Tuning: Golf I gewinnt TÜV-Wettbewerb

TÜV stellt aufgemotzten Golf aus

Was schick aussieht am Auto muss nicht illegal sein: Der TÜV Rheinland prämierte einen Golf I bei seiner vierten Tuning Night und stellt den modifizierten Wolfsburger auf der Automechanika Mitte September aus

Tuning und TÜV, das passt zusammen – wie Marco Müller mit seinem VW Golf I beweist. Der KFZ-Meister und bekennende Tuning-Fan muss es wissen, denn sein aufwändig umgebauter Volkswagen gewann bei der vierten TÜV Rheinland Tuning Night in Köln den Show-and-Shine-Wettbewerb. Nun wird der glänzende Golf auf der Automechanika vom 11. bis 16. September zu sehen sein. Der TÜV Rheinland präsentiert dort den modifizierten Wolfsburger und möchte aufzeigen, dass Tuning und TÜV sich nicht widersprechen.

VW Golf I avanciert zum Showcar des TÜV

"Gut gedacht und gut gedacht sind manchmal leider zwei verschiedene Paar Schuhe", weiß der 39-jährige KFZ-Profi Müller aus eigener Erfahrung. "Insofern ist es gut, dass es den TÜV gibt. Die Verkehrssicherheit darf nicht unter Tuning-Maßnahmen leiden." Sein klassisch getunter Golf gefiel den Zuschauern bei der Tuning Night am besten und wird nun zum Showcar.

Der in "Chocolate Brown", einer Serienfarbe von Ford USA, lackierte Wolfsburger überzeugt durch dezentes Tuning. Dazu gehören verbreiterte Radläufe, ein gecleantes Heck, Klarglasscheinwerfer und Chrom-Anbauteile. Außerdem stellt Marco Müller seine Liebe zum Detail mit dem Kühlergrill des Diesel-Modells und einem in die Motorhaube gestanzten VW-Logo unter Beweis.

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Allerdings hat das Tuning auch unter dem schicken Blechkleid stattgefunden: In der Front des Golf arbeitet ein 1,8-Liter-Vierzylinder, der serienmäßig 112 PS leistet. Dank eines G60-Laders, einer Schrick-Nockenwelle, bearbeiteter Drosselklappen, Chiptuning und einer Golf-GTI-Schwungscheibe schafft es der auf 220 PS erstarkte kleine Volkswagen in rund sechs Sekunden von Null auf Tempo 100. Die Kraft wird mittels eines lang übersetzten Golf-III-Getriebes übertragen und von 195er-Reifen auf 15-Zöllern auf die Straße gebracht. Für den passenden Sound sorgt eine Supersprint-Abgasanlage mit Fächerkrümmer und 60-Millimeter-Endrohr.
Christoph Kragenings