Tesla Model S/BMW M5/Panamera S E-Hybrid: Vergleich E-Auto, Benziner und Hybrid

03.10.2015

Tesla Model S P85D, BMW M5 30 Jahre Edition, Porsche Panamera S E-Hybrid. Oder anders ausgedrückt: E-Power, Ölbrenner alter Schule, Plug-in-Hybrid – welcher Antrieb hat künftig Vorfahrt? Wir testen die Antriebskonzepte im direkten Vergleich.

Was macht den Vergleich zwischen Tesla Model S P85D, BMW M5 30 Jahren Edition und Porsche Panamera S E-Hybrid so besonders? Beginnen wir mit einer beängstigenden Statistik: Von 14.000 befragten Autofahrern erklärten 39 Prozent, dass die Wahl ihres Neuwagens von der Qualität des Infotainment-Systems entscheidend beeinflusst wird. In diese neue Autowelt rollt der rein elektrisch angetriebene Tesla, ein iPhone auf Rädern, das man über Nacht ans Ladegerät hängt und hofft, dass die Akku-Ladung für den nächsten Tag ausreicht. Der Tesla Model S kommt aus Kalifornien, wo der Hersteller ein engmaschiges Netz von Ladestationen installiert hat und die Sorge, ohne Saft liegenzubleiben, unbegründet ist. Im guten alten Europa sieht es etwas anders aus. Deutschlandweit stehen jedem Tesla aktuell 37 "Supercharger"-Stationen zur Verfügung, an denen binnen einer Stunde kostenlos die Akkus aufgeladen werden können. Dennoch gibt es weite Landstriche ohne Stützpunkt, die urbane Infotainment-Freaks vielleicht nie aufsuchen, die aber für die Performance-Fraktion das Asphalt-Paradies auf Erden darstellen. Dorthin entführen wir den Tesla Model S und vergleichen ihn mit der Jubiläumsausgabe des BMW M5 und dem Porsche Panamera S E-Hybrid.

 

Tesla Model S gegen BMW M5 und den Panamera Hybrid

Wie schlägt sich der Tesla im Revier der Ölbrenner? Hält er mit Porsche und BMW Schritt, ohne seinem Fahrer über die Anzeige der Restreichweite ins Gewissen zu reden? Lohnt es sich, 111.200 Euro für ein Auto auszugeben, das geduldig aufgeladen werden muss, solange es erstklassige Sportlimousinen gibt, die man selbst im entlegensten Landstrich der Republik in Minutenschnelle volltanken kann? Tesla nimmt die Herausforderung in Gestalt der Topversion des Model S mit wahnwitzigen 700 PS, 930 Newtonmeter und Allradantrieb an. Der 85 kWh große Akku sorgt bei gemischter Fahrweise für eine Reichweite von immerhin 300 Kilometern. Wer seinen Gasfuß in Anbetracht der irren Beschleunigung zügeln kann, schafft auch 400 km und mehr.

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Porsche kontert mit der zweiten Entwicklungsstufe des Panamera S E-Hybrid mit einem kompressorgeladenen Dreiliter-V6 und Lithium-Ionen-Batterie anstelle des Nickel-Metallhydrid-Pakets. Dieser 416 PS starke Plug-in-Hybrid kann die überschüssige Energie des Verbrenners in der Batterie speichern und bei Bedarf wieder abrufen. Seine Akku-Kapazität  beträgt nicht mehr als 9,4 kWh, doch das reicht im Test für 28 Kilometer im emissionsfreien E-Betrieb. Der Porsche signalisiert seine grüne Ader auf etwas irritierende Art mit neongelben Bremssätteln. Wer auf dem Weg von A nach B in erster Linie Spaß haben möchte, wird möglicherweise dennoch den BMW M5 vorziehen. Verglichen mit dem Tesla handelt es sich hier um eine Art "Exxon Valdez" auf 20-Zoll-Rädern.

Doch der bayerische Supertanker gibt sich immerhin Mühe: Sein kleinerer Biturbo-V8 legt sich noch gewaltiger in die Riemen, verwandelt die Energie aus Erdölreserven in kolossale 600 PS und benötigt dafür weniger fossilen Kraftstoff als der alte V10. Was dabei hinten rauskommt, ist allerdings immer noch der Rede wert: offiziell 231 Gramm 
des Treibhausgases CO2 pro Kilometer. 
Doch weder dieser Wert noch der ebenso fulminante Grundpreis von 127.500 Euro konnten verhindern, dass die 
Limited Edition innerhalb weniger 
Wochen ausverkauft war.

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