The Grand Tour (2017): Zweite Staffel (Update!) Neue Ideen für zweite "GT"-Staffel

von Alexander Koch 21.11.2017
Inhalt
  1. "The Grand Tour" Staffel 2: Start am 8. Dezember 2017
  2. Zweite Staffel: "The American"-Ersatz gesucht
  3. "The Grand Tour": Clarkson-Ersatz gesucht
  4. Hammond: Unfälle bei GT-Dreharbeiten
  5. Hammonds Motorrad-Unfall in Mosambik
  6. Das Konzept von "The Grand Tour"
  7. "The Grand Tour": Erste Staffel 2016
  8. "The Grand Tour" führend bei illegalen Downloads
  9. James May und Co. denken über Karriereende nach

Die zweite Staffel von "The Grand Tour"startet am 8. Dezember 2017 auf Amazon Prime. "Making of"-Videos verraten, wie das Moderatoren-Trio "Celebrety Brain Crash" ersetzt und nach einem neuen Rennfahrer sucht. Alle Informationen zu "GT"!

Die zweite Staffel von "The Grand Tour" führt seine Zuschauer ab dem 8. Dezember 2017 unter anderem nach Colorado (USA), Kroatien, Dubai, Mosambik, New York, Spanien und in die Schweiz. Ein neues Teaser-Video und zahlreiche Fotos auf der Grand-Tour-eigenen Facebook-Seite geben einen Vorgeschmack auf die neuen Folgen, bei denen wieder die bestens aufgelegten Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May allerlei Schabernack treiben. Amazon Prime zufolge verbrachten die drei Moderatoren für die Dreharbeiten rund 100 Tage auf vier verschiedenen Kontinenten, um beispielsweise einen alten Mercedes W123 durch den Matsch, verschiedene Jaguar-Modelle durch's Gebirge und offenbar auch einen Panzer über einen Golfplatz zu jagen. Von der Neuauflage dürfen wir uns also ähnlich viel versprechen wie von der ersten Staffel. Das Budget für die zweite Staffel war James May zufolge auch ähnlich hoch wie das der ersten. Die Gesamtkosten über drei Staffeln und insgesamt 36 Folgen sollen fast 190 Millionen Euro betragen, also über 60 Millionen Euro je Staffel und rund fünf Millionen Euro je Folge. James May aber relativiert im gleichen Atemzug den Aufwand für die zweite Staffel von "The Grand Tour" (2017): "Wir reisen viel. Da steckt eine große Crew und viel Technik dahinter. Wir filmen in 4K." Weiter heißt es: "Aber das alles ist ja uninteressant, es wird ähnlich aussehen wie in Staffel 1. Ein bisschen aber haben wir schon geändert. Was es ist, kann ich noch nicht verraten. Es ist geheim!".

"The Grand Tour" Staffel 2 im Teaser-Video:

 

"The Grand Tour" Staffel 2: Start am 8. Dezember 2017

Welches Geheimnis James May gemeint haben könnte, zeigt ein "Making of"-Video zur zweiten "The Grand Tour"-Staffel (2017) auf Youtube: Hier zeigt Amazon, wie das Moderatoren-Trio eine Idee ausarbeitet, um das beim Publikum nur mäßig erfolgreiche "Celebrity Brain Crash" zu ersetzen. Bei der Slapstick-Einlage in jeder Folge der ersten Staffel hatten Jeremy Clarkson und Co. einen Prominenten als Gast angekündigt, der jedesmal in Sichtweite des Zeltes auf kuriose Weise ums Leben kam. Clarkon, überhaupt nicht zufrieden damit, überlegt, prominente nun also, Gäste der zweiten Staffel mit einem halbierten Alfa Romeo 156 über eine Rennstrecke zu schicken. Was erst nach einer platten Idee klingt, scheint dem gesamten Drehteam großen Spaß zu bereiten. "It's great fun, it's easy and you look cool when you're not cool", zieht Richard Hammond am Ende des Videos das Fazit. Es scheint, als seien bei "The Grand Tour" (2017) Prominente wieder willkommen.

Making of zu "The Grand Tour" im Video:

 

Zweite Staffel: "The American"-Ersatz gesucht

Ein weiteres Geheimnis ist ebenfalls gelüftet: Mike Skinner, seines Zeichens erfolgreicher Rennfahrer und "The Stig"-Nachfolger in der Rolle des "The American", ist raus. Wie der US-Amerikaner auf Twitter bekannt gab, hätte sich sein Charakter nicht so entwickelt wie erhofft, sodass er nicht mehr Teil der zweiten Staffel von "The Grand Tour" (2017) sein wird. Offenbar ist das Konzept, einen US-amerikanischen Stereotypen hinter das Lenkrad der Testautos zu setzen, der kleine Motoren und Europa als kommunistisch betrachtet, nicht aufgegangen. Gerüchte, dass ein neuer Rennfahrer die Aufgabe übernehmen soll, erhalten dank eines weiteren Teaser-Videos zur zweiten Staffel neue Nahrung: Ex-F1-Fahrer Mark Webber kam zum Vorstellungsgespräch nach Großbritannien. Als Australiens zweitbester Rennfahrer angekündigt, schiebt er den Porsche 911 GT2 RS in einer – wie das Moderatoren-Trio sagt – sehr guten Zeit über das Rund. Als er seine Qualität noch einmal in einem Mercedes-AMG GT R unter Beweis stellen soll, stoppt die Uhr bei einer nicht unwesentlich schlechteren Rundenzeit. Ob sich da ein Interessenskonflikt durch Webbers Arbeit als Markenbotschafter für Porsche anbahnt? Richard Hammond bedankte sich jedenfalls etwas zu schnell, um das Vorstellungsgespräch als Erfolg werten zu können. Nicht umsonst steht im Abspann: "#NewDriverWanted". 

Mark Webber bei The Grand Tour (Video):

 

"The Grand Tour": Clarkson-Ersatz gesucht

Zwischenzeitlich hatte Amazon per Stellenanzeige nach einem neuen Host für die zweite Staffel von "The Grand Tour" (2017) gesucht. Der Bewerber sollte niemand geringeres ersetzen als Urgestein Jeremey Clarkson, der sich im Frühherbst 2017 von einer Lungenentzündung erholen musste. Bis Jeremy Clarkson seine Erkrankung auskuriert hatte, sollte sich also ein neuer Host finden, der gemeinsam mit seinen "ungleich großen" Kollegen bei "The Grand Tour" aus Versehen Dinge anzündet, mit schwerer Maschinerie schlecht arbeitet und Diskussionen führt, die kein Mensch jemals verstehen wird, wie es in der Stellenanzeige heißt. Dafür wollte Amazon von den Bewerbern aber auch einiges sehen. So sollte der Anwärter umfangreiches Wissen über Autos, Metaphern und Progressive Rock mitbringen. Grundvoraussetzungen waren außerdem ein gültiger Führerschein, britisches Englisch inklusive der Clarkson-typischen Übertreibungen und Prahlerei und mindestens 6,5 Millionen Follower auf Twitter oder anderen Social-Media-Kanälen. Spätestens beim letzten Punkt dürften viele Kandidaten durch das Raster gefallen sein. Um den Fans die Umstellung auf den Clarkson-Ersatz so einfach wie möglich zu machen, erklärte Amazon außerdem, große Bewerber mit Locken zu bevorzugen.

 

Hammond: Unfälle bei GT-Dreharbeiten

Neben der Erkrankung von Jeremy Clarkson hatte es bei den Dreharbeiten zwei weitere Rückschläge für "The Grand Tour" (2017) gegeben: Bei Dreharbeiten zur zweiten Staffel war es im Juni 2017 zu einem Unfall gekommen, in dem Moderator und Pechvogel Richard Hammond verwickelt war. Trotz des heftigen Unglücks, das Unfallfahrzeug – ein Rimac Concept One – ist komplett ausgebrannt, war Hammond mit dem Schrecken und einer Kniefraktur davon gekommen. Für den Veranstalter des Bergrennens hat der Unfall allerdings ein rechtliches Nachspiel. So stellte der Schweizer Automobilsport-Verband (ASS) nach einer Untersuchung fest, dass die Veranstaltung nicht gemäß der Richtlinien des Internationalen Sportgesetzes (ISG) der FIA durchgeführt worden und maßgebliche Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen waren seien. Der Verein "Bergrennen Hemberg" muss nun mit einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet rund 4400 Euro rechnen. Der Rennleiter sowie die drei zuständigen Sportkommissare sollen für ein halbes Jahr ihre Lizenz verlieren, sofern das Urteil nicht angefochten wird. Für die Filmaufnahmen in der Schweiz war Hammond von der Straße abgekommen. Der Grund dafür war ein zu hohes Tempo. Hammond war mit 134 km/h in eine enge Kurve gefahren, als Folge brach das Heck aus und das Auto segelte über 30 Meter durch die Luft. Auf einem tieferliegenden Streckenabschnitt schlugt das Auto zunächst auf und überschlug sich dann mehrmals, bevor es liegenblieb und Feuer fing.

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Hammonds Motorrad-Unfall in Mosambik

Schon im Frühjahr 2017 hatte sich Richard Hammond bei Dreharbeiten für die zweite Auflage von "The Grand Tour" (2017) in Afrika verletzt. In Mosambik war er mit einem Motorrad verunfallt. Wie die britische Tageszeitung "The Sun" berichtete, sei der 47-Jährige nach seinem Unfall bewusstlos auf der Straße liegen geblieben. Und das in einer abgeschiedenen Gegend, in der es kaum medizinische Versorgung gibt. "Er verletzte sich wirklich ziemlich schwer", beschrieb Hammonds Kollege Jeremy Clarkson den Vorfall und fügte hinzu, dass man darauf verzichtet habe, Hammond in ein Krankenhaus zu bringen: "We don't do Hospitals", sagte Clarkson. Sinngemäß also: "Wir benutzen keine Krankenhäuser." Was witzig gemeint gewesen sein sollte, hatte den ernsten Hintergrund, dass es wohl einfach zu lange gedauert hätte, den verletzten Hammond ins nächste Krankenhaus zu bringen. Glücklicherweise konnte sich der Brite auch ohne professionelle medizinische Versorgung wieder erholen und gab über seinen Twitter-Kanal bereits ein erstes Lebenszeichen von sich: "I've checked and I'm not dead" ("Ich habe nachgeschaut und bin noch nicht tot.").

 

Das Konzept von "The Grand Tour"

Das Grundprinzip von GT ist einfach: Jede Folge der neuen Serie "The Grand Tour" wird in einer anderen Stadt vorgestellt. Die Premiere im gemütlich wirkenden "GT"-Zelt fand in der ersten Staffel in Johannesburg statt. Der Name "The Grand Tour" wurde im Sommer 2016 durch Tweets vom Moderatoren-Trio Jeremy Clarkson, Richard Hammond und James May bekannt gegegben und soll zeigen, dass es sich von "Top Gear" endgültig abnabeln und etwas Neues auf die Beine stellen möchte. Die ursprünglich wesentlich realistischer erschienenen Pläne, die neue Show "Gear Knob" zu nennen, waren an BBC-Rechten gescheitert.

 

"The Grand Tour": Erste Staffel 2016

Mit dem Streaming-Dienst Amazon Prime hatte die ehemalige "Top Gear"-Crew einen neuen Arbeitgeber gefunden – kurz nachdem die Zusammenarbeit zwischen Clarkson und BBC im März 2015 unrühmlich geendet hat. Amazon seinerseits durfte sich mit Clarkson, May und Hammond über ein Moderatoren-Trio freuen, das in aller Welt Millionen Fans hat und dem neuen Format zahlreiche neue Kunden einbringt. Für "The Grand Tour" sind Medienberichten drei Staffeln mit je 12 Folgen á 60 Minuten geplant. Gerüchte besagen außerdem, dass Amazon Prime der Ex-"Top Gear"-Crew sowie dessen Produzenten Andy Wilman rund 4,5 Millionen Pfund je Folge (etwa 5,6 Millionen Euro) bereitstellt. Damit stellte "The Grand Tour" Amazons bislang größte Investition in eine Originalsendung dar, die zugleich eine der teuersten aus Großbritannien überhaupt ist.

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Trailer zur ersten Staffel von "The Grand Tour" (Video):

 

"The Grand Tour" führend bei illegalen Downloads

7,9 Millionen – das ist Medienberichten zufolge die Anzahl der illegalen Downloads der ersten Folge von "The Grand Tour". Damit brach die Folge der TV-Show um Jeremy Clarkson alle bisherigen Download-Rekorde auf Torrent-Websites. Selbst Dauerbrenner wie Game of Thrones kamen da nicht mehr mit. Bei der zweiten Episode sanken die illegalen Download-Zahlen jedoch auf 6,4 Millionen. Die dritte Folge luden noch 6,4 Millionen Menschen auf den verbotenen Portalen herunter. Der Verlust für Amazon allein bei der ersten Episode betrug dadurch rund 3,2 Millionen Pfund (3,8 Millionen Euro).

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James May und Co. denken über Karriereende nach

So derbe der typisch britische Humor von Jeremy Clarkson und seine Co-Moderatoren Richard Hammond und James May ist, so unverblümt das Trio die Autos auch immer testet, so offen zeigt sich James May im Interview mit dem britischen Magazin "RadioTimes" Ende 2016. In dem denkt er nämlich über sein Karrierende nach und sagt: "Clarkson und ich sind zu alt, um "The Grand Tour" noch in fünf Jahren zu machen". May sehe sich selbst nicht dauerhaft bei der neuen Amazon-Show. "Richard Hammond (46 Jahre) ist ein fitter Kerl, ich und Jeremy (56 Jahre) aber nicht." James May fühle sich niemandem verantwortlich und warte auch nicht auf seine Rente. Wenn er ehrlich sei, habe er schon vor "The Grand Tour" den richtigen Zeitpunkt gesehen, um seine Karriere als erfolgreicher Moderator zu beenden. Stattdessen haben er, Jeremy Clarkson und Richard Hammond aber einen Vertrag über drei Jahre und 36 Folgen unterschrieben.

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