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Sechs kompakte Familienvans im Vergleichstest

Varianten

Fahrkomfort

Dank seiner optimal konturierten Sportsitze (zusammen mit Sportfahrwerk und Alu-Felgen Bestandteil des Sport-up-Pakets: 750 Euro) reisen die Insassen des Seat vorn am besten. Während die Kontur der Rückbank bei einer Nutzung mit zwei Personen den Passagieren einen hohen Sitzkomfort beschert, fühlt sich ein eventueller dritter Mitfahrer wie auf einem Notsitz. Dies gilt genauso für den mittleren Passagier vorn im Honda, der stets über Schulterkontakt klagt und dessen Beinraum alles andere als großzügig bemessen ist. Da hilft nur ein Zurückschieben des Sitzes, was wiederum den Beinraum des Fondpassagiers dahinter kräftig reduziert. Somit ist das Fahren zu sechst zumindest auf Langstrecken kein Vergnügen. Im Mercedes sitzen die Insassen auf Grund der Sandwich-Bauweise relativ hoch und mit angewinkelten Beinen, während Golf Plus und VW Touran die komfortabelsten Plätze bieten. Zu diesem Kreis würde auch der Peugeot zählen, doch seine Polster fallen etwas zu weich aus. Davon kann man zumindest bei der Federung des Franzosen nicht sprechen. Auf der Autobahn noch recht sanft dahingleitend, lässt er auf schlechter Fahrbahn nach und rollt spürbar hölzerner ab. Hier kann sich der Honda nur wenig besser in Szene setzen. Wesentlich geschmeidiger kann indes die A-Klasse mit straßenbaulichen Mängeln umgehen. Trotz Sportfahrwerk legt der Seat einen überraschend guten Federungskomfort an den Tag und erninnert nur beim Überfahren von Querfugen an seine sportliche Abstimmung. Die Maßstäbe setzt eindeutig der Golf Plus mit dem enormen Schluckvermögen seiner Federung. Einziges Manko: Bodenwellen, die nur mit einer Fahrzeugseite passiert werden, führen zu Wankbewegungen der Karosserie. Die Touran-Federung wirkt spürbar straffer, gibt sich aber unter Beladung etwas ausgewogener, ohne in der Summe dem Golf das Komfort-Kapitel streitig machen zu können.

FahrkomfortMax. PunkteVW Touran 2.0 FSIVW Golf Plus 2.0 FSISeat Altea 2.0 FSIMercedes A 200Peugeot 307 SW 135Honda FR-V 2.0
Sitzkomfort vorn150127127132123119113
Sitzkomfort hinten100737572686870
Ergonomie150130130126118127110
Innengeräusche50343325352733
Geräuscheindruck100686866605370
Klimatisierung50163030283030
Federung leer200144148142140130133
Federung beladen200140138130130120125
Kapitelbewertung1000732749723702674684
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Motor & Getriebe

Die Verbindung von 136 bis 150 PS starken Motoren mit bis zu 1560 Kilogramm Leergewicht lässt Sportwagenliebhaber nur müde lächeln. Gleichwohl gebärdet sich das variable Quartett alles andere als untermotorisiert. Beschleunigungsdaten zwischen 9,2 (Golf Plus) und 10,4 Sekunden (Touran) auf Tempo 100 und die Werte für den Zwischenspurt reichen allemal, um beim Einfädeln auf die Autobahn oder beim Überholen langsamer Fahrzeuge zügig voranzukommen. Doch werden diese Eckwerte unterschiedlich realisiert: So gefällt der quirlige, mit variabler Ventilsteuerung operierende Honda-Motor durch ausgeprägte Drehfreude bei gleichzeitiger Kultiviertheit. Gleichfalls gut am Gas hängt der anders als die übrigen fünf mit nur zwei Ventilen je Zylinder bestückte Mercedes-Motor, der mit den knapp 1,3 Tonnen des Mercedes A 200 leichtes Spiel hat. Zudem äußert sich dieser Gewichtsvorteil in einem relativ niedrigen Testverbrauch von 8,6 Liter Super. Allerdings missfällt die kernige, zuweilen dröhnige Akustik des 136 PS leistenden Vierzylinders dann, wenn öfters stark beschleunigt wird. In dieses akustische Bild fügt sich der Peugeot ein, dessen nicht sonderlich spritziger Antrieb sehr rau klingt. Überdies verbraucht der Franzose mit 9,5 Liter Super - ebenso wie der Honda - recht viel. Die 150 PS leistenden FSI-Motoren in Seat Altea, VW Golf Plus und VW Touran können sich gleichfalls kein Ruhmesblatt an den aufwändig konstruierten Zylinderkopf heften: Trotz Direkteinspritzung des teuren Super Plus verbraucht das Trio zwischen 9,1 (Altea, Touran) und 9,4 Litern (Golf Plus). Dafür entschädigen die drei mit spontaner Gasannahme sowie Laufruhe bis in höhere Drehzahlbereiche. Diesen Vorsprung vermag das deutsch-spanische Trio auch in puncto Schaltung und Getriebeabstufung zu wahren. Etwas aus dem Rahmen fällt hier der Honda FR-V, dessen gewöhnungsbedürftig platzierter Schalthebel sich in der Bedienung als hakelig entpuppt.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Touran 2.0 FSIVW Golf Plus 2.0 FSISeat Altea 2.0 FSIMercedes A 200Peugeot 307 SW 135Honda FR-V 2.0
Beschleunigung200131143139137132142
Elastizität0------
Höchstgeschwindigkeit200717576707065
Getriebeabstufung100898686847882
Kraftentfaltung50161817191718
Laufkultur100707069656073
Verbrauch200149146149154145145
Reichweite50231920212121
Kapitelbewertung900549557556550523546
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Touran 2.0 FSI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 10.40s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 201 km/h

Preis 24.075,00 €

VW Golf Plus 2.0 FSI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 22.000,00 €

Seat Altea 2.0 FSI

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.60s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 206 km/h

Preis 21.770,00 €

Mercedes A 200

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 9.80s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 21.808,00 €

Peugeot 307 SW 135

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 10.30s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 22.050,00 €

Honda FR-V 2.0

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.30s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 22.700,00 €