Tokyo Motor Show 2015: Mercedes, Porsche, Mini & Co Highlights im Neon-Licht

16.12.2015

Bunt, grell und extrem vielfältig glänzen die Highlights der Tokyo Motor Show 2015 im Scheinwerferlicht, alternative Antriebe für heute bilden dabei einen ähnlich wichtigen Schwerpunkt wie die Mobilität der etwas ferneren Zukunft. Mit dabei: Weltpremieren von Mercedes, Porsche und Mini.

Ein Auto wie ein Telefonzelle, Sportwagen wie aus dem Spielwarenladen, mit Brennstoffzellen angetriebene Raumschiffe auf Rädern, Minibusse, die ihr Interieur-Design schneller ändern als ein Chamäleon seine Hautfarbe, und eine Disco-Kugel von Mercedes, die der Großstadtjugend als Chill-Out-Zone im Wifi-Dschungel dienen will: Bei der Tokyo Motor Show 2015 malen die Autohersteller die Welt von morgen in schillernden Farben. Denn es sind nicht die wenigen Serienneuheiten wie das Mini Cabrio, der Porsche Macan GTS oder der kommende Suzuki Ignis, die das Publikum in ihren Bann schlagen. Und selbst der schon sehr konkrete Lexus LS als japanische Antwort auf die Mercedes S-Klasse und das Flaggschiff der ganzen Nation können trotz leidenschaftlichen Designs und wegweisender Brennstoffzelle die Aufmerksamkeit nicht lange fesseln. Sondern es sind vor allem die vielen Visionen zwischen Witz und Wirklichkeit, die in den Hallen von „Big Sight“ in Tokio den Ton angeben.

Tokyo Motor Show 2015: Alle Highlights im Foto-Rundgang

Ja, Fukushima wirkt noch immer nach und nirgendwo hat die Brennstoffzelle deshalb so einen Drive wie in Japan. Nicht umsonst stellt Honda dem Toyota Mirai nun mit dem neuen Clarity einen ersten ernsthaften Konkurrenten zur Seite und verspricht pro Tankfüllung bis zu 700 Kilometer grüne Mobilität ohne Risiken und Nebenwirkungen. Natürlich beschäftigen sich auch die japanischen Hersteller mit dem autonomen Fahren, schicken ihre Prototypen im Flottentest auf die Stadtautobahn um Tokio und bauen wie Nissan mit dem IDS erste Fahrzeuge, die vor allem innen der neuen Aufgabenteilung zwischen Mensch und Maschine Rechnung tragen. Und selbst „Dieselgate“ ist in Tokio ein Thema, obwohl VW hier gar keine Dieselmotoren verkauft. Doch weil es die erste große Messe seit dem Skandal ist, macht der lokale Statthalter Sven Stein einen höflichen Kotau und Markenchef Herbert  Diess wiederholt fast schon gebetsmühlenhaft seine Entschuldigung ebenso wie sein Versprechen auf Aufklärung und Abhilfe. Doch kaum ist die Rede gehalten und die Masse verlaufen, schaut alles wieder auf die Studien, weil es solch bunte und phantasievolle Autos sonst einfach nirgends zu sehen gibt.

In unserer Tokio-Bildergalerie finden Sie leidenschaftliche Sportwagen für die Westentasche oder die Überholspur, kunterbunte Kleinwagen, witzige Vans und Multimedia-Minis, gegen die Smartphones aussehen wie Werkzeuge aus der Steinzeit – wer das PS-Panoptikum von Tokio sieht, der mag kaum glauben, weshalb die Japaner überall sonst auf der Welt mit wenigen Ausnahmen vor allem für graue Massenware bekannt sind. Doch Männer wie Nissan-Designer Satoru Tai wollen diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen: „Wir zeigen mit unseren Studien ja, dass es uns nun wirklich nicht an Phantasie fehlt“, argumentiert der Designer. „Aber wir fürchten, dass es dem Rest der Welt am Mut fehlt, solche Fahrzeuge auch zu kaufen.“

Mehr zum Thema: Vorschau Tokyo Motor Show

Tags:
Severin Elektrische Kühlbox
UVP: EUR 123,99
Preis: EUR 77,19
Sie sparen: 46,80 EUR (38%)
Nulaxy FM Transmitter
 
Preis: EUR 23,89 Prime-Versand
Alkoholtester
 
Preis: EUR 16,99 Prime-Versand
Copyright 2017 autozeitung.de. All rights reserved.