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Vergleich Sport-Cabrios

Sturmwarnung

Obacht! Diese Cabrios sind eine ernste Gefahr für jede Dauerwelle. Mit Motorleistungen weit jenseits der 400 PS und bei Bedarf hart zuschlagenden Hightech-V8-Motoren machen das neue BMW M3 Cabrio mit Doppelkupplungsgetriebe und das Mercedes CLK 63 AMG Cabrio viel Wind

Eine abgesperrte Strecke irgendwo in der Eifel. Vergleichstest zwischen dem neuen BMW M3 Cabrio mit M-Doppelkupplungsgetriebe und dem Mercedes CLK 63 AMG. Irgendwann sieht Fotograf Willy Bister nicht mehr durch die blauen Reifenrauchwolken, die ihm die Linse des Teleobjektivs vernebeln. Willy stoppt das quere Treiben: Jungs, das sind doch Cabrios. Da muss man doch nun wirklich nicht ständig quer fahren! Lieber Willy: Müssen tut man das freilich nicht. Aber 420 oder gar 481 PS in einem Cabrio sind eh ein recht sinnfreier Beitrag zum automobilen Heute. Einziger Zweck dieser donnernden Windmaschinen: Party machen! Und insofern führen wir die Wagen gerade einer völlig artgerechten Boden-Freilandhaltung zu. Wohlgemerkt: Um eine Dauerwelle lustvoll zu verunstalten, genügen auch die braven Diesel-Versionen am anderen Ende der Preislisten. Das BMW-3er-Cabrio gibt es ja inzwischen gar mit Vierzylindern samt automatischem Ampel-Motor-Stopp – dezenter Cabrio fahren geht dann wirklich nicht, Willy!

Karosserie

Mit mehr Platz und Steifigkeit punktet die BMW-Karosse

Zum Thema dezent: Hat sich AMG bei der Gestaltung des CLK-Bodykits nun tatsächlich zurückgehalten, oder liegt es nur am Brachial-Format des M3, dass der CLK einen so schlanken Fuß macht? Er ist eindeutig in die Jahre gekommen, der elegante CLK, es darf aber mit Wohlwollen konstatiert werden, dass da ein weiterer Mercedes auf dem Weg zum reifen Klassiker ist.

Diesen Weg hat der aktuelle M3 erst noch vor sich, er ist ganz ein Kind seiner Zeit: aggressiv, volle Punktzahl im Ausdruck, maximale Drohgebärde. Auch seine Funktionalität, Variabilität und Qualität wirken mehr up to date. Das viel gescholtene iDrive kann sich in seiner aktuellen Evolutionsstufe inzwischen vor das Comand-System des CLK setzen – mit nur einem Hauch Übung zum Einstieg funktioniert iDrive definitiv flüssiger und wesentlich ablenkungsärmer als das zu Beginn selbsterklärendere, dann aber stets sperrigere Comand-System. Fahrer mit langen Beinen verstellen im CLK überdies mit dem linken Knie schnell mal Außenspiegel und elektrische Sitze.

Das Raumangebot des M3 ist vor allem auf den Fondsitzen etwas besser, obendrein hat der BMW mit der optionalen XXL-Durchlademöglichkeit vom Kofferraum bis zu den umlegbaren Fondsitzlehnen ein echtes Alltagsplus. Allerdings ist der Kofferraum des CLK bei geöffnetem Verdeck größer, seine 390 Liter schlucken dann mit etwas Entsagung auch das Reisegepäck von vier Frischluft-Fans. Im BMW reisen vier Freunde ausnahmslos hochgeschlossen zum Urlaubshotel. Den Sieg im Karosseriekapitel fährt der BMW aber nicht zuletzt durch seine spürbar steifere Karosserie ein. Der CLK gerät auf schlechter Fahrbahnoberfläche oder welligen Autobahnen spürbar ins Zittern – kleinere Knarzgeräusche untermauern dies akustisch.

KarosserieMax. PunkteBMW M3 CabrioMercedes CLK 63 AMG
Raumangebot vorn1007270
Raumangebot hinten1006255
Übersichtlichkeit704145
Bedienung/ Funktion1008380
Kofferraumvolumen1001824
Variabilität10013-
Zuladung/ Anhängelast801312
Sicherheit1509485
Qualität/ Verarbeitung200180173
Kapitelbewertung1000576544
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW M3 Cabrio

PS/KW 420/309

0-100 km/h in 5.10s

Hinterrad, 7 Gang Direktschaltung

Spitze 250 km/h

Preis 77.750,00 €

Mercedes CLK 63 AMG

PS/KW 481/354

0-100 km/h in 4.40s

Hinterrad, 7 Gang Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 96.539,00 €