Toyota Celica (2017): Erste Informationen Neue Celica und Diesel-Zukunft

16.08.2016

Zusammen mit BMW entwickelt Toyota eine sportliche Plattform für ein neues Modell 2017. Überraschung: Die Toyota Celica könnte tatsächlich zurückkommen. Das wissen wir!

Toyota will auch in Zukunft ein sportliches Coupé bauen. Möglicherweise kommt dann der Traditionsname Toyota Celica (2017) ins Spiel. Es wäre jedenfalls eine logische Konsequenz. In Sachen Sportlichkeit hält derzeit der jüngst facegeliftete Toyota GT86 die Fahne hoch. Das Sportcoupé, das dem Subaru BRZ entspricht und von dessen Boxermotor angetrieben wird, soll aber wohl keinen Nachfolger bekommen. Zusammen mit BMW (neuer Z4) arbeitet Toyota an einer neuer Plattform. Beide Autos werden jedoch ein völlig unterschiedliches Design erhalten. Auch soll der Toyota zunächst nur als Coupé, der Z4 dagegen wie bisher als Roadster auf den Markt kommen. Dann dürfte das Segment allerdings zu eng sein, um den Überlebensraum für den aktuellen GT86 in seiner heutigen Form zu sichern. Mehr zum Thema: So könnte die Toyota Supra kommen

Toyota Celica (2017) würde Kult-Coupé fortführen

Toyota ist eine Company mit zwei Gesichtern. Da ist auf der einen Seite der Markt in Deutschland, auf dem die Japaner seit geraumer Zeit Marktanteile verlieren: Die Neuzulassungen sanken bei uns von 147.995 im Jahr 2006 auf 65.939 Einheiten im vergangenen Jahr. Da ist auf der anderen Seite jedoch der Rest der Welt mit den USA, dem Heimatland Japan und anderen großen Automärkten, auf denen Toyota äußerst erfolgreich unterwegs ist. So blieben die Japaner auch 2015 mit mehr als 10,15 Millionen verkauften Fahrzeugen der größte Autokonzern der Welt. Hauptkonkurrent VW landete – angeschlagen durch den Diesel-Skandal – mit 9,93 Millionen Auslieferungen erneut auf Platz zwei. Danach folgte General Motors mit einem Absatz von 9,84 Millionen Einheiten. Auch finanziell läuft es für die Asiaten: In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs steigerte Toyota seinen Umsatz um 6,5 Prozent auf 159,9 Milliarden Euro. Der Gewinn kletterte sogar um 9,2 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite lag damit bei ordentlichen 8,8 Prozent.

Unstrittig ist zudem, dass die Japaner die Pioniere der Hybrid-Technologie sind. "Bei Toyota befinden wir uns schon mittendrin im Wandel, inzwischen sind unsere Hybride bereits Wachstumstreiber", sagt Masaki Hosoe, Vorsitzender der Geschäftsführung Toyota Deutschland. Mit 208.809 verkauften Hybriden stellten Toyota und Lexus 2015 einen neuen Rekord in Europa auf. Der Anteil am Gesamtabsatz stieg um vier Punkte auf 24 Prozent. Beim Auris entschied sich sogar mehr als jeder zweite Käufer für die Hybridvariante. Dass Toyota in Deutschland und Europa weiter Boden gewinnen möchte, soll der neue Crossover C-HR unter Beweis stellen. Die Antwort auf den erfolgreichen Nissan Qashqai steht auf der neuen TNGA-Plattform (Toyota New Global Architecture). Mit diesem SUV im C-Segment verknüpft Toyota sein künftiges Wachstum in Deutschland. Dazu Tom Fux, Geschäftsführer Toyota Deutschland: "Vom C-HR wollen wir im kommenden Jahr 14.000 Autos verkaufen. Er soll 17 Prozent am Gesamtabsatz von Toyota erreichen und fünf Prozent Marktanteil im C-SUV-Segment." Der C-HR startet bei knapp unter 20.000 Euro und ist damit fast 10.000 Euro günstiger als ein RAV4. Doch das soll erst der Anfang sein, denn "2017 wollen wir in Deutschland mindestens 80.000 Zulassungen erzielen, langfristig peilen wir 90.000 an", erklärt Tom Fux weiter. Das geht nur mit zusätzlichen attraktiven Modellen. Dazu könnte bereits ab 2018, spätestens ab 2019 der sogenannte B-HR zählen. Gut 20 Zentimeter kürzer als der C-HR, soll er die Antwort auf den Nissans Juke sein, der in Westeuropa mit 109.272 Verkäufen 2015 sehr erfolgreich ist. Denn im B-SUV-Segment fehlt Toyota bislang ein attraktives Angebot. Der von 2009 bis 2014 dauernde erste Versuch mit dem Urban Cruiser war in Deutschland nicht von Erfolg gekrönt.

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Der Toyota B-HR wird ebenfalls auf der TNGA-Plattform aufbauen und Toyota-typisch auch als Hybrid erhältlich sein. Keine 1000 Euro soll der Aufpreis für die Hybridversion betragen. Zum Vergleich: Beim Yaris ist der Hybrid 960 Euro teurer als ein vergleichbarer Benziner. Hier schlagen sich bei Toyota bereits die Skaleneffekte beim Hybrid durch – immerhin produzieren die Japaner weltweit schon fünf Hybride pro Minute. Dagegen hat der Auris, eines der wichtigsten Toyota-Modelle, seine Erwartungen bislang nicht erfüllt: In Deutschland etwa lag der Japaner 2015 mit 14.508 Neuzulassungen lediglich auf Platz zwölf in seinem Segment. Deshalb kommt der Auris wohl 2018 in einem völlig neuen Design und baut ebenfalls auf der TNGA-Plattform auf. Motoren und Hybridantriebe könnten vom C-HR im Wesentlichen übernommen werden. Darunter dürfte auch der bekannte 1,2–Liter-Turbo sein, der beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring im Toyota C-HR das erste Mal im Motorsport eingesetzt wurde. Was die Größe betrifft, wird der Auris der dritten Generation nicht wesentlich wachsen. Ein Diesel-Aggregat soll es für ihn voraussichtlich nicht geben, doch das ist noch nicht endgültig entschieden. Im RAV4 und im Avensis kommt derzeit der Zweiliter-Diesel von BMW mit 143 PS zum Einsatz. Allerdings steht für diese Modelle keine Automatik zur Verfügung – ein Kompromiss, der nicht bei allen Kunden auf Wohlgefallen stoßen dürfte.

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Toyota plant neue Diesel-Motoren und Sportwagen mit BMW

Doch aller Gerüchte zum Trotz hat Toyota die Dieselentwicklung nicht eingestellt. "In bestimmten Regionen und Segmenten ist der Selbstzünder immer noch sinnvoll", versichert ein Toyota-Manager. So wurden beide Dieselmotoren für die nächste Generation des Toyota Hilux komplett neu entwickelt. Es lohnt sich: Der Pick-up war 2015 in ganzen 41 Ländern von Costa Rica über Südafrika bis Thailand das meistverkaufte Auto. Ob der Avensis dagegen einen Nachfolger erhält, ist derzeit noch nicht entschieden. Die Mittelklasse ist ein schwieriges Segment in Europa, Stufenheckvarianten verkaufen sich gar nicht. Attraktiv könnte nur der Kombi werden. Doch ob sich dessen Stückzahlen allein rechnen, ist noch in der Kalkulation. ...

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