IAA 2011: Tuner

Fast Forward

Mehr Leistung? Kein Problem. Kräftigere Optik? Bittesehr. Dass Tuner auch elektrisch können, zeigt Brabus mit zwei Studien

AC Schnitzer und Hamann kümmern sich um das BMW 6er Cabrio. Karosseriekit, neue Felgen und Leistungssteigerungen kommen aus Aachen und Laupheim. Bis zu 510 PS plant Hamann, für den 6er anzubieten. AC Schnitzer bringt den Motor des 650i gar auf 540 PS.

Das BMW 1er M Coupé bringt AC Schnitzer beinahe auf das Leistungsniveau eines BMW M3. Der Dreiliter-Turbo leistet nach dem Tuning 400 PS. Eine neue Bremsanlage hinter 19 oder 20 Zoll großen Felgen fängt die Leistung wieder ein.

Brabus geht auf der IAA zu elektrischem Tuning über. Die Bottroper Mercedes-Spezialisten, bisher schon kompromisslose Schnellermacher, setzen auf Radnabenmotoren mit je 80 Kilowatt. In einer Hybrid-Studie auf Basis des Mercedes E 220 CDI sitzen zwei Elektromotoren an der Hinterachse. Und weil es schon mal da ist, kommt ein zusätzliches Steuergerät an den Diesel. Der leistet nun 200 PS und 450 Newtonmeter. Dazu kommen 160 kW und 1600 Nm von den Elektromtoren.

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Vier dieser Elektromotren treiben eine zweite E-Klasse rein elektrisch an. Brabus verspricht 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h, 220 km/h Spitze und 350 Kilometer Reichweite. 2,2 Tonnen wiegt die 4,86 Meter lange Limousine nach dem Umbau – 200 Kilo mehr als die Hybridvariante.

Wie stark der von Brabus getunte Smart electric drive wird, wollen die Bottroper noch nicht verraten. Doch Kotflügelverbreiterungen, 18-Zoll-Räder und Soundgenerator gelten als sicher.

Dass Brabus sein Handwerk mit Verbrennungsmotoren noch kann, zeigt der Rocket 800. Der umgebaute CLS soll die Tradition der extrem schnellen Viertürer aus Bottrop weiterführen. Auf über 370 km/h kommt der Rocket mit einem auf 6,3 Liter Hubraum aufgebohrten V12-Biturbo. In 23,8 Sekunden beschleunigt der Viertürer aus dem Stand auf 300 km/h. Der Preis: ab 429.000 Euro.

Techart extremisiert den Porsche 911 GT2 RS. Das stärkste Rundstreckenmodell in der bisherigen Elfer-Reihe tunen die Leonberger auf 720 PS und 900 Newtonmeter. In 9,5 Sekunden erledigt der GTStreet RS den Standardsprint für Supersportwagen – von null auf 200 km/h. In 3,3 Sekunden geht es von null auf Hundert, bei 352 km/h ist Schluss. Ein Noselift-System hebt die Schnauze auf Knopfdrucke um sechs Zentimeter an. Anbauteile aus Kohlefaser und Polyurethan sollen die Aerodynamik verbessern, 20-Zoll-Felgen die Optik.
Andreas Of