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Abt VW Golf 7 VS4 2.0 TDI Diesel: Tuning-Sportler im Test

Wolf im Golf-Pelz

Der Wolf im Golf-Pelz: Abt verpasst dem VW Golf 7 2.0 TDI eine intensive Rundumkur. Der neue Abt VS4 mit 170 PS-Diesel im ersten Test

Grimmiger Blick, tief hängenden Schürzen und breite Schweller: Tuning-Schmiede Abt macht aus dem wohlerzogenem Golf 7 einen angriffslustigen Wolf. Auch der unschuldig wirkende weiße Lack vertuscht nicht die Natur dieses VW – die vier chromglänzenden Endrohre unter dem Heck verdeutlichen den Sportsgeist ohnehin.

Abt VW Golf VS4 2.0 TDI: Kompakter im Tuning-Test

Der Kemptener Tuner zeigt mit dem Abt VS4 seine neueste Golf-Interpretation, die aus einem Aerodynamik-Paket, mächtigen 19-Zöllern und einer Leistungssteigerung besteht. Die Kraftkur ist für mehrere Aggregate aus dem VW-Regal erhältlich – angefangen beim 1.4 TSI mit serienmäßigen 122 oder 140 PS über den 105 PS starken 1.6 TDI bis hin zum Zweiliter- Turbodiesel mit 150 PS.

Wir sind mit eben diesem Selbstzünder unterwegs, der nach der Überarbeitung von Abt 170 PS an die Vorderräder schickt und 360 Newtonmeter auf die Kurbelwelle drückt. 20 zusätzliche Pferdestärken und ein um 40 Newtonmeter gewachsenens Drehmoment klingen zuerst nicht spektakulär, verleihen dem Abt-Golf aber ein völlig neues Gemüt.

Vor allem im unteren Drehzahlbereich gibt sich der an ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelte 2,0-Liter-TDI impulsiv. Beim beherzten Tritt auf das rechte Pedal hetzt der weiße Wolf in 8,0 Sekunden auf Tempo 100 und toppt somit die Werksangabe des Serien-Golf (150 PS) um mehr als eine halbe Sekunde. Aber: Der neue Serien-GTD mit 184 PS soll sogar in nur 7,5 Sekunden auf 100 km/h spurten. Gut ist der Testverbrauch des VS4 von lediglich 5,7 Liter Diesel auf 100 km.

Dank Tieferlegung kauert der Golf 35 Millimeter tiefer über dem Asphalt. Und in Zusammenarbeit mit der direkten Lenkung mutiert der brave Kompakte zum ambitionierten Kurvenräuber. Die straffen Federn gepaart mit den flachen 19-Zoll-Rädern unterziehen die Insassen jedoch einem Härtetest: Bodenwellen und Kanten bekommen sie nahezu ungefiltert zu spüren, was vor allem bei längerer Fahrt stört. Ob die scharfe Optik und das kompromisslos dynamische Fahrwerk jedoch einen Aufpreis von rund 10.000 Euro auf einen serienmäßigen VW Golf GTD rechtfertigen, ist fraglich.

>> Teil 2: Fazit und technische Daten

Christoph Kragenings