Toyota Avensis 2015 - neue Diesel für Limousine und Kombi zum Facelift Die Hoffnung stirbt zuletzt

11.06.2015

Das letzte Aufgebot: Mit neuen Dieseln und mehr Chic wehrt sich der Toyota Avensis 2015 Facelift gegen das Vergessen

Es ist ein nahezu chancenloses Unterfangen: In ganz Europa läuft der Toyota Avensis zwar nicht schlecht. Immerhin haben die Japaner seit der Premiere Ende 1997 schon mehr als 1,7 Millionen Mittelklasse-Modelle verkauft. Und wer erst einmal hinter dem Steuer sitzt, den stuft J.D. Power als einen der zufriedensten Autofahrer im Land ein. Doch zumindest in Deutschland hat das Toyota-Flaggschiff in der Mittelklasse nicht den Hauch einer Chance. Denn nicht nur der neue VW Passat ist stark wie eh und je. Sondern zugleich machen den Japanern ein famoser Mazda 6, ein verspäteter, aber dafür um so besserer Ford Mondeo und die Aufsteiger aus Korea das Leben schwer.

 

Toyota Avensis 2015 - Facelift im Fahrbericht

Während zum Beispiel Honda sich angesichts dieser Situation gleich ganz aus der Mittelklasse abmeldet und den Accord ohne Nachfolger einstellt, schickt Toyota jetzt quasi das letzte Aufgebot in die Schlacht und gönnt dem Mittelklasse-Modell auf der Zielgeraden des aktuellen Modellzyklus ein weiteres Facelift.

Wenn der neuerlich erneuerte Avensis als Limousine und Kombi zum 20. Juni in den Handel kommt, erkennt man ihn von außen an einem neuen Bug mit dem entschlossenen Blick des Brennstoffzellen-Modells Mirai und den gleißenden LED- Scheinwerfern und von innen am neuen Cockpit mit ein paar frischeren Farben, vornehmeren Materialien und Schaltern oder Knöpfen, die den Händen ein bisschen mehr schmeicheln. Außerdem sorgt die bessere Dämmung für mehr Ruhe und das Geschüttel aus dem Motorraum wird auch deutlich geringer.

Genau dort findet man übrigens die wichtigsten Neuerungen. Während man die beiden ungewöhnlich eng beisammen liegenden Benziner mit 1,6 Litern und 132 PS oder 1,8 Litern und 147 PS bereits seit der Premiere im Jahr 2008 kennt, gibt es für die Diesel-Fraktion schon wieder zwei neue Triebwerke. Für Knauser gibt es einen 1,6-Liter mit 112 PS und 270 Nm, der nur noch 4,2 Liter verbraucht und auf 180 km/h kommt. Wer auf den Spaß nicht ganz verzichten will, dem verkaufen die Japaner einen nagelneuen 2,0-Liter mit 143 PS und soliden 320 Nm. Das reicht in Kombination mit dem ebenfalls neuen Sechsganggetriebe wahlweise für eine entspannte, sehr schaltfaule und kultivierte Fahrt mit einem Verbrauch nahe des Normwerts von 4,5 Litern oder für mehr als einen Hauch von Diesel-Dynamik. Denn wer nicht dauernd im dem als Overdrive ausgelegten sechsten Gang verharrt und bisweilen mal etwas kräftiger zutritt, der kommt immerhin in 9,5 Sekunden auf Tempo 100 und rollt mit bis zu 200 Sachen über die linke Spur.

Preise für das Avensis Facelift-Modell

Ebenfalls auf Vordermann gebracht haben die Japaner die Armada der Assistenten, die nun im kamerabasierten Safety-Sense-System gebündelt ist. Dazu zählen unter anderem ein Auffahrwarner mit Bremseingriff, der Spurhalteassistent, die Verkehrszeichen-Erkennung und eine elektronische Steuerung für das Fernlicht.

Zwar ist der Avensis nach der Modellpflege besser denn je. Doch wissen die Japaner sehr wohl, wie dünn die Luft für sie in der Mittelklasse ist. Deshalb übern sie zumindest bei der Preispolitik vornehme Zurückhaltung: Der Grundpreis von 23.640 Euro für die Limousine und 24.640 Euro für den Kombi ändert sich deshalb nicht, und in den einzelnen Ausstattungsvarianten wird der Avensis sogar ein bisschen billiger. Vielleicht hilft das ja.

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