrleistungen bei geringem Verbrauch sorgen, bis zu sieben Personen oder möglichst viel Gepäck transportieren – und das sogar abseits befestigter Wege oder zumindest auf rutschigem Untergrund. Zusätzlich sollen sie sich als Zugfahrzeuge eignen und zu sozialverträglichen Prei-sen zu haben sein. Allzugroß ist die Auswahl angesichts dieser Anforderungen nicht mehr, doch hier bieten sich gleich zwei koreanische Modelle an: der Chevrolet Captiva und der Hyundai Santa Fe, die sich in diesem Test miteinander messen. Der Chevrolet Captiva 2.0 mit 150 PS starkem Diesel startet zu Preisen ab 29390 Euro. Für die siebensitzige Version werden allerdings mindestens 32790 Euro fällig. Der Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi leistet 155 PS und steht ab 31790 Euro in der Preisliste – allerdings nur mit Frontantrieb. Samt Allradtechnik und mit siebenfacher Bestuhlung addiert sich der Preis auf 35920 Euro. Und was bekommt der Kunde dafür?

Karosserie

Zunächst einmal eine ganze Menge Raum. Sowohl im Chevrolet als auch im Hyundai finden bis zu sieben Erwachsene Platz, ohne sich eingepfercht zu fühlen. Selbst die im Kofferraumboden versenkbaren Zusatzpolster der dritten Reihe offerieren genug Bewegungsfreiheit. Ab 1,80 Meter Körperlänge stoßen die Hyundai-Passagiere in der dritten Reihe jedoch ans Dach. Dafür bietet der Santa Fe auf den vorderen beiden Reihen mehr Innenbreite als der Captiva. Bloß der Fahrer hat davon wenig, weil ihn die tief im Fußraum liegende Pedalerie dichter als nötig hinters Lenkrad zwingt und die hohe Sitzposition ihn nah ans Dach rückt. Als Gepäcktransporter ist der Hyundai jedoch eindeutig im Vorteil: 528 bis 1582 Liter gegenüber 465 bis 1490 Liter Stauvolumen sowie eine etwas höhere Zuladung und eine um 200 Kilo höhere Anhängelast sprechen für ihn. Die Klappmechanismen der Sitze beider Autos funktionieren tadellos und erlauben den Umbau vom Siebensitzer zum völlig ebenen Ladeprofi mit wenigen Handgriffen. Die separat öffnende Heckscheibe des Captiva ist ein nettes Detail, das jedoch im Praxiseinsatz nur von untergeordneter Bedeutung ist. Wichtiger ist die Sicherheitsausstattung, bei der die Wettbewerber nur in Kleinigkeiten voneinander abweichen. Wesentliche Details wie sechs Airbags, Bremsassistent und ESP sind jeweils serienmäßig an Bord. Der Hyundai hat zudem Nebelscheinwerfer und aktive Kopfstützen inklusive, während der Chevrolet mit optionalen Licht- und Regensensoren sowie einem automatisch abblendbaren Innenspiegel und einer serienmäßigen Bergabfahrhilfe punktet. Letztere nutzt nicht nur im Offroad-Einsatz, sondern – viel öfter – auch auf verschneiten Straßen. Deutliche Unterschiede ergeben sich jedoch hinsichtlich der Verarbeitungsgüte: Während der Santa Fe sehr solide wirkt und mit hochwertig anmutenden Materialien glänzt, zeigt der Captiva zu viel Plastik-Look und nervt mit Rappel- und Quietschgeräuschen auf schlechten Wegstrecken.

KarosserieMax. PunkteHyundai Santa Fe 2.2 CRDiChevrolet Captiva 2.0
Raumangebot vorn1007474
Raumangebot hinten1007352
Übersichtlichkeit705284
Bedienung/ Funktion1008746
Kofferraumvolumen1005547
Variabilität1004654
Zuladung/ Anhängelast805766
Sicherheit15064148
Qualität/ Verarbeitung200166148
Kapitelbewertung1000674719
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi

PS/KW 155/114

0-100 km/h in 11.90s

Allradantrieb, autom. zuschaltend, 5 Gang manuell

Spitze 179 km/h

Preis 34.390,00 €

Chevrolet Captiva 2.0

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 11.10s

Allradantrieb, permanent, 5 Gang manuell

Spitze 186 km/h

Preis 29.390,00 €