Irmscher Astra GTC 2012: Fahrbericht des getunten Kompakt-Opel

Mehr als nur ein Blickfang

Der Astra GTC von Irmscher ist ein imposanter Kurvenräuber mit gutem Langstreckenkomfort. Eine Spazierfahrt mit dem getunten Kompakt-Opel

Schon die Schriftzüge an den Seiten des knallroten Astra GTC verraten: Hier waren Profis am Werk. Tuning-Spezialist Irmscher hat die Opel-Design-Linie gekonnt aufgegriffen und dem Kompaktsportler ein muskulöses Outfit verpasst:

Mit eigens designtem Zubehör – unter anderem einer neuen Frontlippe, Dachspoiler, Seitenschweller, Diffusoreinsatz, vier markanten Endrohren und üppigen 20-Zoll-Rädern – steigern die Remshaldender das Überholprestige des GTC. Auch der Innenraum wurde aufgepeppt: Die gut konturierten Leder-Sportsitze bieten viel Seitenhalt sowie angenehmen Langstreckenkomfort, und die Alu-Pedalerie (130 Euro) sorgt für einen Hauch von Rennflair.

Irmscher Astra GTC 2012: DER Opel GIERT NACH KURVEN

Die Vredestein-Reifen im Format 245/40 ZR 20 schlucken Querfugen erstaunlich gekonnt, haften optimal auf der Fahrbahn, laufen jedoch Spurrillen nach. Wegen der leicht nervösen Lenkung um die Mittellage sind beim Geradeauslauf daher öfter Korrekturen erforderlich. Doch am wohlsten fühlt sich der Irmscher-Astra sowieso auf kurvigen Landstraßen.

Mit der um 30 Millimeter tiefergelegten Karosserie geht es zackig und narrensicher ums Eck, erst spät tendiert der Astra GTC von Irmscher zu leichtem Untersteuern – das korrigierende ESP ist aber kaum spürbar. Kleines Manko: Trotz guter Verzögerung könnte die Dosierung der Bremse etwas besser sein.

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In unserem Testwagen arbeitete der 180 PS starke Serienmotor, der schon ordentliche Fahrleistungen offeriert. Sportlich-ambitionierte Fahrer können bei Irmscher aber auch noch nachlegen: Für einen Obolus von 700 Euro kann die Leistung des Turbos auf 215 PS gesteigert werden.
Michael Gorißen

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