Bewegend: Toyota 2000 GT mit 2,0-Reihensechszylinder-Motor Sound-Maschine

13.01.2014

Motoren, die uns bewegten: Der 2,0-Sechszylinder des Toyota 2000 GT gehörte zu den ersten Triebwerken mit zwei obenliegenden Nockenwellen. Ein Rückblick

Als die Toyota-Konzern-Chefs Mitte der 60er-Jahre grünes Licht für die Entwicklung eines GT gaben, dachten sie nur an eines: den Erfolg und das daraus entstandene Marken-Image des Jaguar E-Type von 1961. Genau so etwas brauchte auch das aufstrebende japanische Unternehmen.

 

YAMAHA STAND PATE

Bei der Motorenentwicklung ließ sich Toyota helfen – man holte Triebwerksspezialisten von Yamaha ins Boot. Wie sich herausstellen sollte, war das eine goldrichtige Entscheidung. Denn Yamahas Motorenentwickler hatten bereits Erfahrungen mit einem 2,0-Liter-Triebwerk für ein Nissan-Projekt. Die Toyota-Motorenentwicklung begann 1963, die Produktion startete drei Jahre später.

Als Grundlage für das neue Sportwagenaggregat diente der Block des Sechszylinder-Reihenmotors aus dem Toyota Crown. Er besteht aus Gusseisen. Beim Zylinderkopf entschieden sich die Ingenieure für eine Leichtmetall-Legierung, die auch auf große Temperaturanstiege nur mit kleiner Ausdehnung reagiert. Das galt als wichtige Voraussetzung für eine hohe Drehzahlfestigkeit. Genau das war auch nötig, denn der 2000 GT-Reihensechser sollte ein hochdrehender Sportler werden und seine Nennleistung von 150 PS bei 6600 Touren erreichen.

Auch das maximale Drehmoment  von 177 Newtonmeter lag erst bei 5000 Umdrehungen an. Für eine Renn-Variante entwickelte Yamaha sogar eine noch schärfere Ausführung mit 200 PS bei 7200 Touren. Für solch hohe Drehzahlen bedarf es einer zügigen Beatmung. Dazu rotieren im Querstromzylinderkopf zwei obenliegende Nockenwellen, eine für die Einlass- und eine für die Auslassseite, und steuern je Zylinder ein Ein- und ein Auslassventil. Angetrieben werden sie über eine Duplexkette. Beim Motor des 2000 GT kamen bereits hydraulische Kettenspanner zum Einsatz. Sie müssen nicht nachgestellt werden und reduzieren die Kettengeräusche enorm.

KONKURRENZLOS SCHÖN

Toyota entschied sich für einen Quadrathuber (Hubraum 1988 cm3, Hub und Bohrung jeweils 75 mm) mit hemisphärischen Brennräumen. Das ermöglichte einen Ventilwinkel von 79 Grad – so entstand reichlich Platz für zentral angeordnete Zündkerzen. Und: Die Ventildeckel konnten weit von einander entfernt platziert werden. Sie sind der Blickfang des Motors: Große, gestreckte  und  mit schwarzem Schrumpflack überzogene Alu-Teile.

Der Deckel der Einlassseite trägt die Aufschrift Toyota, jener der Auslassseite die Modellbezeichnung 2000. Die Gemischaufbereitung  übernehmen drei Flachstromvergaser von Mikuni/Solex. Auf der anderen Seite des Motors leiten elegant geformte Gusskrümmer die heißen Abgase in den Auspuff, der für den sonoren Sechszylinder-Sound mitverantwortlich ist.  

Holger Ippen

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